Kristin Schmidt

…und apropos kreativ: Kristin ist Produktdesignerin, Architektin und Gründerin von Studio Frigga – vor allem aber eine Person, die gerne Neues ausprobiert. Nach zehn Jahren im Architekturbüro hat sie beschlossen, ihrer eigentlichen Leidenschaft zu folgen und mit Studio Frigga ihr eigenes Ding zu machen. Seitdem übersetzt sie traditionelle Handwerkstechniken in frisches Design, experimentiert mit Pixel Art und Garn und hat ganz nebenbei ihre neue Spring- and Summer-Collection Terrazzo Chips gelauncht. Und weil Kreativität bekanntlich noch mehr Spaß macht, wenn man sie teilt, gibt Kristin ihr Wissen auch in Workshops weiter. Klingt gut, finden wir! Lust auf ein Interview?

Name: Kristin Schmidt
Alter: 38
Wohnort: Berlin Prenzlauer Berg
Beruf: Gründerin von Studio Frigga, Workshopleiterin bei GRIMMS GARTEN und Architektin
Schuhgröße: 37
Lieblingsfarbe: Bunt! Ich liebe alle Farben.
Kontakt: friggastudio@gmail.com & Instagram

Beschreibe Studio Frigga in einem Satz: Studio Frigga ist eine Manufaktur für handgefertigte Produkte für deinen Wohlfühlort. Durch die Kombination einer Vielzahl an traditionellen handwerklichen Techniken und zeitgenössischem Design wird jedes Produkt zum Unikat und Eyecatcher.

Wofür würdest du mitten in der Nacht aufstehen? Für Hugo meinen Senior-Hund.

Meer oder Berge? Garten!

Über welches Thema könntest du eine 30-minütige Präsentation halten, ohne jede Vorbereitung? Über die Stärke von Frauen und ihren Einfluss in Kunst und Kultur.

Was machst du als erstes nach dem Aufstehen? Schlappen an und Kaffeemaschine starten.

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung an Wochenenden? Meistens Workshops geben bei GRIMMS GARTEN, der Montag ist mein Sonntag ;)

Verrate uns einen magischen Ort! Mein Kopf ;)

Der beste Ratschlag, den du je bekommen hast: Wenn es dir gut geht, kannst du Gutes geben.

Wofür bist du dankbar? Wie lange habt ihr Zeit? Das sind so viele Sachen! Ich bin dankbar für meinen Mut, damals aus dem klassischen Job auszubrechen und in die Selbstständigkeit zu gehen. Und für meine Therapeutin von damals!

Wer sitzt mit dir an deinem Traum-Stammtisch? Hilma af Klint, Stevie Nicks, Ray Eames, Patty Smith und meine Oma.

Wonach sehnst du dich gerade am allerstärksten? Kopf aus bei Gartenarbeit.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest? Hunde unsterblich machen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Vermutlich würde ich Zimtschnecken backen und jeder bekommt noch eine mit auf den Heimweg!

Was sollte niemand von dir wissen? Bei mir zu Hause findet ihr nur aussortierte Produkte von mir, mit Macken. Darüber beschwert sich regelmäßig auch mein Partner.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie oft legt dein Partner Veto ein, wenn du das nächste Hobby mit nach Hause bringst?

Das letzte Wort: Bleibt kreativ!

FOTO: wild lights photography

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 07. April 2026 | Tags: , , , Keine Kommentare

Dario Guijo Hernandez

Wenn wir unsere Interviewpartner:innen bitten sich selbst zu beschreiben, fallen die Antworten oft ausführlich aus. Darío fasst es lieber kurz zusammen: „nach vernünftigem Maß verrückt“. Sympathisch! Im Berliner Gleimviertel betreibt er Metis Books & Café – Buchladen, Café und Veranstaltungsort zugleich. Ein queer-geführter Ort für Begegnungen, Veranstaltungen und alles, was entsteht, wenn Menschen zusammenkommen. Neugierig? Let’s go!

Name: Darío Guijo Hernandez
Alter: 43
Wohnort: Berlin
Beruf: Ich bin Inhaber von Metis – Buchhändler, Barista, Bäcker… kurz gesagt: Ich jongliere! Aber ich liebe es.
Schuhgröße: 41
Lieblingsfarbe: Manchmal blau, manchmal pink!
Kontakt: hi@metisbooksandcafe.de

Beschreibe Metis Books & Café in einem Satz: Metis ist vieles auf einmal: internationale Buchhandlung (6 Sprachen), Specialty-Café mit saisonalen Getränken, alles frisch und hausgemacht – und ein Treffpunkt für Kultur und Menschen: bunt, lebendig, nie langweilig und trotzdem zum Entspannen.

Welches Kunstwerk würdest du gerne besitzen? Super schwer zu sagen… aber vielleicht der Bacchus von Caravaggio.

Zu welcher Musik tanzt du am liebsten? Kein bestimmtes Genre – Hauptsache, die Musik macht Lust aufs Leben!

