Zuerst einmal: Happy Birthday, liebes C/O Berlin! Unser liebstes Ausstellungshaus wird 25 Jahre. Wenn das mal kein Grund zum Feiern ist! Genau das wird dieses Jahr auch getan und eine tolle Ausstellung jagt die nächste. Unbedingt ans Herz legen möchten wir euch „Documentary in Flux . Revisiting the C/O Berlin Talent Award“, die seit dem 24. Mai im Amerika Haus gezeigt wird. Die Gruppenausstellung ist die erste umfassende Ausstellung, die sich gänzlich dem C/O Berlin Talent Award und den verschiedenen Ansätzen und Strategien dokumentarischen Arbeitens widmet. Sie versammelt vierzehn ausgewählte künstlerische Positionen der letzten zwei Jahrzehnte des C/O Berlin Talent Award und versucht diese neu zu kontextualisieren. Im Rahmen der Ausstellung äußern sich ehemalige Gewinner*innen in kurzen Textbeiträgen erneut zur künstlerischen Position und reflektieren ihre damaligen Ansätze.
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Documentary in Flux . Revisiting the C/O Berlin Talent Award | 24.05.-16.09.2025 | C/O Berlin, Hardenbergstr. 22-24, 10623 Berlin | täglich 11-20 Uhr | co-berlin.org | FOTO: Naroska / C/O Berlin
Documentary in Flux
Sand im Getriebe des Faschismus
Dass wir politisch in schwierigen Zeiten leben, ist nicht erst seit der Correctiv-Recherche klar – aber die Enthüllungen waren für Josephine Apraku der Auslöser, die ‘Soli-Lesungen’ ins Leben zu rufen: eine Lesereihe, die zumindest ein wenig Sand ins Getriebe des aufkommenden Faschismus streuen will. Seit August 2024 findet die Reihe regelmäßig in der Schiller-Bibliothek in Berlin-Wedding statt – komplett ehrenamtlich und unentgeltlich organisiert – und wird mindestens bis Ende 2025 fortgesetzt. Wer es nicht vor Ort schafft, kann die Lesungen auch im Livestream verfolgen. Eingeladen sind Autor*innen, die sich in ihren Texten mit Unterdrückung, Diskriminierung und Ungerechtigkeit auseinandersetzen. Moderiert wird nicht klassisch – stattdessen führen Fragekarten durch das Gespräch zwischen zwei Autorinnen. Das Publikum ist immer aktiv einbezogen und wird dazu ermutigt, das eigene politische Handeln zu hinterfragen. Mit den Lesungen werden Spenden für Organisationen und Initiativen gesammelt, die sich für eine offene, gerechtere Gesellschaft und für Demokratiebildung einsetzen. Den vorläufigen Abschluss der Reihe bilden Ozan Zakariya Keskinkılıç und Daniel Schulz – aber bis dahin stehen noch viele spannende Gespräche an, unter anderem zwischen Nadia Shehadeh und Francis Seeck sowie Sophia Hembeck und Christian Dittloff. Auf unserem Instagram-Account verlosen wir drei signierte Überraschungs-Bücher – einfach folgen und das aktuelle Gewinnspiel-Posting mit „Soli“ kommentieren.
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Soli-Lesungen | Schiller-Bibliothek, Müllerstr. 149, 13353 Berlin | alle Infos hier | Spenden-Link | FOTO: Christina Maria Gabriel
Café PLOETZ.
Immer wieder sind wir auf der Suche nach neuen kleinen Oasen, die uns den Tag versüßen und uns das Gefühl geben, kurz aus dem Trubel auszusteigen. Manchmal stolpern wir über einen dieser Orte, die man fast für sich behalten möchte – wie das Café PLOETZ. in Schöneberg. Alle Köstlichkeiten in der beeindruckenden Vitrine sind liebevoll von Hand gemacht und gleichem einem Schaufenster französischer Pâtisseriekunst. Zwischen Kuchen, Törtchen und Co. fällt die Entscheidung zwar schwer, aber falsch liegt man hier nie. Und falls einem mal doch nicht nach Süßem zumute ist: Es gibt auch herzhafte Leckerbissen und dazu eine selbstgemachte Aperol-Kreation – für den perfekten Abschluss des Tages.
