Alu Kitzerow

Alu Kitzerow ist eine Frau der Tat und hat ihren Vorstellungstext einfach mal selber geschrieben. Lieben wir! Genau wie das Interview mit ihr. Los geht’s! „Sie ist Zukunftsforscherin, hat das Elternblogger-Netzwerk Blogfamilia, sowie zukunftsforscherin.de mitgegründet und bekam mit 40 Jahren die Diagnose Krebs. Seitdem schreibt sie wütend und ehrlich über eine Krankheit, die jeden treffen kann. Dafür wurden sie und ihr Mann 2023 mit dem Goldenen Blogger „Tagebuch“ ausgezeichnet. Im Frühjahr erscheint ihr neues Buch „Meine Familie, der Krebs und ich“ im Gräfe und Unzer Verlag.“

Name: Alu Kitzerow
Alter: 43
Wohnort: Berlin-Pankow
Beruf: Zukunftsforscherin (Referentin in einer diakonischen Stiftung)
Schuhgröße: 40
Lieblingstageszeit: 21 Uhr
Kontakt: @grossekoepfe, alu@grossekoepfe.de

Erzähle uns von deinem neuen Buch in einem Satz: Das Buch „Meine Familie, der Krebs und ich“ ist nicht nur ein Ratgeber, es ist ein Begleiter für Betroffene und Angehörige durch Diagnose, bürokratisches Chaos und den Spagat nicht allein zu leben.

Wer gab dir den besten beruflichen Rat und welcher war es? Meine Ausbilderin in meinem Lehrberuf „Buchhändlerin“ sagte einmal zu mir: Angst ist niemals ein guter Berater – SPOILER: das stimmt!

Was war dein allererster Job? Redakteurin bei einem Magazin, das kostenlos bei Burger King verteilt wurde.

Wann hast du dir das letzte Mal gewünscht, dass der Tag nie aufhört? Bei unserer Sommerfeier im Juli 2025, wo wir mit allen lieben Menschen gefeiert haben, dass die Akuttherapie vorbei ist und wir alle noch da sind.

Drei Bücher, die jede:r gelesen haben sollte: 
– Sarah Kuttner: „Mama&Sam“
– Irmgard Keun: „Das Kunstseidene Mädchen“
– Annett Gröschner: „Schwebende Lasten“

Wie würde dein perfektes Zimmer zum Leben aussehen? Eine Bibliothek in der ein großes Bett steht. Eine Fensterfront mit Blick auf freie Landschaft. Ein Boden der knarzt, wenn man darüber läuft.

Berlin ist… der Ort an dem ich zu Hause bin.

Was war deine letzte Frage an ChatGPT? Wie sollte das Verhältnis einer Gewichtsdecke zum Körper sein?

Deine größte Schwäche? Ich bin sehr ungeduldig.

Zu welcher Musik tanzt du am liebsten? Oliver Koletzki und Whitney Houston

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest? Die Bedingungen für pflegende Angehörige.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Gemüse-Quiche mit Salat.

Was sollte niemand von dir wissen? Wie viele Tattoos ich wirklich habe.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie schaffst du das alles? (Antwort: Ich schaffe nicht alles, aber das hab ich mir auch nie vorgenommen.)

Das letzte Wort: Geh zur Früherkennung und sag niemals zu jemanden nach einer Krebsdiagnose „Die Tante des Bruders meiner Schwägerin ist AUCH an Krebs gestorben.“

FOTO: Konstantin Manthey

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 13. Januar 2026 | Tags: , , , Keine Kommentare

Lisa Hofmann & José Kossiotho Amale Fleck

Lisa und José haben während der Pandemie neue Pfade betreten und ‘DOPE wines’ gegründet. Früher zuhause in der Eventwelt, führen sie heute das traditionsreiche Familienweingut in Albig mit frischem Blick, viel Handarbeit und einem klaren Fokus auf biologische Naturweine. Ihr Ansatz: Die Weinwelt vielfältiger machen – geschmacklich, gedanklich und menschlich. Das Weingut versteht sich als offener Ort der Begegnung, an dem gelebte Weinkultur, Gemeinschaft und Neugier zusammenkommen. Ökologische und soziale Diversität prägen dabei den Anspruch und die tägliche Arbeit. Wenn man beide fragt, was bei ihnen gerade ansteht (Zitat Lisa: „A lot – wie immer.“), freuen wir uns umso mehr, dass sie noch unser kleines, feines Interview unterbringen konnten. Hallo Lisa und José! Los geht’s!

Name: Lisa (eigentlich Elisabeth, aber niemand nennt mich so) Hofmann / José Kossiotho Amale Fleck
Alter: Fast 40 / 42
Wohnort: Albig – ein kleines Weindorf ca. 40 Minuten von Frankfurt entfernt / Albig
Beruf: Eventmanagerin turned Winemaking Sommelière / Winzer
Schuhgröße: 40 / 43
Lieblingsfarben: Blau und Pink / Schwarz und Rot (und Weiß wie die Eintracht)
Kontakt: dopenaturundwein.de / @dope.kulturundwein

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest?
Lisa: Auf die Stimmung! Ich mag Menschen und komme schnell ins Gespräch. Wer Lust hat, kann mit mir in fünf Minuten über alles reden.
José: Auf den Namen meines Gegenübers – damit ich ihn nicht sofort wieder vergesse.

Wer gab dir den besten beruflichen Rat – und welcher war es?
Lisa: Ich weiß leider nicht mehr, wer es zu mir sagte, aber es ist Gold: „You are not Pizza. Not everybody can like you.“
José: „Zeit hilft. Aggressives Zuwarten auch.“ – Von meinem Oenologen und Mentor Fabian Kaminsky – mein Keller-, Lehr- und Winzermeister. Ein großartiger Mensch. Rest in Power, Meister.

Was ist dein verstecktes Talent?
Lisa: Ich kann ziemlich schnell ziemlich viele vierblättrige Kleeblätter finden. Sehr praktisch – wenn ich ein spontanes Geschenk brauche, reicht ne grüne Wiese mit Klee.
José: Kochen. Ich wollte als Kind eigentlich Koch werden, aber wegen meiner Allergien hat man mir davon abgeraten. Heute kann ich mich im Weinberg und im Weingut austoben – und unsere Gäste trotzdem bekochen. Das Leben schreibt manchmal die besseren Wendungen.

Wie warst du als Kind?
Lisa: Immer draußen, verträumt und sehr gerechtigkeitsliebend.
José: Immer der Schnellste.

Lisa, beschreibe José in einem Satz: Baby, you’re a firework!
José, beschreibe Lisa in einem Satz: Unermüdlich, temperamentvoll, einfühlsam und taff – wie Espresso in Menschengestalt: für manche zu stark, heiß und für mich immer genau richtig.

Wenn die Welt in einem Jahr untergeht, was würdest du von nun an machen?
Lisa: Mit meinen liebsten Menschen eine gute Zeit haben. Gut essen, guten Wein trinken, feiern, tanzen, draußen sein – und vielleicht noch ein letztes Mal richtig guten Wein machen.
José: Meine Besten einladen, einen letzten großartigen Jahrgang Wein produzieren und ihn bei der größten Weltuntergangs-Party mit allen Gästen leersaufen. „Das letzte Leer-Saufen.“

Das glaubt niemand von dir:
Lisa: Man traut mir wohl eher alles zu. (Ich bin vielseitig, offen und spontan…)
José: Dass ich als Kind eine große, dicke Brille hatte… und heute einfach ohne lebe.

Wenn du mit einem Klick eine Message auf jedes Plakat der Welt setzen könntest, was würde darauf stehen?
Lisa: Care for yourself, for each other, and for the earth. That’s how peace is made.
José: Yesterday is history. Tomorrow is mystery. Today is a gift.

Deine größte Schwäche?
Lisa: Ungeduld.
José: Nicht auf Textnachrichten reagieren. Ruft doch einfach an!

Bei welchem kulturellen Ereignis wärst du gerne dabei gewesen?
Lisa: Bei der Opening Night von Studio 54 – das war mehr als eine Party, das war ein kultureller Urknall. Und wenn ich mir etwas wünschen dürfte: zusammen mit Tupac Shakur.
José: Als die Menschen das Feuer entdeckten.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Lisa: Power to the People. Ich würde die Zeit zurückdrehen – vor Neoliberalismus, Turbo-Kapitalismus und Kolonialismus –, damit wir ein Wirtschafts- und Weltsystem entwickeln können, das ohne Ausbeutung von Menschen und Natur funktioniert. Für mehr Gleichheit und Gerechtigkeit.
José: Ich würde dafür sorgen, dass alle Menschen zufrieden und glücklich sind.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Lisa: Ich koche gerne und vielseitig. Je nachdem, wann ihr vorbeikommt, gibt es das, was gerade Saison hat – in drei Gängen.
José: Tapas.

Was sollte niemand von dir wissen?
Lisa: Dinge, die ich hier nicht teilen werde.
José: Das soll niemand von mir wissen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Lisa: Was muss sich im Weinbusiness ändern, damit es cool und zukunftsfähig wird?
José: Wie war das Weinjahr 2025?

Das letzte Wort:
Lisa: Der Wein muss bunter werden. Jünger, offener, diverser. Weniger Staub, weniger Tradition-um-der-Tradition-willen. Weniger Masse, mehr Haltung. Die Leute müssen checken, dass man keinen Wein bei Aldi kauft – weil direkt vom Hof heißt: Kultur, Erlebnis, Qualität und faire Arbeitsbedingungen. Darüber redet kaum jemand. Genauso wenig wie darüber, dass fast alle Winemaker in Deutschland weiß sind (außer José und Oskar von Oskar Tagwein). Und über den Glasmüll redet auch keiner. Bio, Biodiversität, faire Löhne, Kreisläufe statt Müll – das ist die Zukunft. Wein braucht offene Türen: Kultur, Musik, Partys, Begegnung und neue Perspektiven, Ideen und Menschen – DANKE, dass ihr uns gefragt habt!
José: Ich wünsche mir, dass Menschen und Gesellschaft wieder mehr im echten Leben zusammenkommen und sich weniger von Social Media und KI ablenken lassen. Vielleicht auch bei einem Glas Wein auf unserem Hof – da kann man das besonders gut.