Was macht dich an deiner Arbeit glücklich? Ehrlich gesagt: der Mensch. Neue Gesichter, neue Geschichten – und dann das perfekte Buch für jemanden zu finden, das ist unbezahlbar. Wenn dazu noch unsere Getränke und Kuchen schmecken – was will man mehr?

Beschreibe dich in 3 Worten: Stur, aber ohne Arg, und neugierig.

Was ist dein verstecktes Talent? Mich neu erfinden.

Wer war der Held deiner Kindheit und wer ist es heute? Ich war noch nie so sehr der Typ für Helden, aber in meiner Kindheit war es meine Mutter – heute jeder Mensch, der in einem der vielen Länder, in denen Krieg herrscht, lebt, durchhält und lacht.

Wofür brennst du? Für Gerechtigkeit.

Der größte Irrtum deines Lebens? Nicht früher an mich geglaubt zu haben.

Bist du besser darin Dinge anzufangen oder zu beenden? Beenden. Man hat mir ein sehr starkes Verantwortungsbewusstsein vermittelt.

Welche Farbe würdest du wählen um dich selbst zu beschreiben? Und warum? Rot. Die Farbe Rot ist fröhlich, kräftig, warm und unauffällig (sobald die Lichtintensität nachlässt, verschwindet sie als Erste aus dem Blickfeld).

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Wenn ich es wie im Film „The Matrix“ machen könnte, würde ich die Menschheit umprogrammieren, um uns die Gier wegzunehmen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Tagliatelle al ragù. Die Tagliatelle mache ich sogar selbst.

Was sollte niemand von dir wissen? …dass ich keine Bretzeln mag!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was machst du gerne, wenn du nichts zu tun hast? Und die Antwort wäre: ein Buch lesen.

Das letzte Wort: Komm vorbei, wann immer du willst! Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen.

FOTO: Bruno Di Pietro

Victoria Densing & Verena Schwarz

Ein Ort, an dem Familien gemeinsam in Bewegung kommen: Kinder und Eltern können parallel trainieren, treffen andere Familien und finden Zeit für echten Austausch. Klingt nach einer guten Idee? Genau dieser Vision sind die Gründerinnen Victoria und Verena mit dem ‘Mini Movers Club’ gefolgt – und haben damit gemeinsam einen Ort geschaffen, an dem Bewegung, Gemeinschaft und Familienalltag zusammenkommen. Dabei bringen beide ihre ganz eigene Energie in ihr Projekt ein. Victoria bringt vor allem eines mit: Optimismus. Früher stand sie als MIVA auf der Bühne, heute steckt sie diese Energie in den Mini Movers Club. Sie ist jemand, die lieber anpackt als lange zu grübeln. Ihr Motto: Keine Zeit mit schlechter Laune verschwenden und selbst in schwierigen Momenten meist noch etwas Gutes finden. Verena beschreibt sich selbst als „die Ruhe im Chaos und das Chaos in der Ruhe“. Aufgewachsen in einem Dorf im schwäbischen Bayern, lebt sie seit vielen Jahren in Berlin – und findet ihren Ausgleich am liebsten draußen in ihrem Garten am Berliner Stadtrand. Bewegung begleitet sie schon ihr ganzes Leben und prägt bis heute ihren Blick auf Gesundheit und Gemeinschaft. Wie schön, dass ihr euch Zeit für unser Interview genommen habt. Hallo Victoria und Verena!

Name: Vici / Verena
Alter: 33 / 41
Wohnort: Berlin / Berlin-Kreuzberg
Beruf: Unternehmerin / Pilatestrainerin, Kommunikationsberaterin, Gründerin
Schuhgröße: 38-39 / 39-40
Lieblingsfarbe: Bunt / Himmelblau
Kontakt: vici@minimoversclub.com / verena@minimoversclub.com

Beschreibe den Mini Movers Club in einem Satz:
Vici: Mini Movers Club ist ein Sport- und Social Club für Familien, in dem endlich alle bekommen, was sie brauchen: die Kinder und die Eltern.
Verena: Mini Movers Club bringt Familien in Bewegung und mit Ähnlichgesinnten zusammen.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich?
Vici: Ehrlich gesagt, aktuell jeden Tag, egal wie viel es gerade ist, weil ich einfach dankbar bin. Vor allem aber, wenn ich sehe, wie happy die Kids und die Eltern aus ihren Kursen kommen.
Verena: Wenn sie sich wirksam anfühlt und ich ein Ziel vor Augen habe.

Was machst du an einem freien Tag? 
Vici: Mit meinem Mann auf den Markt im Kollwitzkiez, danach schön Frühstücken und dann mit unserem Hund ab in den Wald. Danach bisschen TrashTV und abends entweder mit Freunden Karten spielen oder zu einer entspannten Yoga Klasse.
Verena: Die Idealvorstellung von „frei“, im Sinn von allein, aka Familie ist ausgeflogen: Aufwachen zu meiner eigenen Zeit, Kaffee im Bett mit Zeitung, Croissant in der Sonne, Sport light, Lunch mit Freund*in, Tennis in den Sonnenuntergang hinein (totale Amateurin!), noch ein Drink & Abendessen draußen, dann ab ins Bett.