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PLOETZ. | Czeminskistr. 4, 10829 Berlin | Mo, Mi & Do 8-18 Uhr, Fr 8-22 Uhr, Sa-So 10-18 Uhr | instagram.com/ploetz.berlin | FOTO: Marie-Luise Meinert
Eli Riccardi
Eigentlich wollte Eli Riccardi mal Archäologin oder Meeresbiologin werden – das ist es zwar nicht ganz geworden, aber weniger spannend ist es auf gar keinen Fall. Statt bei Ausgrabungen ist Eli heute auf Bühnen zu Hause: Zuerst auf Musicalbühnen und heute eher auf Konzert- und Theaterbühnen, wenn sie nicht gerade vor der Kamera steht. Ihre neue Single „FEVER“ ist seit letzter Woche erhältlich (hört mal hier rein) und ab Juni ist Eli im Haus der Berliner Festspiele im Theaterstück „Destination:Origin“ von Regisseur Mohammed Rasolouf zu sehen. Der Sommer kann also kommen!
Name: Eli Riccardi
Alter: jung
Wohnort: Berlin
Beruf: Künstlerin
Schuhgröße: 37
Lieblingsfilmzitat: “May the force be with you.”
Kontakt: nina@spicy-management.com
Dein Soundtrack für den Sommer? FEVER natürlich!
Welcher Film macht dich immer wieder glücklich? Harry Potter.
Was war die bisher größte Herausforderung in deinem Leben? In kreativen Prozessen für mich selbst einzustehen, wenn mein Bauchgefühl mich in eine andere Richtung zieht als vorgegeben. Vor allem wenn viele Meinungen beteiligt sind.
Womit kann man dich beeindrucken? Effortlessness! Und die damit einhergehende Gelassenheit.
Was wolltest du mal werden, wenn du groß bist? Archäologin oder Meeresbiologin.
Wann in deinem Leben hast du dich am lebendigsten gefühlt? Immer dann, wenn ich mich von alten Mustern gelöst habe.
Welche drei Dinge findet man immer bei dir im Kühlschrank? Zitronen, Hafermilch, Pecorino.
Was wäre das Erste, das du tätest, wenn du unsichtbar wärst? Auto fahren oder so.
In welcher Beziehung bist du eine Spießerin? Ohne mir die Zähne zu putzen und mein Gesicht zu waschen kann ich nicht schlafen.
Woraus schöpfst du Energie? Ruhe, Balance und Neugierde.
Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Einfach gesagt: Frieden für alle. In einer Welt leben, in der weder Missgunst, Leistung, Hass oder Angst regiert. Das klingt nach einem so einfachen, naiven Gedanken, der aber plötzlich zu riesigem Weltschmerz anschwillt.
Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? …weil gerade so viel los ist wahrscheinlich etwas Einfaches: Capellini con aglio e olio mit grünem Spargel oder Brokkoli!
Was sollte niemand von dir wissen? Also…
Das letzte Wort: Danke :-)
FOTO: Jenny Grießer
New boys in town
„Es wird Zeit, die alten Rollenklischees zu durchbrechen. In den zwölf Geschichten begegnen sich Jungen und Mädchen auf Augenhöhe.“ Damit hatten sie uns und das Buch landete im Einkaufskorb in unserer Lieblingsbuchhandlung. Und was sollen wir sagen? Es hat nicht enttäuscht. Weder die Vorleser*innen noch die (kleinen) Zuhörer*innen. Und hier gendern wir ganz bewusst, denn das Buch ist keinesfalls nur etwas für Jungs. Auf spielerische Weise zeigen die Charaktere im Buch, wie viel schöner das Leben ist, wenn Jungen und Mädchen sich auf Augenhöhe begegnen und durch Verbundenheit miteinander wachsen. Die Texte machen deutlich, dass Fürsorge, Zärtlichkeit und liebevoller Umgang keine Frage von Geschlechterrollen sind und dass die Bitte nach Hilfe, Zweifeln oder Nachdenken nicht automatisch dazu führen, dass man weniger geliebt wird. Wir verlosen drei Exemplare auf unserem Instagram-Account. Folgt uns dazu und kommentiert das aktuelle Gewinnspiel-Posting einfach mit „Boys!“.