FOTO: Annegret Hirschmann Fotografie

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 09. Dezember 2025 | Tags: , , , Keine Kommentare

Tim Florian Horn

Wenn uns der potentielle Interviewpartner auf unsere Anfrage antwortet, dass er gerne mitmacht und unter seiner Email „aus dem Orbit gesendet“ steht, dann kann es ja nur gut werden! Sagt also hallo zu Tim Florian Horn: Vorstand Stiftung Planetarium Berlin, Direktor der Archenhold-Sternwarte und des Zeiss-Großplanetariums, der uns zum Einsteig Folgendes erzählt hat: „Ich habe die tiefe Überzeugung, dass Planetarien besondere Orte sind, die zwischen Astronomie, gar allen Wissenschaften und der allgemeinen Bevölkerung vermitteln können. Ich habe gemerkt, dass es zu wenige Menschen gibt, die astronomische Inhalte richtig gut übersetzen können und die als Übersetzer:innen zwischen Wissenschaft und Bevölkerung arbeiten können. Es motiviert mich jeden Tag, dafür neue Wege zu finden und spannende Wissenschaft darzustellen.“ Den wollen wir genauer kennenlernen!

Name: Tim Florian Horn
Alter: 43
Wohnort: Berlin
Beruf: Vorstand Stiftung Planetarium Berlin, Direktor der Archenhold-Sternwarte und des Zeiss-Großplanetariums
Schuhgröße: 42
Lieblingstageszeit: Nachts, wenn man im Himmel Sterne, Planeten und vielleicht auch mal Sternschnuppen entdecken kann. Es ist ein tief archaisches und emotionales Bedürfnis, gemeinsam unterm Sternenhimmel zu sitzen.
Kontakt: Instagram

Beschreibe deinen Job in einem Satz: Mein Job ist für mich nicht Beruf, sondern Berufung: ich darf Menschen die Tür zum Kosmos öffnen und meine Begeisterung für die Wissenschaft weitergeben.

Was war dein allererster Job? Mit 14 Jahren habe ich meinen ersten eigenen Vortrag in einem Planetarium gehalten und seitdem haben mich die Sterne nicht mehr losgelassen.

Wie sieht es bei dir zu Hause aus? Dank meiner Kinder kosmisch kreativ.

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Ob die Person ein echtes Gespräch führen und mir auf Augenhöhe begegnen möchte.

Wann hast du zuletzt von Herzen gelacht? Zusammen mit meinen Kindern über Blödeleien des Alltags.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt: Ja!

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? Die Liste ist lang.

Das glaubt niemand von dir: Dass ich – glaube ich – ganz gut backen kann.

Wenn es eine persönliche Flagge für dich gäbe, wie würde sie aussehen? Blau wie der Neptun, der in Berlin entdeckt wurde, ein stilisierter Sternprojektor und das Emblem der United Federation of Planets, aber mit dem Logo der Stiftung Planetarium Berlin.

Du hast Besuch von Freund:innen, die zum ersten und letzten Mal in der Stadt sind. Was macht ihr? Sonnenuntergang auf dem Tempelhofer Feld, Döner und Sterne gucken auf der Archenhold-Sternwarte mit einem guten Glas Wein in der Hand.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Den Wert der Wissenschaft und Forschung neu in der Gesellschaft verankern, so dass wir faktenbasiert gute Entscheidungen zum Wohle aller treffen. Und das können wir nur mit einer kosmischen Perspektive auf irdische Herausforderungen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Eine vom heimischen Testpublikum für sehr gut befundene Lasagne.

Was sollte niemand von dir wissen? Meinen täglichen Kaffeekonsum.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Welcher mein Lieblingsplanet ist.

Das letzte Wort: Wir Menschen durchschreiten alle gemeinsam das Universum samt Milliarden faszinierender Galaxien. Dennoch sollten wir uns stets darauf zurückbesinnen, dass unsere wunderschöne blaue Erde immer noch der einzige bewohnbare Planet ist, den wir kennen. Wir sitzen aber nicht klein mit Hut auf irgendeinem Krümel im Kosmos, sondern sind Statthalter des Universums und verantwortlich dafür, seine Schönheit und Einzigartigkeit durch Wissenschaft, Kunst und Kultur zu bewahren.

FOTO: Bernd Jaworek

Aline & Ina Eberz

Von SaLagne bis SinoDaurier – als Tiny Typo verwandeln Aline und Ina Eberz Kinderworte in tragbare Kunst. Aline ist der kreative Kopf des Duos – schon als Jugendliche hat sie einen eigenen Keramikzirkel geleitet – während Ina sich beruflich mit KI beschäftigt. Trubel ist bei den beiden vorprogrammiert: Zwischen Ninja-Kinder-Geburtstagspartys, Messevorbereitungen und Alltagschaos bleibt trotzdem immer Zeit für selbstgebackene Pizza. Laut Ina sind Alines Pizzen die besten außerhalb Italiens – da müssen selbst Inas Schwächen für Kinderschokolade und billige Kiosk-Süßigkeiten zurückstecken.

Name: Aline & Ina Eberz
Alter: 40 / 39
Wohnort: Hamburg
Beruf: Co-Founder von Tiny Typo, Account Managerin / Co-Founder von Tiny Typo, IT-Managerin
Schuhgröße: Wie unser Alter – wie lustig, ist uns noch nie aufgefallen: Also 40 und 39.
Lieblingsfarbe: petrol / bunt
Kontakt: info@tiny-typo.de

Beschreibe deinen Job in einem Satz:
Aline: Ich mache aus Kinderworten tragbare Kunst – mit Rakel, Sieb, Farbe und ganz viel Liebe im Gepäck.
Ina: Ich jongliere zwischen KI, Kinderworten, Website und Social Media – und irgendwie wird’s am Ende trotzdem schön bunt.
Wir beide: Vom Kinderworte zum Lieblingsstück: Wir gestalten die Designs unserer Shirts und Pullover auf Basis echter Kinderwort-Kreationen – wie „SaLagne“ für Lasagne oder „SinoDaurier“ für Dinosaurier. So wird jedes Stück einzigartig. Tiny Typo ist unsere Herzensmarke – und wächst mit jeder neuen Idee ein Stück weiter.

Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spaß?
Ina: Abends mit verrückten Ideen einzuschlafen und morgens mit noch verrückteren aufzuwachen…
Aline: …und sie dann einfach umsetzen zu können, weil es unser eigenes Herzensprojekt ist.

Womit kann man dich beeindrucken?
Aline: Menschen, die mit ihren Händen und ihrer Kreativität etwas erschaffen. Und Menschen, die einen Pizzateig hochwerfen können.
Ina: Ich bin leicht zu beeindrucken – man muss nur mit offenen Augen durch die Welt gehen. (Schon mal das gescheitelte Bauchfell eines Faultiers gesehen?)

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du dir gern einmal die Nacht um die Ohren schlagen?
Aline: Oprah Winfrey, weil sie wahrscheinlich die einzige Person ist, die einem eine Lebenslektion, ein Buch und ein Auto in einem Gespräch schenken könnte. („You get a car!“)
Ina: Geht auch Mittagessen? Ich muss nachts schlafen. Dann Elon Musk – dem müsste man mal ins Gewissen reden!

Deine größte Schwäche?
Aline: Meine Frau und mein Kind.
Ina: Ich neige zu Kurzschlussreaktionen, wenn mich was nervt.

In welcher Beziehung bist du eine Spießerin?
Aline: Witzigerweise auch das Klopapier, aber bei mir muss es nach vorn hängen. Und ich hänge es bei anderen auch um.
Ina: Klopapier. Muss vierlagig sein.

Woran merkst du, dass du erwachsen geworden bist?
Aline: Dass ich Kuchenreste lieber einfriere als wegwerfe. Und ja, wenn’s drauf ankommt, stehen wir unsere Frau.
Ina: Ich bin nicht erwachsen – nur volljährig. Es sei denn, es geht um meine Familie, dann werde ich zur Löwenmama.

Wenn du nicht mehr schlafen müsstest, was würdest du mit der zusätzlichen Zeit anfangen?
Aline: Kochen, Backen, Siebdrucken.
Ina: Trotzdem Schlafen. Ich liebe schlafen einfach sehr. Wenn ich es gar nicht bräuchte, würde ich an Tiny Typo arbeiten.

Aline, beschreibe Ina in drei Worten: Wundertüte. Kreativ-Chaos. Authentisch.
Ina, beschreibe Aline in drei Worten: Liebe. Meines. Lebens.

Welches Buch, welchen Film und welche Platte sollte jeder gelesen, gesehen und gehört haben?
Aline: Buch: Die Bücherdiebin (Markus Zusak). Film: Grüne Tomaten. Song: Ode an den Bass von Paul Wetz.
Ina: Buch: Momo (Michael Ende) und Die Stadt in der Wüste (Antoine de Saint-Exupéry). Film: Queen of the South. Musik: die alten Whitney-Houston-Songs.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Aline: Ich wünsche mir, dass Menschen einander wieder wirklich zuhören – ohne sofort zu urteilen. Das allein würde schon viel verändern.
Ina: Ich würde mir wünschen, dass Erwachsene sich ihre kindliche Fantasie bewahren – dieses Gefühl, dass alles möglich ist. Ich finde, die Welt braucht einfach mehr Glitzer – im besten Sinne. Deshalb haben wir gerade unsere „Glitzer im Stadtbild“-Edition entworfen. Eine kleine, liebevolle Antwort auf eine große, unschöne Diskussion. Ich finde, das Stadtbild muss bunt bleiben.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Aline: Selbstgemachte Pizza und Culurgiones (sardische Pasta).
Ina: Ich sorge für den Wein.

Was sollte niemand von dir wissen?
Aline: Dass ich meine Mails sortierter halte als meine Sockenschublade. Und ich hänge die Socken paarweise auf.
Ina: Dass ich heimlich immer noch Kinderschokolade im Kühlschrank verstecke – geteilte Schokolade ist halbe Schokolade.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
„Wie viele Farbflecken habt ihr gerade an den Händen?“ – das sagt bei uns meistens mehr als jede Statistik.

Das letzte Wort:
Hat bei uns immer Aline. (Und meistens auch das letzte Stück Pizza.)

FOTO: Ina Eberz

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 11. November 2025 | Tags: , , , Keine Kommentare

Andje Stamer

Alt eingesessene Leser:innen wissen es: Wir stellen unseren Interviewpartner:innen immer ein paar Eingangsfragen, die wir eigentlich so nicht veröffentlichen, über die wir aber immer eine Menge erfahren. Aber manchmal sind die Antworten so auf den Punkt, dass wir sie – frech wie wir sind – einfach übernehmen. Heute ist mal wieder so ein Moment. Los geht’s: Wer bist du? „Ich mag die Frage. Wir haben so viele Identitäten, die wir manchmal ganz vergessen, die aber unser Leben, unsere Erfahrung und unsere Haltung prägen. Ich bin Andje. Frau. Mutter. Hamburgerin aus dem Wendland kommend. Privilegierte Frau in Deutschland lebend. Mitgestalterin der Hamburger Klimaschutzstiftung, in der ich Räume für Bildung und gemeinsames Handeln für eine nachhaltige Zukunft öffne.“ Macht Neugier auf mehr? Dann schnell weiterlesen. Danke, Andje!