Ohne was verlässt du nie das Haus? 
Vici: Handy und Airpods.
Verena: Handy und Airpods.

Victoria, beschreibe Verena in drei Worten: Powerfrau. Humorvoll. Empathisch.
Verena, beschreibe Victoria in drei Worten: Mutig. Macherin. Fürsorglich.   

Für welche drei Dinge in Deinem Leben bist du am dankbarsten? 
Vici: Für die Mensch (und Tiere) in meinem Leben (auch die, die nicht mehr da sind). Meine unerschütterliche Zuversicht. Die Freiheit, mich immer wieder neu erfinden zu dürfen.
Verena: Meine Familie und Freunde. Meine Gesundheit. Ausreichend Freiheit, um das zu tun und arbeiten, was mir am Herzen liegt.

Dein Motto:
Vici: Make shit happen (so habe ich auch meine erste Firma genannt)
Verena: Gemacht!“ Hat sich bei uns zuhause zu einer Art Mantra entwickelt, wenn der Kopf mal wieder zu laut ist.

Beschreibe den Mini Movers Club in einem Satz:
Vici: Mini Movers Club ist ein Sport- und Social Club für Familien, in dem endlich alle bekommen, was sie brauchen: die Kinder und die Eltern.
Verena: Mini Movers Club bringt Familien in Bewegung und mit Ähnlichgesinnten zusammen.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich?
Vici: Ehrlich gesagt, aktuell jeden Tag, egal wie viel es gerade ist, weil ich einfach dankbar bin. Vor allem aber, wenn ich sehe, wie happy die Kids und die Eltern aus ihren Kursen kommen.
Verena: Wenn sie sich wirksam anfühlt und ich ein Ziel vor Augen habe.

Was machst du an einem freien Tag? 
Vici: Mit meinem Mann auf den Markt im Kollwitzkiez, danach schön Frühstücken und dann mit unserem Hund ab in den Wald. Danach bisschen TrashTV und abends entweder mit Freunden Karten spielen oder zu einer entspannten Yoga Klasse.
Verena: Die Idealvorstellung von „frei“, im Sinn von allein, aka Familie ist ausgeflogen: Aufwachen zu meiner eigenen Zeit, Kaffee im Bett mit Zeitung, Croissant in der Sonne, Sport light, Lunch mit Freund*in, Tennis in den Sonnenuntergang hinein (totale Amateurin!), noch ein Drink & Abendessen draußen, dann ab ins Bett.

Ohne was verlässt du nie das Haus? 
Vici: Handy und Airpods.
Verena: Handy und Airpods.

Victoria, beschreibe Verena in drei Worten: Powerfrau. Humorvoll. Empathisch.
Verena, beschreibe Victoria in drei Worten: Mutig. Macherin. Fürsorglich.   

Für welche drei Dinge in Deinem Leben bist du am dankbarsten? 
Vici: Für die Mensch (und Tiere) in meinem Leben (auch die, die nicht mehr da sind). Meine unerschütterliche Zuversicht. Die Freiheit, mich immer wieder neu erfinden zu dürfen.
Verena: Meine Familie und Freunde. Meine Gesundheit. Ausreichend Freiheit, um das zu tun und arbeiten, was mir am Herzen liegt.

Dein Motto:
Vici: Make shit happen (so habe ich auch meine erste Firma genannt)
Verena: Gemacht!“ Hat sich bei uns zuhause zu einer Art Mantra entwickelt, wenn der Kopf mal wieder zu laut ist.

Foto: Patrick Desbrosses

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 10. März 2026 | Tags: , , , Keine Kommentare

Eleonore von Schwanenflügel

Mutter einer 10-jährigen Tochter, aufgewachsen auf einem Demeterhof in der Lüneburger Heide, Waldorfschülerin, studierte Modedesignerin und jetzt Textil-Printdesignerin (die (Fun Fact!) selbst nie etwas Bedrucktes tragen würde), seit 20 Jahren Berlinerin, singt seit ein paar Jahren leidenschaftlich im Chor, sehr diszipliniert mit ihrer Sportroutine und Betreiberin ihres eigenen Schal-Labels (zum Glück ihre Ausnahme beim Tragen bedruckter Textilen). Mensch Eleonore! Du klingst spannend! Lust auf ein Interview?

Name: Eleonore von Schwanenflügel
Alter: 48
Wohnort: Berlin
Beruf: Textil-Printdesignerin und Inhaberin eines Schallabels
Schuhgröße: 41
Lieblingstageszeit: Morgens bevor die Familie wach ist. Da habe ich Zeit für mich um Sport zu machen.
Kontakt: eleonore@vonschwanenfluegel.de & Instagram

Beschreibe deinen Job in einem Satz: Eine gute Mischung aus kreativem Chaos und strategischer Organisation.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Wenn mir Kundinnen Selfies von sich schicken, auf denen sie meine Schals tragen.