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Boys! Geschichten für die neue Generation von Jungs | 18 € | dtv.de | FOTO: dtv
sounds familiar
Ihr habt heute Morgen das Brötchen falsch durchgeschnitten und damit den Tag eures Kindes ruiniert? Die einzig zu akzeptierende Hose ist in der Wäsche? Sounds familiar? Ha! Da haben wir was für euch: Den Elternpodcast von und mit Hebamme Sissi Rasche und Expert*innen und Gäst*innen, in dem jeden Donnerstag über die vielfältigen Facetten des Familienlebens gesprochen wird. Sissi ist Hebamme und vierfach-Mama und möchte mit dem Podcast verbinden und unterstützen, denn niemand ist mit seinen Erfahrungen allein und am Ende beschäftigen uns alle die selben Themen: die richtige Schulwahl, Grenzen zwischen Fördern und Überfordern, rassismus-sensible Begleitung, Konfliktlösungen, die Verteilung von Carearbeit, das erste Kita-Jahr mit all den üblichen Krankheiten und und und. Schön, dass Sissi Licht ins Dunkle bringt!
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sounds familiar – Der Elternpodcast | u. a. bei Spotify | FOTO: Fanny Husten
Raus aus dem Hass
Gletscher, Astronauten, Barockmusik – als Checker Tobi erklärt Tobias Krell Kindern die Welt. Eine Welt voller Neugier und Entdeckerlust. Doch die Realität sieht oft ganz anders aus: Kriege, Spaltung, Hass. Für ARD Wissen fragt sich Tobi: Wie kommen wir da wieder raus? Er reist nach Bosnien, Kanada und Mexiko, um Menschen zu treffen, die selbst Hass und Gewalt erlebt und überwunden haben. In Sarajevo begegnet er Adnan, einem Ex-Soldaten, der statt Rache heute den Dialog sucht. In Kanada spricht er mit Lauryn, die als Teenagerin in eine rechtsextreme Gruppe rutschte – und mit ihrer Mutter, die nie aufgegeben hat. In Mexiko trifft er Ani, die mit Gewalt aufwuchs, den Kreislauf durchbrechen konnte und nun ihrer Tochter eine liebevolle Kindheit schenkt. Tobis Reise ist eine berührende Spurensuche nach Menschlichkeit. Und zeigt: Hass kommt nicht aus dem Nichts – und genau deshalb können wir ihn auch überwinden.
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Tobi Krell – Wege aus dem Hass | seit dem 05.05.2025 in der ARD-Mediathek (empfohlen ab 12 Jahren) | FOTO: ardmediathek.de/wissen
Von Kuchen und Kultur
Tankstellen-Cafés sind weder für wohltuende Ruhe und Entspannung noch für guten Kaffee bekannt. Während echte Café- oder Kaffeeliebhaber*innen um Tankstellen daher üblicherweise einen großen Bogen machen, könnte das neue ZEIT Café die große Ausnahme sein. Denn die Tankstelle ist seit Jahrzehnten geschlossen und diente schon lange als Café, zuletzt im Rahmen des Kleinen Grosz Museums, das im letzten Jahr schließen musste. Jetzt erweckt die ZEIT Verlagsgruppe diesen besonderen Ort mit einem Café und einem Buchladen wieder zum Leben. Doch nicht alles ändert sich: Die entspannte Stimmung drinnen bleibt erhalten und auf der kleinen Terrasse lässt es sich nach wie vor herrlich verweilen. Auch das angeschlossene Museum bekommt frische Kunstwerke, denn die Pace Gallery und die Galerie Judin wechseln sich hier mit spannenden Ausstellungen ab. Kleiner Tipp zum Schluss: Pünktlich zur Eröffnung am 1. Mai startet das Gallery Weekend – und das neue ZEIT Café samt dem neuen Kunstraum der Galerien ist in jedem Fall einen Besuch wert!