Name: Andje Stamer
Alter: 47
Wohnort: Hamburg
Beruf: Geschäftsführerin der Hamburger Klimaschutzstiftung – gemeinsam mit einem starken Team.
Schuhgröße: 37
Lieblingstageszeit: Habe ich nicht.
Kontakt: LinkedIn

Beschreibe deinen Job in einem Satz: Ich bin Brückenbauerin, Raumgeberin, Allianzenschmiedin und Mitgestalterin für eine Welt, die nur besser geht mit einer Bildung, die anders ist, nur mit echter Haltung und nur gemeinsam.

Mit welchen drei Worten würden dich deine Freund*innen beschreiben? Emotionsbombe. Reflektiert. Fröhlich.

Hamburg ist… am liebsten der beste Ort der Welt. Eben das, was man draus macht.

Wessen BRAVO-Poster hattest du an der Wand? Autsch. Fragt doch sowas nicht. Im Haus meiner Eltern herrschte strengstes BRAVO Verbot.

Was kann jeder heute tun, damit wir alle eine glücklichere Zukunft erleben? Dinge zu Ende denken. Konsequent sein. Zuhören, offen und freundlich sein. Und Bildung nutzen, um andere zu befähigen, selbst aktiv zu werden.

Welchen Wochentag magst du am liebsten und warum? Den, an dem ich am meisten lache.

Was ist dein verstecktes Talent? Ich kann meine Hand 360 Grad verdrehen. Nee, stimmt nicht: ich kann beide Hände um 360 Grad drehen.

Was ist gerade das Hintergrundbild auf deinem Telefon? Family pic: Kleine Menschen (meine) in kleiner Gasse (Italiens).

Was würdest du tun, wenn du pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung hättest? Sie genießen. Immer wieder neu, immer wieder anders.

Welches war das schönste Kompliment, das dir jemand einmal gemacht hat? Man sagte mir, ich schaffe es, dass Menschen sich gesehen und verstanden fühlen – als würden sie ein Stück von sich selbst wiederfinden. Das ist wunderschön, oder?

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Dass wir alle Verhalten mehr bewerten als das, was wir sagen. Danach würden so viele gute Dinge passieren.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Spaghetti mit samtig-goldenem Olivenöl, Cherry Tomaten und frisch geraspeltem Parmesan

Was sollte niemand von dir wissen? Ich bin eine echt miese Köchin.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Warum beginnt Zukunft mit Bildung?“ – Dann hätte ich antworten können: Na, weil wir sonst wie Welpen durchs Leben stolpern – oder schlimmer noch womöglich Lemminge-like eine unglückliche Richtung ansteuern. Bei der Hamburger Klimaschutzstiftung schaffen wir Räume, in denen Menschen lernen, gestalten und gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft aktiv werden können – und das ist nicht nur wahnsinnig sinngebend sondern macht dazu noch richtig Spaß.“

Das letzte Wort: Thank u for having me.

FOTO: Erik Brandt-Höge

Fanny Harms

Die Welt ist für Fanny Harms ein Spielfeld voller Möglichkeiten. Klare Strukturen und über den Rand hinaus malen? Für sie kein Widerspruch: Als Architektin sind präzise Linien ihr tägliches Handwerkszeug, als Künstlerin hingegen folgt sie nach Feierabend lieber der freien Assoziation – immer mit dem Anspruch, den Dingen mit mehr Leichtigkeit und Liebe zu begegnen. Derzeit arbeitet sie gemeinsam mit anderen Künstler:innen des neu gegründeten Berlin Art Collective an ihrer ersten Ausstellung, die sich den verschiedenen Dimensionen von Ultramarin widmet. Und unser neues MMW APARTMENT schmücken glücklicherweise ihre Kunstwerke auch. Hallo Fanny!

Name: Fanny Harms
Alter: 45
Wohnort: Berlin
Beruf: Architektin, Künstlerin, ganzheitlicher Coach
Schuhgröße: 39
Lieblingsfilmzitat: In meinem Lieblingsfilm ‘Alles eine Frage der Zeit’ sagt Tim: „Wir alle reisen zusammen durch die Zeit, jeden Tag unseres Lebens. Alles, was wir tun können, ist, diese bemerkenswerte Fahrt zu genießen.“
Kontakt: instagram.com/fanny_harms_

Beschreibe dich in drei Worten: Experimentierfreudig, intuitiv, mutig

Was war dein allererster Job? Mein erster Job war ein Ferienjob in einer Bar, und ich hab’s geliebt ✨ Bei unseren Kunstevents wie dem BAAM stehe ich immer noch gern hinterm Tresen.

Für welche Sache kannst du dich so begeistern, dass du Essen und Trinken vergisst? Wenn ich an einer neuen Serie arbeite, vergesse ich nicht nur Essen und Trinken, sondern auch Raum und Zeit.

Wie warst du als Kind? Kreativ-chaotisch und ganz schön wild, mit 1000 Ideen und am liebsten mit Farbe, Sand oder Werkzeug in der Hand.

Was bringt dich zum Lachen wann immer du daran denkst? Wenn ich an Situationen denke, die völlig schiefgelaufen sind, aber heute gute Geschichten sind. Mein Papa hat immer gesagt: Nur wenn’s schiefläuft, wird’s ne gute Geschichte 😅

Bist du ein Gefühls- oder ein Kopfmensch? Eindeutig beides. Ich denke viel nach und fühle stark – manchmal gleichzeitig, manchmal im Wechsel.

Eine Begegnung, die du nie vergisst: Als meine Mama meinen Sohn zum ersten Mal sah. Dieser Moment bleibt tief in mir, wahrscheinlich gerade weil sie ein paar Monate danach verstorben ist.

Was würdest du gerne besser können? Zeit anhalten. Oder wenigstens akzeptieren, dass der Tag keine 535 Stunden hat.

Welches Problem würdest du gerne lösen? Dass wir Gegensätze sehen, wo eigentlich Verbindung steckt, zwischen Kopf und Herz, Mensch und Natur, Du und Ich.

Glaubst du an Schicksal? Ich glaube nicht unbedingt an Schicksal, aber daran, dass vieles Sinn ergibt, wenn man zurückblickt – und ich übe mich im Vertrauen darauf, dass das Universum weiß, was es tut.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde die Welt ein bisschen langsamer drehen, damit wir wieder spüren, was wirklich wichtig ist.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Wir würden zusammen etwas Airfryer-Magic machen. Seit ich das Ding habe, kommt alles rein – von Gemüse über Lachs bis Halloumi. Am liebsten, wenn alle gemeinsam etwas schnippeln.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich zu viele Tabs offen habe – im Browser und im Kopf 💫

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wann ich das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht habe. Lebenslanges Lernen gehört für mich zum Glückskonzept dazu. Bei mir als Nächstes auf dem Plan: Elektrotango tanzen.

Das letzte Wort: Mein Lebensmotto: Ready for nothing, prepared for everything.

FOTO: privat

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 14. Oktober 2025 | Tags: , Keine Kommentare

Nina Hüpen-Bestendonk

Vorhang auf für Nina: Kommunikationsdesignerin, Content-Creatorin, Flummiweltmeisterin, kreative eierlegende Wollmilchsau, wie sie selbst über sich sagt. Klingt bunt? Ganz genau! Wenn sie nicht gerade ihren neuen Atelierplatz in Neukölln bezieht (alles Gute zum Einzug an dieser Stelle!), trifft man sie beim Jamskaten auf dem Tempelhofer Feld oder beim kreativen Austoben in diversen Projekten. Das hier alles aufzulisten sprengt den Rahmen unseres kleinen Intros. Checkt daher unbedingt ihre Website (inklusive wunderschönem Onlineshop!). Aber vorher noch das Interview zu Ende lesen. Lohnt sich! Hömma!

Name: Nina Hüpen-Bestendonk
Alter: 41
Wohnort: Berlin Neukölln
Beruf: Content Creative
Schuhgröße: 41
Lieblingsfarbe: Lilac
Kontakt: smaracuja.de / instagram.com/smaracuja

Beschreibe deinen Job in einem Satz: Kreative eierlegende Wollmilchsau.

Was war dein allererster Job? Blumentöpfe abstauben im Gartencenter.

Was macht dich richtig zufrieden? Wenn ich in die Heimat fahre und den rheinischen Dialekt höre.

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Knapp über den Wolken fliegen bei Sonnenuntergang.

Wenn es eine persönliche Flagge für dich gäbe, wie würde sie aussehen? Bunt, mit Herzen, Smileys, Blumen und Sternen.

Wer sitzt mit dir an deinem Traum-Stammtisch? Meine Girls. Und Pedro Pascal.

In welcher Beziehung bist du eine Spießerin? Ich habe die Ordnungsamt App.

Was würdest du gerne nochmal zum ersten Mal machen? In die Antarktis reisen.

Berlin ist… laut, dreckig, unfreundlich.

Würdest du lieber eine Woche lang dein Haus nicht verlassen dürfen oder eine Woche lang nicht nach Hause dürfen? Eine Woche lang das Haus nicht verlassen. Ich bin immer unterwegs und ich liebe es draußen zu sein. Ich bekomme schnell ein schlechtes Gewissen oder Angst was zu verpassen, wenn ich nicht raus gehe. Eine Woche das Haus nicht zu verlassen würde mir die Erlaubnis geben, genau das zu tun. Aber bitte auch nicht (mehr) länger als eine Woche!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Frauen die (alleinige) Macht geben.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Bolo!

Was sollte niemand von dir wissen? Hömma!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wo liegt das Glück?

Das letzte Wort: Ich kann gar nicht kochen.

FOTO: privat

Karlie Muehlbach

Karlie Muehlbach ist mehr als eine Stilberaterin. Sie versteht Kleidung nicht als bloßes Beiwerk, sondern als Spiegel der eigenen Identität. Als Stiltherapeutin und Gründerin von Deep Styling begleitet sie Menschen dabei, Schichten der Anpassung abzulegen und sich in ihrer ganzen Präsenz zu zeigen – authentisch, lebendig, echt. Ob im persönlichen Coaching, in ihrem kommenden Workbook oder ganz intensiv beim Retreat „Selbst. Stil. Sein. The Art of Being“ mit Irina Alex auf Rügen: Karlie lädt dazu ein, Stil als Ausdruck innerer Freiheit zu begreifen und begleitet ihre Kund*innen auf eine Entdeckungsreise zu sich selbst. Vorhang auf für Karlie!