Du begegnest deinem 18-jährigen Ich. Welchen Rat gibst du dir? Don’t overthink everything.

Worauf achtest du wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Auf die Ausstrahlung und ob wir einen Draht zueinander haben.

Wer kennt dich wirklich? Ich selbst, mein Mann und meine Psychotherapeutin.

Was wolltest du mal werden wenn du groß bist? Architektin. Tatsächlich habe ich nun einen Architekten als Ehemann.

Deine größte Schwäche? Habe eine Schwäche fürs Backen. Besonders die Rezepte meiner Mutter. Zum Beispiel die Krapfen, die sie Silvester immer gemacht hat.

Was macht dich richtig zufrieden? Zeit mit den Liebsten, mit Familie und Freunden verbringen. Slow Morning am Wochenende, den Tag mit Buch und Matcha im Bett starten.

Wessen BRAVO-Poster hattest du an der Wand? Bei uns zu Hause gab es die BRAVO nur heimlich. Also kein BRAVO-Poster an der Wand, hatte aber mein Tagebuch in Collagen verschiedener Poster eingeschlagen.

Welche Farbe würdest du wählen um dich selbst zu beschreiben? Und warum? Oh, das ist schwer! Habe eine Freundin gefragt und sie sagt: dunkelblau, schwarz, braun. Erdige Töne, weil ich so geerdet bin.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Oh, so vieles in der Welt gerade!

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Wahrscheinlich würde ich was backen und zwar Pinienkernkuchen. Liebt einfach jeder!

Was sollte niemand von dir wissen? Ich bin wahnsinnig ungeduldig.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wo würdest du am liebsten leben?

Das letzte Wort: …habe ich ;)

FOTO: Hella Wittenberg

Sherin Maruhn & Charlotte Küppers

Sherin und Charlotte haben keine Angst vor Tempo. Oder vor Risiko. Oder davor, groß zu denken. Mit LOOSH bauen sie gerade eine Brand auf, die Recovery neu denkt – körperlich, mental, gemeinschaftlich. Charlotte, passionierte Cycling-Instructorin mit Spontanitäts-Gen, und Sherin, Gründerin mit Leistungssport-Mindset und Ruhe im Kern, eint der Wille, Dinge nicht nur zu starten, sondern durchzuziehen. Zwischen Pre-Sale, Teamaufbau und Vision sprechen sie über Energie, Vertrauen ins Leben und darüber, warum Intensität für sie kein Ausnahmezustand sondern Haltung ist.

Name: Sherin Maruhn / Charlotte (ich werde jedoch von allen Lotte genannt) Küppers
Alter: 33 / 27
Wohnort: Berlin / Berlin Mitte
Beruf: Mitgründerin & CEO von LOOSH / Co-Founderin & CMO von LOOSH
Schuhgröße: 41 / 39
Lieblingsfilmzitat: „To lose balance sometimes for love is part of living a balanced life.“ / Hier fällt mir leider nur ein Buchzitat ein, welches gleichermaßen der Titel ist: „Let Them.“ von Mel Robbins
Kontakt: sherin@getloosh.com & LinkedIn / lotte@getloosh.com & LinkedIn

Beschreibe LOOSH in einem Satz:
Sherin: LOOSH macht Recovery einfach: Funktionale Supplements für maximale Erholung.
Charlotte: Recovery for the reckless – die erste Brand, die versteht, dass Erholung der main character ist, damit du jeden Moment deines Lebens in vollen Zügen genießen kannst. Die langen Tage, die durchtanzten Nächte, die Reisen und den Run mit Freunden am nächsten Morgen.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich?
Sherin: Wenn aus einer Idee etwas wird, das Menschen wirklich benutzen und ihr Leben spürbar positiv beeinflusst.
Charlotte: Wenn ich sehe wie aus Vision und Gedanken Echtes entsteht: das erste Mal das Produkt in der Hand halten, die erste Order und die Stimmen von Menschen, die bei unseren Events sind.

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest?
Sherin: Auf die Ausstrahlung. Die verrät so viel: wie jemand gerade im Leben steht, was da an Energie mitkommt und ob jemand wirklich präsent ist.
Charlotte: Augenkontakt und Interaktion mit den Mitmenschen. Ich liebe Menschen, die umsichtig und präsent sind – kann aber gar nicht mit dem Gegenteil.

Sherin, beschreibe Charlotte in drei Worten: Energiebombe. Großes Herz. Unfassbare Toleranz.
Charlotte, beschreibe Sherin in drei Worten: Powerfrau, ambitioniert und unglaublich tiefgründig.