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ZEIT Café | Bülowstr. 18, 10783 Berlin | alle Infos hier | FOTO: Pace Gallery & Galerie Judin
Kunst – Kinderleicht
Irgendwo ganz hinten in der untersten Schubladenecke lagert sie noch: eine Box voller alter Kinderkunstwerke, seit Jahren unberührt, verstaubt und doch voller Erinnerungen an kunterbunte Nachmittage. Bastelprojekte aus dem Kindergarten, gezeichnete Welten von kleinen Entdecker*innen und künstlerische Experimente – sie alle landen irgendwann in einer losen Sammlung. Heute lässt moderne Technik diese Schätze neu erstrahlen: Mit Artkive werden die Kunstwerke professionell fotografiert, digital perfektioniert und so kinderleicht in ein liebevoll gestaltetes Fotobuch, eine Collage oder einen gerahmten Blickfang verwandelt. Die Originale reisen sicher per Box ins Studio, wo jedes Blatt und jede Skizze mit hochwertigem Equipment ins beste Licht gerückt werden. Anschließend geht das finale Andenken in den Druck. Ob im Bücherregal auf Augenhöhe oder als strahlender Hingucker an der Wand: Verstaubte Kisten gehören der Vergangenheit an.
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Artkive | ab $39 | artkiveapp.com | FOTO: instagram.com/artkivebox
Growing Gifts
Was wäre jemand mit dem Sternzeichen Stier für eine Pflanze? Vielleicht Flieder? Und wie sieht es aus mit einem Löwen? Oder einem Wassermann? Die Antwort verbirgt sich in den liebevoll gestalteten Astroplantboxen von oplants: 12 Sternzeichen, 12 ganz eigene Pflanzen – und welches Samenkorn in deiner Box steckt, bleibt bis zur Knospe ein echtes botanisches Rätsel. Ob zum Geburtstag, zum Abschied oder einfach als kleine Überraschung für die beste Freundin: Astroplants sind die perfekte Kombination aus persönlichem Geschenk und unaufdringlicher Freude. Und das Beste daran? Selbst ohne grünen Daumen können deine kleinen Wunder wachsen. Alles, was sie brauchen, sind Wasser, Licht, etwas Geduld und – ja, auch auf die Gefahr hin, kitschig zu klingen – ein wenig Liebe. Und wer mit Sternzeichen nicht so viel anfangen kann, greift einfach zur Mysterybox: Der Überraschungseffekt bleibt, nur das Sternzeichen fällt weg.
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oplants | ab 15 € | oplants.de | FOTO: oplants
Jörg Bong
Hinter jeder Geschichte verbirgt sich ein Stückchen Wahrheit – für niemanden trifft das mehr zu als für Jörg Bong. Der promovierte Literaturwissenschaftler, Autor und freie Publizist schreibt unter dem Pseudonym Jean-Luc Bannalec die Kriminalromane um Kommissar Dupin. In seiner Freizeit jagt er zwar keine Verbrecher, sondern widmet sich gerade dem intensiven Nachdenken über die Kraft des Handelns. Doch wie sein literarisches Alter Ego zieht es auch ihn immer wieder in die raue Schönheit der Bretagne, wo er in seiner Wahlheimat Nevez die regionalen Köstlichkeiten genießt – zumindest vorerst.
Name: Jörg Bong und Jean-Luc Bannalec
Alter: 59
Wohnort: Im Moment: Nevez (Bretagne)
Beruf: Autor, Publizist, Verleger
Schuhgröße: 44
Lieblingstageszeiten: Blaue Stunde, frühe Stunden und Stimmungen, die Stunde und Stimmung vor dem Sonnenuntergang
Kontakt: ls@jjbo.de
Was war die bisher größte Herausforderung in deinem Leben? Geduldig sein – und ich versage stetig.
Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Ehrlich gesagt immer, genauer: wenn ich mich für das verausgabe, was ich liebe und hochhalte.
Welches ist dein nutzlosestes Talent? Sehr viele. Zum Beispiel: Ich kann verrückteste Theorien zu den entlegensten Dingen aufstellen.