Name: Karlie Muehlbach
Alter: 46
Wohnort: Ich lebe in Berlin Schöneberg. Ansonsten bin ich überall zu Hause wo ich Weite & Freiheit spüre.
Beruf: Stiltherapeutin | Identity & Style Coach | Gründerin von Deep Styling
Schuhgröße: 38
Lieblingsfilmzitat: Der Film zu meinem Lieblingszitat muss erst noch gedreht werden: „Beauty begins the moment you decide to be yourself.“ Coco Chanel
Kontakt: karliemuehlbach.de | LinkedIn

Beschreibe euer Retreat im November auf Rügen in einem Satz: Irina und ich öffnen einen Raum, in dem somatische Körperarbeit, Stil- und Persönlichkeitsentwicklung zusammenfließen – für ein Ankommen in deiner Essenz und ein Strahlen von Innen nach Außen.

Was war bis jetzt dein größter beruflicher Erfolg und warum? Dass ich den Mut hatte, meinen sicheren Managerjob in der Konzernwelt hinter mir zu lassen, um meine eigene Vision zu leben.

Was war dein allererster Job? Im Alter von 14 Jahren die Haare meiner Freundinnen zu schneiden :)

Wo verbringst du die meiste Zeit? In echten Gesprächen mit Menschen. Sie sind für mich Nährboden von Authentizität und Inspiration.

Was hättest du dir sparen können? Den Glauben, mich anpassen zu müssen, um „richtig“ zu sein.

Welche Farbe würdest du wählen, um dich selbst zu beschreiben? Und warum? Ein dynamisches Silber trifft auf ein elegantes Nachtblau. Silber steht für meine Energie und Wandelbarkeit, Nachtblau für meine Klarheit und Tiefe.

Was bewegt dich gerade wirklich? Wie wir Menschen lernen können, mehr zu fühlen als zu funktionieren – und wie sehr Kleidung uns dabei als Spiegel und Ausdruck dient.

Was würdest du gerne nochmal zum ersten Mal machen? Praktikum in San Francisco.

Was verbindest du mit deiner Heimat? Familie, Vertrauen, Natur.

Was war das beste Essen, das du je gegessen hast? Kaiserschmarrn auf der Edelrauthütte.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde dafür sorgen, dass finanzielle Bildung und gewaltfreie Kommunikation für alle zugänglich sind – von klein auf.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich würde Sushi kommen lassen, den Tisch liebevoll decken, frische Blumen dazu und Champagner kalt stellen.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich manchmal zu perfektionistisch bin, obwohl ich genau weiß, dass Echtheit viel schöner ist als Perfektion.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was ist deine Superpower?

Das letzte Wort: Don’t wear fashion, wear selfexpression!

FOTO: Elisa-Marie Schütz

Laurence Saunier & Marlena Hien

Laurence und Marlena, die Gründerinnen hinter Bears with Benefits, jonglieren nicht nur erfolgreich eine schnell wachsende Beauty-Brand, sondern auch Familie, Kinder, Hausbau, Altbausanierung – und schaffen es trotzdem, zwischendurch eine Coke Zero (Marlena) oder einen tiefen Atemzug (Laurence) einzubauen. Eigentlich wollte Laurence mal Nahost-Expertin werden, hat dann aber übers Ausprobieren und Umwege ihre Liebe fürs Gründen entdeckt – und in Marlena die perfekte Partnerin gefunden. Gemeinsam haben die beiden eine wilde, manchmal chaotische, aber vor allem unglaublich erfüllende Reise hingelegt, auf der Marlena mehr über Amazon-Algorithmen und Finanzbuchhaltung gelernt hat, als sie je wollte – und trotzdem eine Marke aufgebaut hat, die inzwischen international durchstartet.

Name: Laurence Saunier / Marlena Hien
Alter: 49 / 37 (gefühlt aber zwischen 25 und 80, je nach Schlaflage der Kinder)
Wohnort: Hamburg / München (born and raised)
Beruf: Gründerin & Unternehmerin / Unternehmerin
Schuhgröße: 39 / 42
Lieblingsfarbe: ein warmes, sonniges Gelb / Pink – was sonst?
Kontakt: linkedin.com/laurence-saunier / linkedin.com/marlenabraeu

Beschreibe Bears with Benefits in einem Satz:
Laurence: Vegane, hochwertige Nahrungsergänzung in Gummibärchenform – für Frauen, die Selfcare lieben, aber nicht das Gefühl brauchen „optimieren“ zu müssen.
Marlena: Vitamine, die wirken – und dabei so lecker sind, dass man fast vergisst, dass sie gesund sind.

Wer gab dir den besten beruflichen Rat und welcher war es?
Laurence: Meine Mutter. Sie ist Mathematikerin und hat mir früh mitgegeben: Hab keine Angst vor Unbekannten. Fang einfach an zu rechnen, der Rest ergibt sich Schritt für Schritt.
Marlena: Mein Vater: Echte Freiheit bekommst du nur in der Selbstständigkeit. Er hat mich früh dazu ermutigt, unternehmerisch zu denken und den Schritt in die Gründung zu wagen. Und stand mir während der ganzen Zeit immer mit Rat und Tat zur Seite!

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest?
Laurence: Ob da echtes Interesse ist. Ich merke schnell, ob jemand wirklich zuhört – oder nur wartet, selbst reden zu können.
Marlena: Händedruck, Blickkontakt und… Schuhe. Sorry, aber die verraten so viel über einen Menschen.

Was sollten alle über dich wissen?
Laurence: Ich bin introvertiert – aber umsetzungsstark. Ich muss nicht im Mittelpunkt stehen, sondern ziehe meine Energie daraus, Dinge ins Rollen zu bringen, die Sinn haben.
Marlena: Dass ich eigentlich nur bei drei Menschen ans Telefon gehe (mein Mann, mein Papa und Laurence). Der Rest kann mir gerne schreiben.

Laurence, beschreibe Marlena in drei Worten: Für mich ist Lena unfassbar verlässlich, wahnsinnig schnell und effizient – mit diesem besonderen Auge fürs Detail. Und sie macht all das ohne großes Aufheben um sich selbst, mit einer unglaublichen Ruhe und Ausstrahlung.
Marlena, beschreibe Laurence in drei Worten: Laurence ist weitsichtig, hartnäckig, loyal. Sie hat sich ihren Spitznamen „Terrier“ redlich verdient und bleibt dran, wenn andere längst aufgegeben haben.

Das glaubt niemand von dir:
Laurence: Niemand vermutet, dass ich in einer Hamburger Studentenkommune aufgewachsen bin, Islamwissenschaft studiert habe und eigentlich Nahost-Expertin werden wollte – bevor ich meine Leidenschaft fürs Gründen entdeckt habe.
Marlena: Dass ich fast jeden 90s-Song auswendig mitsingen kann.

Was war früher dein liebstes Schulfach?
Laurence: Geschichte. Mich hat fasziniert, wie Menschen und Gesellschaften sich entwickeln – und welche Muster sich wiederholen.
Marlena: Geschichte hätte ich 5 Stunden am Tag haben können.

Über welches Thema könntest du eine 30-minütige Präsentation halten ohne jede Vorbereitung?
Laurence: D2C-Brand-Building. Von der Idee im Wohnzimmer bis zur europaweiten Marke – mit allen Fehlern, Hacks und Aha-Momenten.
Marlena: „Warum mehr Frauen gründen sollten – und wie wir die Angst davor verlieren.“

Wo fühlst du dich zuhause?
Laurence: Da, wo meine Kinder sind. Egal welcher Ort. Aber am liebsten in Hamburg.
Marlena: Im Schützenzelt.

Was war deine letzte Frage an ChatGPT?
Laurence: Wie man eine Excel-Liste für unsere Baustellenkoordination am besten strukturiert.
Marlena: „Wie lange wackelt ein Wackelzahn?“ Bei unserem Großen ist es jetzt so weit.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Laurence: Dass Frauen überall auf der Welt die gleiche Chance haben, über ihre Gesundheit, ihren Körper und ihr Leben selbst zu bestimmen.
Marlena: Dass „Vereinbarkeit“ nicht nur ein Buzzword auf LinkedIn ist, sondern echte Realität für Eltern.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Laurence: Etwas Einfaches, aber Gutes – Pasta mit frischen Kräutern, Gemüse aus dem Ofen und einem Glas Wein.
Marlena: Penne à la Vodka (gelingsicher) und Tiramisu (weil man nie zu viel Tiramisu haben kann).

Was sollte niemand von dir wissen?
Laurence: Dass ich mehr über Pariser Apartments weiß als die gesamte Kretz-Familie zusammen – dank meines inoffiziellen Masterstudiums im endlosen Scrollen durch Pariser Immobilienanzeigen. Pariser Apartments sind mein Guilty Pleasure.
Marlena: Dass ich Trash-TV liebe und mich bei „Temptation Island“ besser auskenne als bei der Tagesschau.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Laurence: Ob ich schon mal ernsthaft über eine Karriere als Pariser Immobilienmaklerin nachgedacht habe?
Marlena: Was mich morgens wirklich motiviert – außer Kaffee und Deadlines?

Das letzte Wort:
Laurence: Gründen ist ständige Überforderung – mit Höhenflug und Rückschlag, manchmal alles am selben Tag. Aber genau das braucht es, damit etwas Tolles entsteht.
Marlena: Einfach machen – mehr als Scheitern kannst du nicht!

FOTO: Bears with Benefits

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 02. September 2025 | Tags: , , Keine Kommentare

Caroline von St. Ange

Caroline von St. Ange liebt das Lernen – doch noch mehr liebt sie es, diese Begeisterung weiterzugeben. Seit über 15 Jahren tut sie genau das: Zunächst als Schülerin in der Nachhilfe, heute als Lerncoach, Autorin und Bildungsinfluencerin. Auf ihrer eigenen Plattform bietet sie vielfältige Kurse für Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte an und wir freuen uns sehr, sie in diesem Jahr beim AckerFestival auf der Bühne sehen zu dürfen! Ihr neustes Thema: Wie lässt sich Künstliche Intelligenz sinnvoll fürs Lernen nutzen? Dabei geht es Caroline nicht nur um Spaß am Lernen, sondern vor allem um etwas Grundlegendes: mehr Chancengleichheit in der Bildung.

Name: Caroline von St. Ange
Alter: 36
Wohnort: Berlin
Beruf: Lerncoach, Autorin und Bildungsinfluencerin
Schuhgröße: 39
Lieblingstageszeit: 7-8 Uhr morgens
Kontakt: learnlearningwithcaroline.com

Beschreibe deinen Job in drei Worten: Wissen. Herz. Haltung.

Die ganze Welt hört dir zu: Was sagst du? „Leute! Jetzt reißen wir uns mal alle zusammen und kriegen das hin, okayyy?”

Was war früher dein liebstes Schulfach? Philosophie bei meinem Lieblingslehrer Herr Kreichelt.

Zu welchem Thema hast du erst kürzlich deine Meinung geändert? Dass offenes und selbstreguliertes Lernen immer das Beste ist.