Welche drei Dinge findet man immer bei dir im Kühlschrank?
Sherin: Hummus, Eye-Pads und Hafermilch.
Charlotte: Mandelmilch, Crémant, Körniger Frischkäse.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt:
Sherin: „Ja man…“ :)
Charlotte: „Checke“ (Ich bin doch nicht 18). Aber TikTok made me do it.

Welcher Film macht dich immer wieder glücklich?
Sherin: Eat Pray Love.
Charlotte: Love, Actually (oder besser gesagt, jeder Film mit Hugh Grant, wenn man es herunterbricht).

Was würdest du gerne nochmal zum ersten Mal machen?
Sherin: Burning Man. Zum ersten Mal beim Morgengrauen zu grandioser Musik tanzen, während der Vollmond und die Sonne am jeweils anderen Ende des Horizont stehen. Ich habe das 2023 erlebt – das war absurd schön.
Charlotte: Modern Family schauen. Ich habe die Serie nun vermutlich 6x gesehen, aber das erste Mal war das Beste.

Was war deine letzte Frage an ChatGPT?
Sherin: „Kannst du das Steuerberaterangebot prüfen?“
Charlotte: “Was könnte mein Lieblingsfilmzitat sein?” – Deshalb wurde es keins davon.

Wie sieht es bei dir zu Hause aus?
Sherin: Ordentlich, minimalistisch, warm. Ich brauche zuhause Ordnung, um zu funktionieren.
Charlotte: Wie auf einem Pinterest Board. Im Wohnzimmer steht eine beige-farbende Couch von Westwing, aber es gibt ein paar bunte Highlights, wie eine „AMORE“ Decke von kleks und eine orange-farbende Artemide Leuchte.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Sherin: Ich würde mir wünschen, dass Menschen sich trauen, lauter zu leben und ihre Emotionen wirklich zu fühlen. Wir sind in der westlichen Welt, insbesondere in der Business Welt extrem konditioniert und fühlen Emotionen entweder nicht oder eingeschränkt. Dabei ist Fühlen Stärke.
Charlotte: Jegliche Selbstzweifel und Traumata meiner Mitmenschen „wegwischen“. Wenn die nicht wären, könnten wir gemeinsam so viel mehr erreichen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Sherin: Ofengemüse mit Feta, dazu ein richtig guter Hummus- oder Tahini-Dip und wahrscheinlich noch Lachs.
Charlotte: Ich bin ein riesiger Ottolenghi-Fan. Deshalb würde ich Hähnchenschenkel „Marbella“ nach Ottolenghi kochen.

Was sollte niemand von dir wissen?
Sherin: Es gibt eine Business- und eine Ghetto-Version von mir (dank meiner ägyptischen Wurzeln und dem Umgang mit meinen drei Brüdern).
Charlotte: Mein guilty pleasure: Dschungelcamp und Trash TV.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Sherin: „Wozu sagst du am schnellsten Ja?“
Charlotte: Weshalb sollten wir alle statt Recovery mehr Precovery in unseren Alltag einbauen? Was bedeutet Precovery eigentlich?

Das letzte Wort:
Sherin: Mach einfach. Trau dich.
Charlotte: Konstante Selbstoptimierung bricht Menschen. Wir sollten alle mehr im Moment leben, das Leben genießen und uns täglich richtig erholen – bevor wir ausbrennen. Proaktive Vorbereitung vor der Belastung – das ist Precovery, das ist LOOSH.

FOTO: LOOSH

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 10. Februar 2026 | Tags: , , , Keine Kommentare

Laura Huppert

„ting“ im Prenzlauer Berg ist eine richtige Institution. Ein Laden, in dem man einfach IMMER etwas findet. Spezialisiert auf schöne Dinge aus Skandinavien und Asien und für jedes Budget immer was dabei. Und dann auch noch der tolle Schmuck aus der eigenen Kollektion „ting goods„! Herrlich! Aber wer steckt eigentlich dahinter? Haben wir uns auch gefragt und kurzerhand Besitzerin Laura fürs Interview verhaftet. Vor 16 Jahren unglücklich in angestellten Bürojobs, wollte sie lieber was eigenes machen. Der Rest ist Geschichte. Hallo Laura, schön dass du hier bist!

Name: Laura Huppert
Alter: 45
Wohnort: Berlin
Beruf: Ladenbesitzerin, Schmuckdesignerin und Inhaberin eines Ladens und Schmucklabels
Schuhgröße: 36
Lieblingstageszeit: Der Morgen. Alles scheint noch möglich…
Kontakt: hello@ting-goods.com

Beschreibe „ting goods“ in einem Satz: ting goods sind handgemachte Schmuckstücke, die in enger und fairer Zusammenarbeit mit einem Team von großartigen Silberschmieden in Jaipur, Indien, entstehen. Unser Schmuck verbindet skandinavischen Minimalismus mit indischem Handwerk.

Was bedeutet beruflicher Erfolg für dich? Zeit zu haben für das, was ich gerne mache.