Schließ die Augen und denk an etwas Schönes. Woran denkst du? An einem wilden Atlantikstrand weit im glasklaren Wasser hinaus zu schwimmen… Oder: Ein langer Tisch in einem verwunschenen Garten hinter dem Strand, meine liebsten Menschen, Baguettes, Käse, viele Weinflaschen, Benjamin Biolay läuft – das an einem lauen Sommerabend unter kristallinem Himmel…
Ein Buch, das alle gelesen haben sollten: „Radikaler Universalismus. Jenseits von Identität“ von Omri Böhm (ISBN: 978-3549100417). Und mit Lesen meine ich: verinnerlichen und dafür energisch in der Welt streiten!
Was wirst du niemals vergessen? Die Geburt von Leo. Meine wunderbaren Freundinnen und Freunde, die gestorben sind in den letzten Jahren.
Du darfst den Duden um drei Wörter deiner Wahl ergänzen. Bitteschön:
– „Waldeinsamkeit“, eines meiner liebsten Worte aus der Romantik, von Ludwig Tieck.
– „Lesewut“, eines meiner liebsten Worte aus dem 18. Jahrhundert, als das Lesen in unserem Sinne erst erfunden wurde.
– „Widerstandspflichtgebot“: Das Gebot, das jetzt hoffentlich alle empfinden.
Was wäre eine Sache, die du uns beibringen könntest? Reflektierten Enthusiasmus, das kann ich.
Welcher kleine Schritt könnte deiner Meinung nach schon morgen große Wirkung entfalten? Es gibt in jeder Hinsicht stets zahllose „kleine Schritte“, die ungeheuer viel verändern würden, auch in der konkreten Politik – denn alles lässt sich verändern! Auch einzelne, konkrete politische Maßnahmen, so die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundversorgungsmittel oder – wenn man richtigerweise jetzt die selbstverschuldeten, immensen gesellschaftlichen Defizite aufarbeitet – die Einrichtung eines kapitalen Sondervermögens für eine allen – jenseits der familiären Vermögen – zugute kommenden gigantischen Bildungs-Offensive!
Für was kann man dich nachts wecken? Leider für so einiges, Schlaf ist nicht so meine Sache, es gibt zu viel Spannendes!
Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? “Den Menschen”! Hätte ich die Macht dazu, würde ich ihn in einigen Momenten erheblich grundlegend verändern. Ein infantiler Wunsch, ich weiß. Ich würde ihm zum Beispiel die Fähigkeit nehmen, unempathisch sein zu können…
Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Souris d‘agneau, Lammhaxe in Thymian und Honig und Fleur de Sel, unendlich lang geschmort, nur mit frischem, warmem Baguette und einem einfachen Salat.
Was sollte niemand von dir wissen? Was ich für mich behalte.
Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie es uns vielleicht trotz der geringen Chance noch gelingen könnte, Freiheit und Demokratie zu retten?
Das letzte Wort: “Aux armes, citoyens!”
FOTO: V. Brod
Style, Statement und Solidarität
Nicht jedes politische Statement muss enorm sein, manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die einen großen Unterschied machen. Genau das wollen Jonathan, Lenni und Lisa mit ihrem Label „wahre Schönheit kommt von *innen“ erreichen: Produkte, die nicht einfach nur schön sind, sondern Menschen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, Gespräche anstoßen und einfach mehr schaffen: vom Lesekreis über Soli-Partys bis hin zu Safe Spaces für gemeinsame Momente. Und weil echte Veränderung nur im Miteinander gelingt, ist jede*r dazu eingeladen, Teil der Bewegung zu werden – sei es durch das Verschenken der kuscheligen Schals, eigene Events oder direkte Spenden. 50 % aller Gewinne fließen im Dreimonats-Rhythmus an wechselnde Projekte aus der queer-feministischen Community. In einer Zeit, in der Zusammenhalt neu aushandelt wird, ist “wahre Schönheit kommt von *innen” die perfekte Mischung aus Style, Statement und Solidarität: kleine Alltagsheld*innen für alle, die mehr wollen als reine Ästhetik.