Was war deine letzte Frage an ChatGPT? Für meinen Kurs: „Ich bin Schüler einer neunten Klasse und muss den Unterschied zwischen Säuren und Basen für Chemie lernen. Erkläre mir das in Form eines Raps.” Die Antwort war mega!

Worauf freust du dich in den nächsten Wochen besonders? Auf das AckerFestival!

Wofür brennst du? Für Chancengleichheit und Bildung für alle!

Welche Superheld*innenkraft hättest du gern? Ich würde gern auf Knopfdruck sämtliche unnötigen Meetings, überflüssige Bürokratie und Bildungs-Buzzwords einfach verpuffen lassen. Puff. Nur noch echte Gespräche und Zeit fürs Wesentliche.

Wovon hast du keine Ahnung? Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Welchen Wochentag magst du am liebsten und warum? Freitag, das Wochenende vor einem, stolz auf das, was man unter der Woche geschafft hat.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Jedem Menschen die Fähigkeit geben, sich tief in andere Menschen einfühlen zu können. Ich glaube, dann gäb’s ganz viel Mist auf der Welt nicht mehr.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Mangold aus dem Garten à la Ottolenghi – köstlich!

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich mir negative Kommentare nach Jahren noch zu Herzen nehme.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Was passiert, wenn man dich nicht fragt?“ – Antwort: Dann sage ich trotzdem was dazu :D

Das letzte Wort: Ich glaube an Kinder. Und an Erwachsene, die sie nicht vergessen haben.

FOTO: Paula Winkler

Tanja Ferkau

Tanja, was steht aktuell bei dir an? „Kurz mal die Welt retten, aber mit Spaß.“ Klingt super – die müssen wir euch vorstellen! Tanja ist Dreifachgründerin, zwei ihrer Unternehmungen sind gemeinnützige GmbHs. Allen liegt der ganz bescheidene Anspruch zugrunde: Wie können wir die Welt retten? Sie sozialer, gerechter, nachhaltiger, zukunftssicherer machen – und zwar für alle. Es geht bei Tanja immer um ganzheitliche systemische Veränderung, also dahin gehen wo es weh tut und wo die größten Hebel sind. Bei allem schwingt ein beruflicher Rat von Pippi Langstrumpf mit. Und David Bowie singt dazu in ihrem Ohr. Und wenn gar nichts mehr geht, dann gibt es erstmal Pilzrisotto. Ihr versteht nur Bahnhof? Dann lest selbst!

Name: Tanja Ferkau
Alter: 56
Wohnort: Hamburg
Beruf: Strategin
Schuhgröße: 41
Lieblingsfilmzitat: „Houston, wir haben ein Problem.“ (Apollo 13)
Kontakt: linkedin.com/tanja-ferkau

Beschreibe deinen Job in einem Satz: Ich bin Strategin, Brückenbauerin und „Wirkungsverstärkerin“ und nutze meine Fähigkeiten aus früheren Corporate-Jobs dafür, mehr Impact und Veränderung in unserer Gesellschaft zu schaffen.

Wer gab dir den besten beruflichen Rat und welcher war es? Pippi Langstrumpf: „Der Sturm wird stärker. Ich auch.“

Welche Eigenschaft schätzt du an einem Menschen? Ehrlichkeit, Klarheit und Humor.

Bist du besser darin Dinge anzufangen oder zu beenden? Meine Motivation etwas Neues zu beginnen ist dann am höchsten, wenn ich zuvor etwas erfolgreich abgeschlossen habe.

Was ist das schönste Wort in der deutschen Sprache? Sommersprosse.

Bei welchem kulturellen Ereignis wärst du gerne dabei gewesen? David Bowie, 1987, auf dem Konzert vor dem Reichstagsgebäude in Berlin. Nicht nur weil ich ihn als Künstler bewundere, auch weil das Konzert so grenz- bzw. mauerüberschreitend war.

Was würdest du gern besser können? Die Sekunden zwischen Reiz und Reaktion verlängern.

Wie trinkst du deinen Kaffee? Mit Hafer.

Was ist dein wertvollster Besitz? Die Uhr meines Vaters.

Was kann jeder heute tun, damit wir alle eine glücklichere Zukunft erleben? Seinen Hebel suchen, die Welt ein bisschen besser zu machen.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest? 1,5 Grad durchsetzen – jetzt, sofort.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Pilzrisotto.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich Struktur vor allem deshalb so liebe, weil mein Alltag so ein bisschen ist wie mit Dauerkarte “Wilde Maus” fahren.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Mhh, interessant hätte ich gefunden: „Welche Hebel haben Kreative für Klima und Demokratie?“

Das letzte Wort: Peace & happiness.

FOTO: Ferkau

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 05. August 2025 | Tags: , Keine Kommentare

Dominic Nemec & Benjamin Held

Gut Ding will Weile haben – klar. Aber manchmal muss es eben chop-chop gehen. Dominic und Benjamin vom Chop-Chop Studio liefern kreative Lösungen in Lichtgeschwindigkeit – ob Kampagnenvideo, AI-Content oder Social-Media-Clip. Wenn sie nicht gerade die Welt durch die Kamera betrachten, feilen sie an frischen Ideen und Visionen – und ergänzen sich dabei perfekt: Benjamin liebt Perspektivwechsel und findet mit Begeisterung Lösungen für die unterschiedlichsten Herausforderungen. Dominic bringt Ruhe ins kreative Chaos und spricht offen über sein Stottern. Zwei kreative Köpfe, die wissen, wie man Content mit Seele macht.

Name: Dominic Nemec / Benjamin Held
Alter: 43 / 36
Wohnort: Berlin / Berlin
Beruf: Unternehmer / Creative Producer & Geschäftsführer
Schuhgröße: 46 / 44,5
Lieblingstageszeit: morgens 5:30 Uhr / 10:30 Uhr
Kontakt: chop-chop.studio / benjamin@chop-chop.studio

Beschreibe Chop-Chop Studio in einem Satz:
Dominic: Contentagentur.
Benjamin: Die schnellste Kreativproduktion Berlins.

Wer oder was warst du in einem früheren Leben?
Dominic: Zauberer.
Benjamin: Mein altes „Ich“ ist noch nicht ganz ausgestorben. Ich merke, dass es immer schwieriger wird „Mich“ zurückzuholen. Ich war definitiv freier und spontaner.

Womit kann man dich beeindrucken?
Dominic: Selbstreflexion.
Benjamin: Mit Emotionen. Menschen und Geschichten.

Welche Farbe würdest du wählen, um dich selbst zu beschreiben? Und warum?
Dominic: Violett, wie mein Hut aus Mexico.
Benjamin: Gelb, das habe ich mir irgendwann als Kind ausgesucht und ich bin dabei geblieben. Die Farbe der Sonne.

Dominic, beschreibe Benjamin in drei Worten: Edgy und stilles Wasser.
Benjamin, beschreibe Dominic in drei Worten: Wikinger, Urgestein, Ruhepol.

Was war deine letzte Frage an ChatGPT?
Dominic: Verbessere das …
Benjamin: Copy paste: „how to use the flash from the konica hexar rf“

Ich bin der größte Fan von:
Dominic: Meinem Sohn.
Benjamin: Familie und freier Arbeit.

Was würdest du gerne nochmal zum ersten Mal machen?
Dominic: Ein Highlight war das erste Mal meinen Sohn in den Armen zu halten. Das kann man nicht oft genug machen, glaube ich. ❤️
Benjamin: Kuchen essen.

Welcher Ort bringt deinen Kopf sofort zum Sprudeln?
Dominic: Gym.
Benjamin: Der Ozean.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Dominic: Die Welt momentan…
Benjamin: Gleiche Vorraussetzungen für alle Menschen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Dominic: Maultaschen.
Benjamin: Linsensuppe.

Was sollte niemand von dir wissen?
Dominic: Niemand sollte wissen, dass ich nicht immer vegan esse.
Benjamin: Manchmal habe ich morgens richtig schlechte Laune und ich kann mir nicht erklären woran das liegt, aber ich arbeite daran.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Dominic: Wie meine zwei weiteren Vornamen sind.
Benjamin: Ihr habt eine super Auswahl an Fragen getroffen. Danke.

Das letzte Wort:
Dominic: Liebe Grüße!
Benjamin: Das gebe ich an meine Tochter, sie sagt: „Ein Eisbärbuch noch nicht lesen“.

FOTO: privat

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 22. Juli 2025 | Tags: , , , Keine Kommentare

Sebastian Schmidt

Dass Gerüche unsere Sympathie beeinflussen, ist wissenschaftlich belegt. Doch wie findet man den Duft, der wirklich zu einem passt? Für Sebastian (stets an der DHL-Jacke zu erkennen) und Gregor von breathe fresh cosmetics ist diese Frage eine Herzensangelegenheit. Sebastians Weg zur Parfümerie führte vom Innenarchitekturstudium, im wahrsten Sinne des Wortes über die Dächer Berlins in Gregors Leben und auch in seinen kuratierten Parfümladen – übrigens der erste seiner Art in Berlin. Düfte sind hier kleine Kunstwerke, die mit viel Leidenschaft für die Sache und vor allem mit guter Menschenkenntnis den perfekten Besitzer finden. Dabei ist eines, genau wie bei der Liebe, besonders wichtig: Geduld.

Name: Sebastian Schmidt
Alter: Ich werde immer älter geschätzt als bin, also verrate ich mein Alter nicht.
Wohnort: Berlin
Beruf: Unknown. Unser Beruf wurde noch nicht definiert. Ich war immer schon der Überzeugung, dass man einen Abschluss nicht um des Abschluss willens machen sollte. Sondern aus Überzeugung. Maitre de Parfume ist am Ende auch nur ein Stempel.
Schuhgröße: Ich lebe auf sehr kleinem Fuß
Lieblingsfarbe: Alle. Das ist wie bei Düften, in solchen Kategorien denken wir nicht. Weil es das Gegenteil von Individualität ist.
Kontakt: E-Mail kann untergehen, bitte anrufen: +49 (0)30 24342577

Beschreibe breathe fresh cosmetics in einem Satz: Oh, das ist schwierig. Ich würde sagen: „Breathe ist Beständigkeit.“

Worauf achtest du, wenn du jemanden zum ersten Mal begegnest? Auf die Kommunikation.

Welchen Wochentag magst du am liebsten und warum? Den Sonntag, weil ich da Zeit für mich habe. Auch wenn im Laden sein für mich wie Urlaub ist, brauche ich das zur Ruhe kommen.

Wenn du nicht mehr schlafen müsstest, was würdest du mit der zusätzlichen Zeit anfangen? Ich würde Projekte mit Kindern und Schulklassen starten. Die geben wahnsinnig viel Geld für TikTok-Düfte aus, ohne dass sie etwas darüber wissen. Ich würde ihnen gern das Bewusstsein vermitteln, dass Düfte keine Suchtmittel sind.