Was wolltest du mal werden wenn du groß bist? Ich glaube, das hat sich nicht so sehr als Beruf manifestiert… Kann mich zumindest an nix erinnern. Ich wollte unbedingt in Berlin leben und viel reisen.

Worauf achtest du wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Auf die Augen.

Was machst du an einem freien Tag? Rausgehen mit meiner Familie.

In welcher Beziehung bist du eine Spießerin? Schuhe aus Zuhause!

Wie sieht es bei dir zu Hause aus? Unordentlich.

Was ist der seltsamste Ort, an dem du jemals warst? Eine japanische Sauna in einem lokalen Badehaus mit Fernsehunterhaltung à la Takeshi’s Castle.

Über welches Thema könntest du eine 30-minütige Präsentation halten, ohne jede Vorbereitung? Über den Verlust von sozialem Miteinander durch soziale Medien, die Verlagerung ins Digitale etc. und die gesellschaftliche Relevanz von lokalen Ladengeschäften als sozialem Treffpunkt.

Gibt es in deiner Familie eine Tradition, die du besonders magst? Mitbringsel von Reisen für die Daheimgebliebenen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die globale Verteilung von Ressourcen und Wohlstand.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Nix. Kochen für andere macht mich nervös. Wenn ihr Glück habt, macht mein Mann was von Ottolenghi. Ich habe in dem Kochbuch nur die 93 Post-its verteilt…

Was sollte niemand von dir wissen? Das schreibe ich doch nicht in ein Interview.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wohin geht die nächste große Reise?

Das letzte Wort: Muss ich nicht mehr immer haben.

FOTO: Clara Löffler

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 27. Januar 2026 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Alu Kitzerow

Alu Kitzerow ist eine Frau der Tat und hat ihren Vorstellungstext einfach mal selber geschrieben. Lieben wir! Genau wie das Interview mit ihr. Los geht’s! „Sie ist Zukunftsforscherin, hat das Elternblogger-Netzwerk Blogfamilia, sowie zukunftsforscherin.de mitgegründet und bekam mit 40 Jahren die Diagnose Krebs. Seitdem schreibt sie wütend und ehrlich über eine Krankheit, die jeden treffen kann. Dafür wurden sie und ihr Mann 2023 mit dem Goldenen Blogger „Tagebuch“ ausgezeichnet. Im Frühjahr erscheint ihr neues Buch „Meine Familie, der Krebs und ich“ im Gräfe und Unzer Verlag.“

Name: Alu Kitzerow
Alter: 43
Wohnort: Berlin-Pankow
Beruf: Zukunftsforscherin (Referentin in einer diakonischen Stiftung)
Schuhgröße: 40
Lieblingstageszeit: 21 Uhr
Kontakt: @grossekoepfe, alu@grossekoepfe.de

Erzähle uns von deinem neuen Buch in einem Satz: Das Buch „Meine Familie, der Krebs und ich“ ist nicht nur ein Ratgeber, es ist ein Begleiter für Betroffene und Angehörige durch Diagnose, bürokratisches Chaos und den Spagat nicht allein zu leben.

Wer gab dir den besten beruflichen Rat und welcher war es? Meine Ausbilderin in meinem Lehrberuf „Buchhändlerin“ sagte einmal zu mir: Angst ist niemals ein guter Berater – SPOILER: das stimmt!

Was war dein allererster Job? Redakteurin bei einem Magazin, das kostenlos bei Burger King verteilt wurde.

Wann hast du dir das letzte Mal gewünscht, dass der Tag nie aufhört? Bei unserer Sommerfeier im Juli 2025, wo wir mit allen lieben Menschen gefeiert haben, dass die Akuttherapie vorbei ist und wir alle noch da sind.

Drei Bücher, die jede:r gelesen haben sollte: 
– Sarah Kuttner: „Mama&Sam“
– Irmgard Keun: „Das Kunstseidene Mädchen“
– Annett Gröschner: „Schwebende Lasten“

Wie würde dein perfektes Zimmer zum Leben aussehen? Eine Bibliothek in der ein großes Bett steht. Eine Fensterfront mit Blick auf freie Landschaft. Ein Boden der knarzt, wenn man darüber läuft.

Berlin ist… der Ort an dem ich zu Hause bin.

Was war deine letzte Frage an ChatGPT? Wie sollte das Verhältnis einer Gewichtsdecke zum Körper sein?

Deine größte Schwäche? Ich bin sehr ungeduldig.

Zu welcher Musik tanzt du am liebsten? Oliver Koletzki und Whitney Houston

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest? Die Bedingungen für pflegende Angehörige.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Gemüse-Quiche mit Salat.

Was sollte niemand von dir wissen? Wie viele Tattoos ich wirklich habe.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie schaffst du das alles? (Antwort: Ich schaffe nicht alles, aber das hab ich mir auch nie vorgenommen.)