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wahre Schönheit kommt von *innen | ab 14,99 € | von-innen.org | FOTO: wahre schönheit kommt von *innen
TIO TIO HUB
Ein neuer Sommer, eine neue Trendsportart: Padel Tennis. Um einmal dem verzweifelten Googeln nach den Regeln vorzugreifen, hier eine Kurzfassung: Padel Tennis ist eine Mischung zwischen Tennis und Squash. Gespielt wird auf einem Tennisfeld mit Wänden, wie beim Squash. Das Ergebnis ist ein schnelles Spiel, das auch dank der Schläger leicht zu spielen und deswegen perfekt für Anfänger*innen geeignet ist. Und das Beste: Padel Tennis lässt sich hervorragend unter freiem Himmel spielen – besonders im TIO TIO Hub in Berlin Friedrichshain, Deutschlands erstem Rooftop Padel Venue. Mit seinen fünf Panorama-Feldern bietet der TIO TIO Hub einen unvergleichlichen Ausblick über die Stadt und macht aus jedem Match ein besonderes Erlebnis. Hier wird nicht nur Padel gespielt, sondern auch echte Community gelebt. Regelmäßige Veranstaltungen und Turniere fördern den Austausch und verbinden Sport mit sozialer Begegnung. Doch der TIO TIO Hub hat noch mehr zu bieten: Im zugehörigen Lifestyle-Brand finden frisch gebackene und alteingesessene Padel-Fans alles, was das Herz begehrt – von Schlägern und Bällen bis hin zu stylischen Accessoires wie Socken, T-Shirts und Handtüchern. Gründer Nikolas und Felix haben hier ein einzigartiges Konzept geschaffen, bei dem nach dem Spiel die hauseigene Bar mit leckeren Getränken und atemberaubendem Ausblick zum entspannten Verweilen einlädt.
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Tio Tio Hub | Victoria Center, Marktstr. 6, 10317 Berlin | Mo-Fr 10-22 Uhr, Sa&So 8-22 Uhr | ab 20€/Std. | tiotio.club | FOTO: Instagram @tiotio.social
Demokratie ist kein Geschenk
In Zeiten von gesellschaftlichen Spaltungen, Populismus und dem globalen Erstarken antidemokratischer Kräfte, ist es manchmal gar nicht so leicht tagtäglich für Demokratie und eine gerechte Gesellschaft einzustehen. Vor allem dann nicht, wenn auf jeden Schritt nach vorne scheinbar zahlreiche Schritte nach hinten folgen. Auf der Suche nach Inspiration und Handlungsmut lohnt manchmal ein Blick zurück auf die Anfänge unserer Demokratie: Das Web-Archiv früher deutscher Demokratinnen und Demokraten des Vereins Demokratisches Deutschland erzählt die Geschichten der außergewöhnlichen Frauen und Männer, die rund um die Revolution von 1848 für Freiheit und Demokratie gekämpft und dabei alles geopfert haben: ihre Heimat, ihre Freiheit, ihr Leben. Geschichten, die größtenteils vergessen sind und dabei in Zeiten von Rechtsruck und steigender Demokratiefeindlichkeit relevanter nicht sein können – wie Mit-Initiator Jörg Bong sagt: „Demokratie ist kein Geschenk, sondern das Ergebnis von jahrhundertelangem Kampf […]“. Das Web-Archiv ist dabei viel mehr als „nur“ eine Sammlung an faszinierenden persönlichen Geschichten, es geht vielmehr um die Rettung unserer Demokratie. Es ist ein lebendiges Gedächtnis, das erinnert, motiviert und inspiriert – ein Knotenpunkt, an dem nicht nur Vergangenheit und Gegenwart zusammenfinden, sondern an dem auch die Weichen für unser aller Zukunft gestellt werden können.