Was für eine Rolle hast du in deinem Freundeskreis? Mein Privatleben ist eher dünn ausgeprägt. Ich bin ein ruhiger Mensch und schlumpfe gern herum.

Was fasziniert dich? Unbekanntes.

Was war die beste Entscheidung deiner beruflichen Laufbahn? Dranzubleiben und nicht aufzugeben.

Bitte vervollständige den Satz: In Berlin… braucht man eine Aufgabe.

Für was kann man dich nachts wecken? Um ein Feuer zu löschen.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde mir wünschen, dass die Leute mehr ein Bewusstsein dafür hätten, wie gut es ihnen eigentlich geht. Dass sie sich mehr in eine andere Sicht hineinversetzen. Dass alles weniger egozentrisch wäre.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Was ihr möchtet.

Was sollte niemand von dir wissen? Das bleibt bei mir.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Da gibt es keine.

Das letzte Wort: Willkommen!

FOTO: Jana Edisonga / instagram.com/breathe.berlin

Tara Cancia

Tara Cancia ist Schauspielerin, Tänzerin und seit Kurzem auch Sängerin. Gerade hat sie ihre erste Single aufgenommen, das Musikvideo ist in Arbeit, das nächste Filmprojekt bereits in Planung. Was sie antreibt? Kreativer Ausdruck, der Mut zur Veränderung und der Wunsch, Klischees zu durchbrechen. Zwischen Filmset und Tonstudio, Tiefkühlpizza und Thai-Food träumt Tara groß – und vielleicht schreibt sie eines Tages sogar ihre eigenen Drehbücher.

Name: Tara Cancia
Alter: 22
Wohnort: Berlin
Beruf: Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin
Schuhgröße: 39/40
Lieblingstageszeit: 13 Uhr
Kontakt: Instagram: @taracancia / TikTok: @taracia_

Welcher Ort bringt deinen Kopf sofort zum Sprudeln? Wenn ich am Meer sitze oder im Flugzeug bin. Dann fühle ich mich ein Stück weit von der Gesellschaft losgelöst – und meine Gedanken können freier fließen, weil ich die Welt in dem Moment anders sehe.

Wo verbringst du die meiste Zeit? Leider viel zu oft zu Hause – um zu arbeiten, zu planen, weiterzukommen. Außerdem im Studio und beim Tanzen.

Wovor hast du keine Angst mehr? Das ist eine interessante Frage – weil ich merke, dass ich vor vielen Dingen Angst habe: vor der Zukunft, vor dem Scheitern, davor, Menschen zu verlieren. Aber ich glaube, ich habe keine Angst mehr vor Männern. Die können mir gar nichts. ;)

Was würdest du dir gerne abgewöhnen? Mich selbst so sehr zu kritisieren. Ich will lernen, zufriedener mit mir zu sein und aufhören, mich ständig mit anderen zu vergleichen – vor allem wegen Social Media und dem äußeren Druck.

Wie wäre ein Mensch, der das Gegenteil von dir ist? Sehr ruhig, introvertiert, schüchtern – jemand, der schnell aufgibt und sich mit wenig zufrieden gibt.

Was war das beste Essen, das du je gegessen hast? Ich LIEBE Thai Food! In Thailand, auf Ko Phi Phi, in einem kleinen, einheimischen Laden – das war einfach himmlisch.

Was treibt dich an? Der Gedanke, dass sich Menschen mit mir identifizieren können – auf ganz unterschiedliche Weise. Dass ich sie inspiriere, an sich selbst zu glauben oder Seiten an sich zu entdecken, die sie vorher nicht kannten. Und natürlich mein Wunsch, in dem, was ich liebe, immer besser zu werden. Es gibt kein „Ich bin jetzt perfekt“ – ich will nie stehen bleiben.

Was würdest du tun wenn du nicht scheitern könntest? Wow, starke Frage. Ich glaube, ich würde meine Träume noch größer denken – Musik machen, eigene Drehbücher schreiben, Regie führen, international auftreten. Schauspiel, Musik, Modeln – alles miteinander verbinden und voll ausleben.

Welches ist dein nutzlosestes Talent? Ich kann mit den Ohren wackeln. :D

Wer war die spannendste Persönlichkeit, die du bisher getroffen hast? Keine konkrete Person – aber ich finde Menschen faszinierend, die sich bewusst gegen die Norm entscheiden. Die ihre Gefühle nicht vom Mainstream bestimmen lassen, Social Media meiden und keine äußere Bestätigung brauchen. Solche Persönlichkeiten bewundere ich sehr.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde wollen, dass jedes Lebewesen dieselben Rechte hat – Mensch und Tier. Dass Armut und Reichtum abgeschafft werden, alle gleichgestellt sind. Und ganz ehrlich: Ich glaube, wenn Frauen das Sagen hätten, gäbe es keine Kriege.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich kann nicht wirklich kochen – also gäbe es Tiefkühlgerichte von Everyfoods, die überraschend gesund und vegan sind! Oder Eier mit Avocado, Obst und Vollkornbrot. Alternativ würde ich euch einfach zum Thai gegenüber einladen. Hehe.

Was sollte niemand von dir wissen? Vielleicht, dass ich tief in mir oft Angst habe, nicht gut genug zu sein. Dass ich anderen gefallen will – obwohl ich weiß, dass ich niemandem etwas beweisen muss.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Was würdest du deinem früheren Ich sagen?“ Dass es okay ist, wenn manche Menschen einem nicht guttun – und dass niemand das Recht hat, über meinen Körper zu bestimmen. Ich hätte öfter meinen Mund aufmachen und mich wehren sollen. Man muss sich selbst schützen und für sich selbst einstehen.

Letztes Wort: Dein Wert hängt nicht von anderen ab.

FOTO: Anna Reuter

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 24. Juni 2025 | Tags: , Keine Kommentare

Jennifer Jones

„1 Million gute Taten sammeln und sichtbar machen“ – so lautet das ehrgeizige Ziel von Jennifer Jones und ihrem Team. Als CMO von holi.social bringt sie Menschen zusammen, die mehr bewegen wollen – mit Kommunikation, Gemeinschaft und Content. Begeisterungsfähig und voller Energie erzählt sie im Interview, was sie antreibt, warum ihr Garten ihr so wichtig ist und wieso man manchmal einfach machen sollte – auch wenn man keine Ahnung hat wie.
Wer Jennifer nicht nur lesen, sondern auch hören will, setzt schnell Kopfhörer auf und hört die neue (lohnenswerte) Folge des „Green Voices”-Podcasts, in der sie mit unserer Co-Geschäftsführerin Theresa über soziales Engagement, PR und gesellschaftliche Wirkung spricht.

Name: Jennifer Jones
Alter: 45
Wohnort: Hamburg
Beruf: CMO
Schuhgröße: meistens 41
Lieblingstageszeit: Morgens, in meinem Garten
Kontakt: jennifer.jones@holi.social

Beschreibe deinen Job in einem Satz: Ich bin Marketing- und Kommunikationsmensch und nutze Kommunikation dafür, mehr Impact und Gemeinschaft in unserer Gesellschaft zu schaffen und sichtbar zu machen.

Welchen beruflichen Rat würdest du jemandem mitgeben, den du gerne selber bekommen hättest? Öfter mal eine Nacht darüber schlafen, falls die Antwort noch nicht da ist, oder eine Antwort zu schnell raus will.

Welcher Ort bringt deinen Kopf sofort zum Sprudeln? Mein Garten.

Was würdest du tun, wenn du pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung hättest? Dann würde ich diese definitiv in meinem Garten verbringen. Um einfach mehr Zeit für mich zu haben, bewusster zu sein und auch einfach noch mehr zu buddeln. Das schafft in meinem Kopf wieder mehr Raum zum Sprudeln.

Was würde dein 16-jähriges Ich von dir heute halten? Sie wäre erstaunt, aber auch stolz über die Veränderung und die Vielfalt meiner Entwicklung über die letzten Jahr(zehnte). Und sie wäre begeistert (ich habe ja schon verraten, dass das bei mir ganz schnell geht), davon, dass ich mich für Impact-Themen einsetze.

Welche drei Dinge sind dir aktuell am wichtigsten im Leben? Zeit bewusst und gut einzusetzen, sowohl privat als auch beruflich. Das Gefühl zu haben, einen Unterschied zu machen und möglichst viele Menschen zu motivieren, auch daran zu glauben, dass sie einen Unterschied machen können.

Welche Serie hast du zuletzt einen ganzen Tag lang durchgeguckt? Tagsüber schon lange nicht mehr, aber bis spät in die Nacht: skandinavische Krimis.

Eine Begegnung, die du nie vergisst: Eher eine, die ich mir noch wünsche: mein Traum wäre, Jane Goodall zu treffen. Sie ist für mich ein unglaubliches Vorbild in puncto “einen Unterschied machen”.

Was war deine letzte Frage an ChatGPT? Keine Frage, sondern eher ein Auftrag. “Analysiere diese LinkedIn-Posts!”

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest? Ich habe einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und würde mir daher wünschen, dass unsere Welt für alle “gleich” ist. Und da das ein so großes Thema ist, wären damit vielleicht auch direkt viele andere Dinge mit gelöst. Klimawandel gestoppt, kein Hunger mehr auf der Welt und alle sind freundlich und respektvoll im Umgang miteinander.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Nudeln.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich teile nicht gerne meine Nudeln.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was war deine letzte gute Tat?

Das letzte Wort: Machen (auch, wenn man es vorher noch nie probiert hat). Da halte ich es mit Pippi Langstrumpf: „Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.“

FOTO: Xenia Bluhm

Eli Riccardi

Eigentlich wollte Eli Riccardi mal Archäologin oder Meeresbiologin werden – das ist es zwar nicht ganz geworden, aber weniger spannend ist es auf gar keinen Fall. Statt bei Ausgrabungen ist Eli heute auf Bühnen zu Hause: Zuerst auf Musicalbühnen und heute eher auf Konzert- und Theaterbühnen, wenn sie nicht gerade vor der Kamera steht. Ihre neue Single „FEVER“ ist seit letzter Woche erhältlich (hört mal hier rein) und ab Juni ist Eli im Haus der Berliner Festspiele im Theaterstück „Destination:Origin“ von Regisseur Mohammed Rasolouf zu sehen. Der Sommer kann also kommen!

Name: Eli Riccardi
Alter: jung
Wohnort: Berlin
Beruf: Künstlerin
Schuhgröße: 37
Lieblingsfilmzitat: “May the force be with you.”
Kontakt: nina@spicy-management.com

Dein Soundtrack für den Sommer? FEVER natürlich!

Welcher Film macht dich immer wieder glücklich? Harry Potter.

Was war die bisher größte Herausforderung in deinem Leben? In kreativen Prozessen für mich selbst einzustehen, wenn mein Bauchgefühl mich in eine andere Richtung zieht als vorgegeben. Vor allem wenn viele Meinungen beteiligt sind.