Das letzte Wort: Geh zur Früherkennung und sag niemals zu jemanden nach einer Krebsdiagnose „Die Tante des Bruders meiner Schwägerin ist AUCH an Krebs gestorben.“

FOTO: Konstantin Manthey

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 13. Januar 2026 | Tags: , , , Keine Kommentare

Lisa Hofmann & José Kossiotho Amale Fleck

Lisa und José haben während der Pandemie neue Pfade betreten und ‘DOPE wines’ gegründet. Früher zuhause in der Eventwelt, führen sie heute das traditionsreiche Familienweingut in Albig mit frischem Blick, viel Handarbeit und einem klaren Fokus auf biologische Naturweine. Ihr Ansatz: Die Weinwelt vielfältiger machen – geschmacklich, gedanklich und menschlich. Das Weingut versteht sich als offener Ort der Begegnung, an dem gelebte Weinkultur, Gemeinschaft und Neugier zusammenkommen. Ökologische und soziale Diversität prägen dabei den Anspruch und die tägliche Arbeit. Wenn man beide fragt, was bei ihnen gerade ansteht (Zitat Lisa: „A lot – wie immer.“), freuen wir uns umso mehr, dass sie noch unser kleines, feines Interview unterbringen konnten. Hallo Lisa und José! Los geht’s!

Name: Lisa (eigentlich Elisabeth, aber niemand nennt mich so) Hofmann / José Kossiotho Amale Fleck
Alter: Fast 40 / 42
Wohnort: Albig – ein kleines Weindorf ca. 40 Minuten von Frankfurt entfernt / Albig
Beruf: Eventmanagerin turned Winemaking Sommelière / Winzer
Schuhgröße: 40 / 43
Lieblingsfarben: Blau und Pink / Schwarz und Rot (und Weiß wie die Eintracht)
Kontakt: dopenaturundwein.de / @dope.kulturundwein

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest?
Lisa: Auf die Stimmung! Ich mag Menschen und komme schnell ins Gespräch. Wer Lust hat, kann mit mir in fünf Minuten über alles reden.
José: Auf den Namen meines Gegenübers – damit ich ihn nicht sofort wieder vergesse.

Wer gab dir den besten beruflichen Rat – und welcher war es?
Lisa: Ich weiß leider nicht mehr, wer es zu mir sagte, aber es ist Gold: „You are not Pizza. Not everybody can like you.“
José: „Zeit hilft. Aggressives Zuwarten auch.“ – Von meinem Oenologen und Mentor Fabian Kaminsky – mein Keller-, Lehr- und Winzermeister. Ein großartiger Mensch. Rest in Power, Meister.

Was ist dein verstecktes Talent?
Lisa: Ich kann ziemlich schnell ziemlich viele vierblättrige Kleeblätter finden. Sehr praktisch – wenn ich ein spontanes Geschenk brauche, reicht ne grüne Wiese mit Klee.
José: Kochen. Ich wollte als Kind eigentlich Koch werden, aber wegen meiner Allergien hat man mir davon abgeraten. Heute kann ich mich im Weinberg und im Weingut austoben – und unsere Gäste trotzdem bekochen. Das Leben schreibt manchmal die besseren Wendungen.

Wie warst du als Kind?
Lisa: Immer draußen, verträumt und sehr gerechtigkeitsliebend.
José: Immer der Schnellste.

Lisa, beschreibe José in einem Satz: Baby, you’re a firework!
José, beschreibe Lisa in einem Satz: Unermüdlich, temperamentvoll, einfühlsam und taff – wie Espresso in Menschengestalt: für manche zu stark, heiß und für mich immer genau richtig.

Wenn die Welt in einem Jahr untergeht, was würdest du von nun an machen?
Lisa: Mit meinen liebsten Menschen eine gute Zeit haben. Gut essen, guten Wein trinken, feiern, tanzen, draußen sein – und vielleicht noch ein letztes Mal richtig guten Wein machen.
José: Meine Besten einladen, einen letzten großartigen Jahrgang Wein produzieren und ihn bei der größten Weltuntergangs-Party mit allen Gästen leersaufen. „Das letzte Leer-Saufen.“

Das glaubt niemand von dir:
Lisa: Man traut mir wohl eher alles zu. (Ich bin vielseitig, offen und spontan…)
José: Dass ich als Kind eine große, dicke Brille hatte… und heute einfach ohne lebe.

Wenn du mit einem Klick eine Message auf jedes Plakat der Welt setzen könntest, was würde darauf stehen?
Lisa: Care for yourself, for each other, and for the earth. That’s how peace is made.
José: Yesterday is history. Tomorrow is mystery. Today is a gift.

Deine größte Schwäche?
Lisa: Ungeduld.
José: Nicht auf Textnachrichten reagieren. Ruft doch einfach an!

