Aline & Ina Eberz
Von SaLagne bis SinoDaurier – als Tiny Typo verwandeln Aline und Ina Eberz Kinderworte in tragbare Kunst. Aline ist der kreative Kopf des Duos – schon als Jugendliche hat sie einen eigenen Keramikzirkel geleitet – während Ina sich beruflich mit KI beschäftigt. Trubel ist bei den beiden vorprogrammiert: Zwischen Ninja-Kinder-Geburtstagspartys, Messevorbereitungen und Alltagschaos bleibt trotzdem immer Zeit für selbstgebackene Pizza. Laut Ina sind Alines Pizzen die besten außerhalb Italiens – da müssen selbst Inas Schwächen für Kinderschokolade und billige Kiosk-Süßigkeiten zurückstecken.
Name: Aline & Ina Eberz
Alter: 40 / 39
Wohnort: Hamburg
Beruf: Co-Founder von Tiny Typo, Account Managerin / Co-Founder von Tiny Typo, IT-Managerin
Schuhgröße: Wie unser Alter – wie lustig, ist uns noch nie aufgefallen: Also 40 und 39.
Lieblingsfarbe: petrol / bunt
Kontakt: info@tiny-typo.de
Beschreibe deinen Job in einem Satz:
Aline: Ich mache aus Kinderworten tragbare Kunst – mit Rakel, Sieb, Farbe und ganz viel Liebe im Gepäck.
Ina: Ich jongliere zwischen KI, Kinderworten, Website und Social Media – und irgendwie wird’s am Ende trotzdem schön bunt.
Wir beide: Vom Kinderworte zum Lieblingsstück: Wir gestalten die Designs unserer Shirts und Pullover auf Basis echter Kinderwort-Kreationen – wie „SaLagne“ für Lasagne oder „SinoDaurier“ für Dinosaurier. So wird jedes Stück einzigartig. Tiny Typo ist unsere Herzensmarke – und wächst mit jeder neuen Idee ein Stück weiter.
Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spaß?
Ina: Abends mit verrückten Ideen einzuschlafen und morgens mit noch verrückteren aufzuwachen…
Aline: …und sie dann einfach umsetzen zu können, weil es unser eigenes Herzensprojekt ist.
Womit kann man dich beeindrucken?
Aline: Menschen, die mit ihren Händen und ihrer Kreativität etwas erschaffen. Und Menschen, die einen Pizzateig hochwerfen können.
Ina: Ich bin leicht zu beeindrucken – man muss nur mit offenen Augen durch die Welt gehen. (Schon mal das gescheitelte Bauchfell eines Faultiers gesehen?)
Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du dir gern einmal die Nacht um die Ohren schlagen?
Aline: Oprah Winfrey, weil sie wahrscheinlich die einzige Person ist, die einem eine Lebenslektion, ein Buch und ein Auto in einem Gespräch schenken könnte. („You get a car!“)
Ina: Geht auch Mittagessen? Ich muss nachts schlafen. Dann Elon Musk – dem müsste man mal ins Gewissen reden!
Deine größte Schwäche?
Aline: Meine Frau und mein Kind.
Ina: Ich neige zu Kurzschlussreaktionen, wenn mich was nervt.
In welcher Beziehung bist du eine Spießerin?
Aline: Witzigerweise auch das Klopapier, aber bei mir muss es nach vorn hängen. Und ich hänge es bei anderen auch um.
Ina: Klopapier. Muss vierlagig sein.
Woran merkst du, dass du erwachsen geworden bist?
Aline: Dass ich Kuchenreste lieber einfriere als wegwerfe. Und ja, wenn’s drauf ankommt, stehen wir unsere Frau.
Ina: Ich bin nicht erwachsen – nur volljährig. Es sei denn, es geht um meine Familie, dann werde ich zur Löwenmama.
Wenn du nicht mehr schlafen müsstest, was würdest du mit der zusätzlichen Zeit anfangen?
Aline: Kochen, Backen, Siebdrucken.
Ina: Trotzdem Schlafen. Ich liebe schlafen einfach sehr. Wenn ich es gar nicht bräuchte, würde ich an Tiny Typo arbeiten.
Aline, beschreibe Ina in drei Worten: Wundertüte. Kreativ-Chaos. Authentisch.
Ina, beschreibe Aline in drei Worten: Liebe. Meines. Lebens.
Welches Buch, welchen Film und welche Platte sollte jeder gelesen, gesehen und gehört haben?
Aline: Buch: Die Bücherdiebin (Markus Zusak). Film: Grüne Tomaten. Song: Ode an den Bass von Paul Wetz.
Ina: Buch: Momo (Michael Ende) und Die Stadt in der Wüste (Antoine de Saint-Exupéry). Film: Queen of the South. Musik: die alten Whitney-Houston-Songs.
Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Aline: Ich wünsche mir, dass Menschen einander wieder wirklich zuhören – ohne sofort zu urteilen. Das allein würde schon viel verändern.
Ina: Ich würde mir wünschen, dass Erwachsene sich ihre kindliche Fantasie bewahren – dieses Gefühl, dass alles möglich ist. Ich finde, die Welt braucht einfach mehr Glitzer – im besten Sinne. Deshalb haben wir gerade unsere „Glitzer im Stadtbild“-Edition entworfen. Eine kleine, liebevolle Antwort auf eine große, unschöne Diskussion. Ich finde, das Stadtbild muss bunt bleiben.
Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Aline: Selbstgemachte Pizza und Culurgiones (sardische Pasta).
Ina: Ich sorge für den Wein.
Was sollte niemand von dir wissen?
Aline: Dass ich meine Mails sortierter halte als meine Sockenschublade. Und ich hänge die Socken paarweise auf.
Ina: Dass ich heimlich immer noch Kinderschokolade im Kühlschrank verstecke – geteilte Schokolade ist halbe Schokolade.
Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
„Wie viele Farbflecken habt ihr gerade an den Händen?“ – das sagt bei uns meistens mehr als jede Statistik.
Das letzte Wort:
Hat bei uns immer Aline. (Und meistens auch das letzte Stück Pizza.)
FOTO: Ina Eberz