Womit kann man dich beeindrucken? Effortlessness! Und die damit einhergehende Gelassenheit.

Was wolltest du mal werden, wenn du groß bist? Archäologin oder Meeresbiologin.

Wann in deinem Leben hast du dich am lebendigsten gefühlt? Immer dann, wenn ich mich von alten Mustern gelöst habe.

Welche drei Dinge findet man immer bei dir im Kühlschrank? Zitronen, Hafermilch, Pecorino.

Was wäre das Erste, das du tätest, wenn du unsichtbar wärst? Auto fahren oder so.

In welcher Beziehung bist du eine Spießerin? Ohne mir die Zähne zu putzen und mein Gesicht zu waschen kann ich nicht schlafen.

Woraus schöpfst du Energie? Ruhe, Balance und Neugierde.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Einfach gesagt: Frieden für alle. In einer Welt leben, in der weder Missgunst, Leistung, Hass oder Angst regiert. Das klingt nach einem so einfachen, naiven Gedanken, der aber plötzlich zu riesigem Weltschmerz anschwillt.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? …weil gerade so viel los ist wahrscheinlich etwas Einfaches: Capellini con aglio e olio mit grünem Spargel oder Brokkoli!

Was sollte niemand von dir wissen? Also…

Das letzte Wort: Danke :-)

FOTO: Jenny Grießer

Jörg Bong

Hinter jeder Geschichte verbirgt sich ein Stückchen Wahrheit – für niemanden trifft das mehr zu als für Jörg Bong. Der promovierte Literaturwissenschaftler, Autor und freie Publizist schreibt unter dem Pseudonym Jean-Luc Bannalec die Kriminalromane um Kommissar Dupin. In seiner Freizeit jagt er zwar keine Verbrecher, sondern widmet sich gerade dem intensiven Nachdenken über die Kraft des Handelns. Doch wie sein literarisches Alter Ego zieht es auch ihn immer wieder in die raue Schönheit der Bretagne, wo er in seiner Wahlheimat Nevez die regionalen Köstlichkeiten genießt – zumindest vorerst.

Name: Jörg Bong und Jean-Luc Bannalec
Alter: 59
Wohnort: Im Moment: Nevez (Bretagne)
Beruf: Autor, Publizist, Verleger
Schuhgröße: 44
Lieblingstageszeiten: Blaue Stunde, frühe Stunden und Stimmungen, die Stunde und Stimmung vor dem Sonnenuntergang
Kontakt: ls@jjbo.de

Was war die bisher größte Herausforderung in deinem Leben? Geduldig sein – und ich versage stetig.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Ehrlich gesagt immer, genauer: wenn ich mich für das verausgabe, was ich liebe und hochhalte.

Welches ist dein nutzlosestes Talent? Sehr viele. Zum Beispiel: Ich kann verrückteste Theorien zu den entlegensten Dingen aufstellen.

Schließ die Augen und denk an etwas Schönes. Woran denkst du? An einem wilden Atlantikstrand weit im glasklaren Wasser hinaus zu schwimmen… Oder: Ein langer Tisch in einem verwunschenen Garten hinter dem Strand, meine liebsten Menschen, Baguettes, Käse, viele Weinflaschen, Benjamin Biolay läuft – das an einem lauen Sommerabend unter kristallinem Himmel…

Ein Buch, das alle gelesen haben sollten: „Radikaler Universalismus. Jenseits von Identität“ von Omri Böhm (ISBN: 978-3549100417). Und mit Lesen meine ich: verinnerlichen und dafür energisch in der Welt streiten!

Was wirst du niemals vergessen? Die Geburt von Leo. Meine wunderbaren Freundinnen und Freunde, die gestorben sind in den letzten Jahren.

Du darfst den Duden um drei Wörter deiner Wahl ergänzen. Bitteschön:
– „Waldeinsamkeit“, eines meiner liebsten Worte aus der Romantik, von Ludwig Tieck.
– „Lesewut“, eines meiner liebsten Worte aus dem 18. Jahrhundert, als das Lesen in unserem Sinne erst erfunden wurde.
– „Widerstandspflichtgebot“: Das Gebot, das jetzt hoffentlich alle empfinden.

Was wäre eine Sache, die du uns beibringen könntest? Reflektierten Enthusiasmus, das kann ich.

Welcher kleine Schritt könnte deiner Meinung nach schon morgen große Wirkung entfalten? Es gibt in jeder Hinsicht stets zahllose „kleine Schritte“, die ungeheuer viel verändern würden, auch in der konkreten Politik – denn alles lässt sich verändern! Auch einzelne, konkrete politische Maßnahmen, so die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundversorgungsmittel oder – wenn man richtigerweise jetzt die selbstverschuldeten, immensen gesellschaftlichen Defizite aufarbeitet – die Einrichtung eines kapitalen Sondervermögens für eine allen – jenseits der familiären Vermögen – zugute kommenden gigantischen Bildungs-Offensive!

Für was kann man dich nachts wecken? Leider für so einiges, Schlaf ist nicht so meine Sache, es gibt zu viel Spannendes!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? “Den Menschen”! Hätte ich die Macht dazu, würde ich ihn in einigen Momenten erheblich grundlegend verändern. Ein infantiler Wunsch, ich weiß. Ich würde ihm zum Beispiel die Fähigkeit nehmen, unempathisch sein zu können…

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Souris d‘agneau, Lammhaxe in Thymian und Honig und Fleur de Sel, unendlich lang geschmort, nur mit frischem, warmem Baguette und einem einfachen Salat.

Was sollte niemand von dir wissen? Was ich für mich behalte.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie es uns vielleicht trotz der geringen Chance noch gelingen könnte, Freiheit und Demokratie zu retten?

Das letzte Wort: “Aux armes, citoyens!”

FOTO: V. Brod

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 29. April 2025 | Tags: , , Keine Kommentare

»Nietze«

Zimt und Zucker, Flut und Ebbe, Nietze und Kamera – manche Dinge gehören einfach zusammen. Genauso ist es bei unserer heutigen Interviewpartnerin: Nietze ist selten ohne Kamera unterwegs, da trifft es sich gut, dass sie Fotografin ist. Mit ihrer Arbeit setzt sie sich leidenschaftlich für gesellschaftliche Themen ein. Im Moment im Rahmen des Kunstprojektes „Hidden Heroes“, das die Lebensrealitäten von FLINTA*-Personen beleuchtet, die mit Endometriose und/oder Adenomyose leben, und Bewusstsein schafft für Leben mit chronischen Erkrankungen. Ist Nietze gerade nicht damit beschäftigt zu fotografieren – was selten vorkommt – ist sie wahrscheinlich mit ihrem Fahrrad unterwegs auf der Suche nach neuen Geschichten oder richtig guten Wortspielen.

Name: »Nietze«
Alter: 36 – alt genug, um zu wissen, was zählt, jung genug, um weiterhin das Leben zu rocken.
Wohnort: Leipzig
Beruf: Fotografische Aufklärungsbeauftragte ;)
Schuhgröße: 37-39, je nach Hersteller*in – eine Wissenschaft für sich!
Lieblingsfarbe: Bunt
Kontakt: dnietze.com

Beschreibe dein neuestes Fotografieprojekt »Hidden Heroes« in einem Satz: »Hidden Heroes« ist ein Kunstprojekt, das FLINTA*-Personen mit Endometriose und Adenomyose sowie Expert*innen aus der Medizin eine Stimme gibt, Aufklärung schafft, Fragen stellt, Empowerment fördert und Unsichtbares sichtbar macht – und das seit 2,5 Jahren.

Welcher Ort bringt deinen Kopf sofort zum Sprudeln? Überall, wo echte Gespräche entstehen – sei es mitten in der Natur, in einer belebten Stadt oder bei zufälligen Begegnungen mit inspirierenden Menschen.

Wer kennt dich wirklich? Meine Spotify-Playlist. Sie weiß, wann ich euphorisch bin oder mich in einer melancholischen Lebensphase befinde.

Was war dein letzter Fehlkauf? Fair-Trade-Schuhe mit angeblicher Autoreifen-Sohle – nach vier Wochen durchgelatscht. Umweltfreundlich, aber in dem Fall nicht Nietze-tauglich.

Was ist das Beste an deinem Beruf? Ich darf neugierig sein, auch kritisch, darf Fragen stellen, zuhören und andere Perspektiven einnehmen – und das alles mit einer Kamera in der Hand.

Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust? Zwei Augen, eine Nase, einen manchmal vorlauten Mund – und natürlich die Geschichten, die das Leben hinterlassen hat.

Bei welchem kulturellen Ereignis wärst du gerne dabei gewesen? »Dismaland« – ein gesellschaftskritisches Kunstprojekt von Banksy! Ein Familienfreizeitpark für Erwachsene mit Inhalt und weniger kapitalistischem Klimbim.

Wie wäre ein Mensch, der das Gegenteil von dir ist? Haus, Kinder, SUV und das Genderrollen-Bingo einmal durchgespielt.

Welche Rolle übernimmst du in brenzligen Situationen? Ich hole den Feuerlöscher – oder halte die Kamera, je nachdem.

Wie hast du deinen letzten Geburtstag gefeiert? Mit meiner Kamera auf einer Low-Budget-Reise in Bristol – ich wollte den Vibe der Stadt fühlen, in der Bands wie Massive Attack und Portishead entstanden sind.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Spread Love like Confetti :) Das Bildungssystem reformieren und Menschen wirklich wichtige Werte beibringen, anstatt kapitalistische Wirtschaftsheinis zu züchten. Mehr Weiblichkeit in Strukturen etablieren und ein System auf Augenhöhe schaffen. Social Media abschaffen, denn wie soll es funktionieren, wenn wir die reale Interaktion nicht hinbekommen? Die Liste könnte ich unendlich fortführen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Mediterrane Dinkelspaghetti mit Krabben und Unmengen an Knoblauch.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich spreche mit meinen Pflanzen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Welches Lied beschreibt dein Leben gerade am besten?“

Das letzte Wort: Eierschalensollbruchstellenverursacher.

FOTO: Ben de Biel

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 15. April 2025 | Tags: |  Keine Kommentare

Kathrin Limburg & Pia Sostak

Eine wirklich gute Gastgeberin zu sein ist eine Kunst – und genau diese Kunst hat Kathrin als Gründerin von Gebrüder Fritz perfektioniert. Gemeinsam mit Business Director Pia schafft sie Räume, die Events eine besondere Atmosphäre verleihen – von der neusten und bisher größten Altbau-Location am Checkpoint Charlie bis hin zum weitläufigen Gutshof Genshagen in Brandenburg. Doch so beeindruckend die Räume auch sind, sie sind nur das Fundament eines gelungenen Events. Oder, um Kathrin zu zitieren: „Ich bin keine Locationvermieterin, ich bin durch und durch Gastgeberin.“ Der wahre Schlüssel? Wunderschöne Altbauwohnungen, in die man am liebsten sofort einziehen möchte, beste Lage, fantastisches Essen, wohltemperierte Drinks und ein großartiges Eventteam. Zum Glück gibt es das alles bei Gebrüder Fritz in Hülle und Fülle!