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Demokratisches Deutschland | demokratisches-deutschland.de | FOTO: Instagram @demokratisches_deutschland
Leichtes Herz und schwere Beine
Als selbsterklärter Wandermuffel 713 Kilometer quer durch Nordspanien zu wandern – und das gemeinsam mit der 73-jährigen Mutter? Das klingt erstmal nach einer Schnapsidee. Autor Tobias Schlegl hat es trotzdem gewagt, um einen lang gehegten Wunsch seiner Mutter zu erfüllen. Auf dem Jakobsweg, der sie von Pamplona bis Fisterra führt, begegnen die beiden nicht nur anspruchsvollem Gelände, sondern auch unruhigen Nächten in hellhörigen Schlafsälen und beschwerlichen Etappen. Doch durch die gemeinsam zurückgelegten Kilometer lernt er seine Mutter von einer ganz neuen Seite kennen. In „Leichtes Herz und schwere Beine“ berichtet Tobias Schlegl einfühlsam von seinem Weg über den Camino – von tiefgründigen Gesprächen, echtem Zuhören, dem Neuentdecken von Vertrautem und dem bewussten Innehalten, vom Gewinnen neuer Lebensfreude und dem Loslassen alter Trauer. Nach 34 herausfordernden Tagen und zahllosen UNO-Runden bleibt eines unstrittig: Es lohnt sich, als Erwachsener mit seinen Eltern neue Abenteuer zu wagen – denn gerade diese gemeinsamen Erlebnisse können zu den unvergesslichsten Momenten im Leben werden. Unter allen, die das Wanderfieber gepackt hat, verlosen wir auf unserem Instagram-Account drei Exemplare des Buches. Folgt uns dazu und kommentiert das aktuelle Gewinnspiel-Posting einfach mit „Jakobsweg“.
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Leichtes Herz und schwere Beine | 18 € | piper.de | Foto: Piper Verlag
»Nietze«
Zimt und Zucker, Flut und Ebbe, Nietze und Kamera – manche Dinge gehören einfach zusammen. Genauso ist es bei unserer heutigen Interviewpartnerin: Nietze ist selten ohne Kamera unterwegs, da trifft es sich gut, dass sie Fotografin ist. Mit ihrer Arbeit setzt sie sich leidenschaftlich für gesellschaftliche Themen ein. Im Moment im Rahmen des Kunstprojektes „Hidden Heroes“, das die Lebensrealitäten von FLINTA*-Personen beleuchtet, die mit Endometriose und/oder Adenomyose leben, und Bewusstsein schafft für Leben mit chronischen Erkrankungen. Ist Nietze gerade nicht damit beschäftigt zu fotografieren – was selten vorkommt – ist sie wahrscheinlich mit ihrem Fahrrad unterwegs auf der Suche nach neuen Geschichten oder richtig guten Wortspielen.
Name: »Nietze«
Alter: 36 – alt genug, um zu wissen, was zählt, jung genug, um weiterhin das Leben zu rocken.
Wohnort: Leipzig
Beruf: Fotografische Aufklärungsbeauftragte ;)
Schuhgröße: 37-39, je nach Hersteller*in – eine Wissenschaft für sich!
Lieblingsfarbe: Bunt
Kontakt: dnietze.com
Beschreibe dein neuestes Fotografieprojekt »Hidden Heroes« in einem Satz: »Hidden Heroes« ist ein Kunstprojekt, das FLINTA*-Personen mit Endometriose und Adenomyose sowie Expert*innen aus der Medizin eine Stimme gibt, Aufklärung schafft, Fragen stellt, Empowerment fördert und Unsichtbares sichtbar macht – und das seit 2,5 Jahren.
Welcher Ort bringt deinen Kopf sofort zum Sprudeln? Überall, wo echte Gespräche entstehen – sei es mitten in der Natur, in einer belebten Stadt oder bei zufälligen Begegnungen mit inspirierenden Menschen.
Wer kennt dich wirklich? Meine Spotify-Playlist. Sie weiß, wann ich euphorisch bin oder mich in einer melancholischen Lebensphase befinde.
Was war dein letzter Fehlkauf? Fair-Trade-Schuhe mit angeblicher Autoreifen-Sohle – nach vier Wochen durchgelatscht. Umweltfreundlich, aber in dem Fall nicht Nietze-tauglich.
Was ist das Beste an deinem Beruf? Ich darf neugierig sein, auch kritisch, darf Fragen stellen, zuhören und andere Perspektiven einnehmen – und das alles mit einer Kamera in der Hand.
Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust? Zwei Augen, eine Nase, einen manchmal vorlauten Mund – und natürlich die Geschichten, die das Leben hinterlassen hat.