Name: Kathrin Margarethe Limburg / Pia Sostak
Alter: Irgendwas zwischen gerade nicht mehr Generation X und Millennials / Ich würden sagen, dass ich mich mitten in meinen besten Jahren befinde ;)
Wohnort: Berlin-Mitte Ecke Wedding / Berlin
Beruf: Gründerin & Geschäftsführerin von Gebrüder Fritz Eventlocations / Business Director
Schuhgröße: 39 / 42,5 – Bodenhaftung garantiert.
Lieblingstageszeit: 
Kathrin: Das ändert sich gerade, mit wachsendem Unternehmen braucht der Tag immer mehr Stunden, so werde ich von Jahr zu Jahr früher wach und freue mich über die geschenkten Stunden – aber eigentlich bin ich eine Nachteule. Die guten Ideen kommen oft erst, wenn es dunkel wird.
Pia: Von meinem Naturell her bin ich definitiv Typ Lerche – ein echter Morgenmensch mit bester Laune!
Kontakt: Kathrins LinkedIn / Pias LinkedIn

Beschreibe das Gebrüder Fritz in einem Satz:
Kathrin: Ein Ort, an dem du dich fühlst, als wärst du zu Gast bei Freunden – nur dass die Freunde einen echt guten Geschmack und eine fantastische Köchin haben und die Stühle sind so bequem!
Pia: Das Gebrüder Fritz sind Boutique Eventlocations in Berlin & Brandenburg, in denen Altbau-Ästhetik und Perfektion auf Frauenpower und Leidenschaft treffen – unser einzigartiges & unschlagbares Catering macht jedes Event noch unvergesslicher!

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest?
Kathrin: Humor, denn mit Humor öffnen sich Türen. Und auch wenn man sich nicht immer einig ist, mit Humor geht alles besser, denn Lachen verbindet.
Pia: Ob ich mir vorstellen kann, mit ihm*ihr zusammen eine Katze zu adoptieren.

Wer kennt dich wirklich?
Kathrin: Wahrscheinlich kennt mich jeder ein bisschen anders, je nach Lebensphase und Moment, in dem wir uns begegnen und je nach Rolle, die man im Leben so einnimmt. Treusorgende Freundin, toughe Geschäftsfrau, da bräuchte man fast zwei Lohnsteuerkarten.
Pia: Meine Playlist – und der Taxifahrer, der mich nachts nach Hause fährt.

Kathrin, beschreibe Pia in drei Worten:
Loyale Teamplayerin, empathisch, mit ganz großem Herz!

Pia, beschreibe Kathrin in drei Worten:
Kreativ, inspirierend und eine absolute Macherin oder besser gesagt – eine echte Powerfrau.

Was wolltest du mal werden wenn du groß bist?
Kathrin: Hotelbesitzerin – also quasi genau das, was ich jetzt mache, nur dass meine Gäste nach dem Event wieder nach Hause gehen müssen. Bin ich schon groß? Ist tatsächlich noch immer mein Traum.
Pia: Rennfahrerin. Da ist definitiv eine Karriere an mir vorbeigezogen.

Welche drei Dinge findet man immer bei dir im Kühlschrank?
Kathrin: Lindt Schokolade, BRLO Naked, rote Weintrauben.
Pia: Senf in allen erdenklichen Varianten, richtig guten Käse – und natürlich Bubbles, falls es etwas zum Anstoßen gibt.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich?
Kathrin: Eigentlich fast immer, ich gehe fast jeden Tag gern zur Arbeit, freue mich sehr auf mein Team, unser Office und meine Aufgaben. Wenn ich am Abend bei einem unserer Events vorbeischaue und alles perfekt läuft, die Gäste ausgelassen essen, reden, lachen und vergessen, dass sie sich gerade in einer „Location“ befinden – weil es sich einfach echt anfühlt.
Pia: Wenn wir als Team das Unmögliche möglich machen.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt:
Kathrin: „Perfekt“ und „Mega“ und dazu stecke ich noch Pullover und T-Shirts in die Hose, da weiß jeder gleich Bescheid.
Pia: „Tatsächlich.“

Mit welcher Persönlichkeit würdest du dir gern einmal die Nacht um die Ohren schlagen?
Kathrin: Mit Anke Engelke & Klaas Heufer-Umlauf.
Pia: Irgendwo zwischen Business-Talk mit Lea-Sophie Cramer, Lachflashs mit Anke Engelke und einem Mitternachts-Snack mit Haya Molcho – das wäre meine perfekte durchgemachte Nacht!

Deine Lieblingsschwäche?
Kathrin: Davon gibt es viele. Möbel, Niederegger Marzipan, schöne Dinge, gutes Essen und Vinted.
Pia: Lieblingsschwäche? Jahreszahlen! Meine Oma ist seit viel zu vielen Jahren 82.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest?
Kathrin: In der heutigen Zeit mag ich das nicht ernst beantworten. Daher würde ich einfach sagen: Verbot für Stehtische mit Stretchhussen und Brennpaste für Buffets.
Pia: Das Ergebnis der Bundestagswahlen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Kathrin: Etwas, das minimalen Aufwand macht, aber maximalen Eindruck hinterlässt – damit ich Zeit für euch und auch selbst etwas vom Abend habe. Schöne Atmosphäre, gutes Licht für einen noch besseren Teint (& weil ich sicher keine Zeit hatte aufzuräumen), wohltemperierte Drinks, kreative Snacks All Night Long.
Pia: Letztes Jahr wäre es ein Crumble gewesen, was es dieses Jahr wird, weiß ich noch nicht.

Was sollte niemand von dir wissen?
Kathrin: Ich bin ein konservativer Punk – organisiert, zuverlässig, höflich, aber immer bereit, alles über den Haufen zu werfen, wenn’s nicht mehr passt.
Pia: Dass ich Mon Chéri, Eierlikör & Rumritter liebe – mein Opa wäre stolz auf meinen ‚Old-School‘-Geschmack!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Kathrin: Ich liebe es Tipps zu geben, gefragt und ungefragt und gerate gern ins Schwärmen, wenn ich überzeugt bin. Also vielleicht sowas wie: Auf welches Online-Tool kannst du nicht verzichten oder welches ist dein aktuelles Lieblings-Beautyprodukt oder in welcher Farbe sollen wir unser Esszimmer streichen? Alles gern per DM an mich.
Pia: Was ich gerne noch erfinden würde.

Das letzte Wort:
Kathrin: Das Leben ist zu kurz für schlechte Events!
Pia: Das Leben ist zu kurz für schlechte Events – und für warme Bubbles! Kontaktiert uns gerne bei Interesse und kommt vorbei – wir freuen uns, euch unsere Locations zu zeigen.

FOTO: Noel Richter

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 01. April 2025 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Teddy Tewelde

Eins vorweg: Teddy teilt nicht nur den Namen mit Teddy Teclebrhan, sondern sieht ihm auch verblüffend ähnlich. Doch statt Comedy steht bei ihm etwas anderes im Fokus – als Mitgründer und Vorstand der PxP Embassy setzt er sich dafür ein, Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg in die Zukunft zu unterstützen. Und das am liebsten auf unkonventionellen Wegen: durch Musik, Sport und digitale Zukunftskompetenzen. Ob mit dem Programm Music & Code oder einem Laufprojekt, das junge Menschen langfristig zum Joggen motiviert – Teddy packt an. Passend dazu ist er inzwischen auch Marathonläufer. Sein Motto? Weniger reden, mehr tun!

Name: Teddy Tewelde – nein, ich bin nicht bei LOL dabei und gebe auch kein Autogramm für deine Freundin, obwohl … ;)
Alter: Alt genug, um Lifehacks zu feiern, jung genug, um TikTok noch zu verstehen.
Wohnort: Ick wohn in Bärlin.
Beruf: Brückenbauer zwischen Traum und Realität, offiziell Co-Founder von PxP
Schuhgröße: Die perfekte Mitte: 43 (genug Platz für große Schritte).
Lieblingstageszeit: Die Stunde, in der Kaffee aufhört Pflicht zu sein und zum Genuss wird.
Kontakt: Telepathie wäre mir am liebsten, aber LinkedIn geht auch.

Wann macht dich deine Arbeit also Co-Founder von PxP Embassy e.V. besonders glücklich? Wenn ich sehe, wie Kinder vor Begeisterung leuchten – dann weiß ich, warum wir das machen!

Wann in deinem Leben hast du dich am lebendigsten gefühlt? Beim ersten PxP Festival, als tausende Menschen zusammenkamen und ich dachte: „Das hier ist größer als wir.“ Gänsehaut pur.

Welche drei Dinge findet man immer bei dir im Kühlschrank? Awase (scharfe Paste aus Eritrea – Geschmacksexplosion!), Mozzarella und 2 Bier, weil man vorbereitet sein muss.

Welcher Film macht dich immer wieder glücklich? Hands of God – weil Sorrentino Emotionen wie ein Zauberer inszeniert.

Was nimmst du dir schon länger vor, schaffst es aber irgendwie nicht? In einem Chor zu singen – meine Stimme ist bereit, die Welt leider noch nicht.

Wann hast du zuletzt von Herzen gelacht? Als jemand versuchte mir zu erklären, dass Buchhaltung „Entspannung“ sei.

Dein Lieblingsschimpfwort: Verdammte Axt – universell einsetzbar.

Mit welchen drei Worten würden dich deine Freund*innen beschreiben? Tiefenentspannt, Good Soul, Energiequelle.

Was wäre das Erste, das du tätest, wenn du unsichtbar wärst? Social Media für ein Jahr abschalten – für den ultimativen Neustart und damit wir uns alle mal wieder in die Augen gucken.

Dein Motto: Lass uns mutig sein – das Risiko wird sich lohnen.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest? Schluss mit schlechter Musik in Warteschleifen, keine Meetings vor 10 Uhr – und überall gratis Eis.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Lasagne mit einer Awase-Twist-Sauce – scharf, würzig und garantiert unvergesslich.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich als Kind heimlich von einem Vokuhila geträumt habe …

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Wie schaffst du es immer so entspannt zu bleiben?“ Antwort: Ich schwitze heimlich.

Das letzte Wort: Einfach machen – und wenn was schief geht, erzählen wir später die besten Geschichten darüber.

FOTO: Anna Montinaro

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 18. März 2025 | Tags: , , , Keine Kommentare