Bei welchem kulturellen Ereignis wärst du gerne dabei gewesen? »Dismaland« – ein gesellschaftskritisches Kunstprojekt von Banksy! Ein Familienfreizeitpark für Erwachsene mit Inhalt und weniger kapitalistischem Klimbim.
Wie wäre ein Mensch, der das Gegenteil von dir ist? Haus, Kinder, SUV und das Genderrollen-Bingo einmal durchgespielt.
Welche Rolle übernimmst du in brenzligen Situationen? Ich hole den Feuerlöscher – oder halte die Kamera, je nachdem.
Wie hast du deinen letzten Geburtstag gefeiert? Mit meiner Kamera auf einer Low-Budget-Reise in Bristol – ich wollte den Vibe der Stadt fühlen, in der Bands wie Massive Attack und Portishead entstanden sind.
Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Spread Love like Confetti :) Das Bildungssystem reformieren und Menschen wirklich wichtige Werte beibringen, anstatt kapitalistische Wirtschaftsheinis zu züchten. Mehr Weiblichkeit in Strukturen etablieren und ein System auf Augenhöhe schaffen. Social Media abschaffen, denn wie soll es funktionieren, wenn wir die reale Interaktion nicht hinbekommen? Die Liste könnte ich unendlich fortführen.
Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Mediterrane Dinkelspaghetti mit Krabben und Unmengen an Knoblauch.
Was sollte niemand von dir wissen? Ich spreche mit meinen Pflanzen.
Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Welches Lied beschreibt dein Leben gerade am besten?“
Das letzte Wort: Eierschalensollbruchstellenverursacher.
FOTO: Ben de Biel
The Duke of Blacktea
Auch wenn die Zeiten vorbei sind in denen Alkohol zum guten Ton gehörte und keine Party ohne ein Glas Sekt auskam, ist es überraschend schwer eine passende alkoholfreie Alternative zu finden. Klebrig-süßer Kindersekt oder Limo aus der Flasche vermitteln einfach nicht das Gefühl von perligem Cremant aus einem edlen Glas. Dabei zählt doch das Ritual des Genießens und Anstoßens weit mehr als der Alkoholgehalt. Deshalb präsentieren wir euch unseren neuen Liebling unter den alkoholfreien Sekt-Varianten: Infinitea. Das rheinhessische Weingut St. Antony widmet sich mit einer Reihe tee-basierter alkoholfreier Weine und Sekte dem Genuss ohne Alkohol. Alle Varianten basieren auf Tee und sind daher nicht übermäßig süß, sondern angenehm herb und erfrischend. Unser Favorit ist der Duke of Blacktea: Aromen von schwarzem Tee und feine Kohlensäure ergänzen schonend entalkoholisierten Chardonnay wunderbar und sorgen für ein erfrischendes Geschmackserlebnis – perfekt für besondere Anlässe oder beim sommerlichen Picknick!
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Infinitea – The Duke of Blacktea | 9,99 € | hawesko.de | FOTO: hawesko.de
reiter – Vasen aus dem 3D-Druck
Der Frühling steht vor der Tür – zumindest laut Kalender – und mit ihm kommt die Lust auf frischen Wind in den eigenen vier Wänden. Statt uns in den Frühjahrsputz einzumischen haben wir eine viel schönere Idee für neuen Schwung zu sorgen: die 3D-gedruckten Vasen von reiter! Nach den grauen Wintermonaten bringen sie mit ihren leuchtenden Farben und der eleganten, geriffelten Form frische Akzente ins Zuhause. Sie sind auffällig, aber dennoch schlicht genug um sich harmonisch in jedes Interieur einzufügen. Ein weiteres Plus: Die Vasen bestehen aus PLA, einem nachhaltigen Material aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maisstärke, das biologisch abbaubar ist – also nicht nur schön, sondern auch umweltfreundlich. Kleiner Tipp: Diese Vasen machen sich nicht nur als Farbtupfer auf der Ostertafel gut, sondern sind auch ein tolles Geschenk!
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reiter | ab 28 € | reiterdesign.art | FOTO: reiter





