Bei welchem kulturellen Ereignis wärst du gerne dabei gewesen?
Lisa: Bei der Opening Night von Studio 54 – das war mehr als eine Party, das war ein kultureller Urknall. Und wenn ich mir etwas wünschen dürfte: zusammen mit Tupac Shakur.
José: Als die Menschen das Feuer entdeckten.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Lisa: Power to the People. Ich würde die Zeit zurückdrehen – vor Neoliberalismus, Turbo-Kapitalismus und Kolonialismus –, damit wir ein Wirtschafts- und Weltsystem entwickeln können, das ohne Ausbeutung von Menschen und Natur funktioniert. Für mehr Gleichheit und Gerechtigkeit.
José: Ich würde dafür sorgen, dass alle Menschen zufrieden und glücklich sind.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Lisa: Ich koche gerne und vielseitig. Je nachdem, wann ihr vorbeikommt, gibt es das, was gerade Saison hat – in drei Gängen.
José: Tapas.

Was sollte niemand von dir wissen?
Lisa: Dinge, die ich hier nicht teilen werde.
José: Das soll niemand von mir wissen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Lisa: Was muss sich im Weinbusiness ändern, damit es cool und zukunftsfähig wird?
José: Wie war das Weinjahr 2025?

Das letzte Wort:
Lisa: Der Wein muss bunter werden. Jünger, offener, diverser. Weniger Staub, weniger Tradition-um-der-Tradition-willen. Weniger Masse, mehr Haltung. Die Leute müssen checken, dass man keinen Wein bei Aldi kauft – weil direkt vom Hof heißt: Kultur, Erlebnis, Qualität und faire Arbeitsbedingungen. Darüber redet kaum jemand. Genauso wenig wie darüber, dass fast alle Winemaker in Deutschland weiß sind (außer José und Oskar von Oskar Tagwein). Und über den Glasmüll redet auch keiner. Bio, Biodiversität, faire Löhne, Kreisläufe statt Müll – das ist die Zukunft. Wein braucht offene Türen: Kultur, Musik, Partys, Begegnung und neue Perspektiven, Ideen und Menschen – DANKE, dass ihr uns gefragt habt!
José: Ich wünsche mir, dass Menschen und Gesellschaft wieder mehr im echten Leben zusammenkommen und sich weniger von Social Media und KI ablenken lassen. Vielleicht auch bei einem Glas Wein auf unserem Hof – da kann man das besonders gut.

FOTO: Annegret Hirschmann Fotografie

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 09. Dezember 2025 | Tags: , , , Keine Kommentare

Tim Florian Horn

Wenn uns der potentielle Interviewpartner auf unsere Anfrage antwortet, dass er gerne mitmacht und unter seiner Email „aus dem Orbit gesendet“ steht, dann kann es ja nur gut werden! Sagt also hallo zu Tim Florian Horn: Vorstand Stiftung Planetarium Berlin, Direktor der Archenhold-Sternwarte und des Zeiss-Großplanetariums, der uns zum Einsteig Folgendes erzählt hat: „Ich habe die tiefe Überzeugung, dass Planetarien besondere Orte sind, die zwischen Astronomie, gar allen Wissenschaften und der allgemeinen Bevölkerung vermitteln können. Ich habe gemerkt, dass es zu wenige Menschen gibt, die astronomische Inhalte richtig gut übersetzen können und die als Übersetzer:innen zwischen Wissenschaft und Bevölkerung arbeiten können. Es motiviert mich jeden Tag, dafür neue Wege zu finden und spannende Wissenschaft darzustellen.“ Den wollen wir genauer kennenlernen!

Name: Tim Florian Horn
Alter: 43
Wohnort: Berlin
Beruf: Vorstand Stiftung Planetarium Berlin, Direktor der Archenhold-Sternwarte und des Zeiss-Großplanetariums
Schuhgröße: 42
Lieblingstageszeit: Nachts, wenn man im Himmel Sterne, Planeten und vielleicht auch mal Sternschnuppen entdecken kann. Es ist ein tief archaisches und emotionales Bedürfnis, gemeinsam unterm Sternenhimmel zu sitzen.
Kontakt: Instagram

Beschreibe deinen Job in einem Satz: Mein Job ist für mich nicht Beruf, sondern Berufung: ich darf Menschen die Tür zum Kosmos öffnen und meine Begeisterung für die Wissenschaft weitergeben.

Was war dein allererster Job? Mit 14 Jahren habe ich meinen ersten eigenen Vortrag in einem Planetarium gehalten und seitdem haben mich die Sterne nicht mehr losgelassen.

Wie sieht es bei dir zu Hause aus? Dank meiner Kinder kosmisch kreativ.

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Ob die Person ein echtes Gespräch führen und mir auf Augenhöhe begegnen möchte.

Wann hast du zuletzt von Herzen gelacht? Zusammen mit meinen Kindern über Blödeleien des Alltags.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt: Ja!

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? Die Liste ist lang.

Das glaubt niemand von dir: Dass ich – glaube ich – ganz gut backen kann.

Wenn es eine persönliche Flagge für dich gäbe, wie würde sie aussehen? Blau wie der Neptun, der in Berlin entdeckt wurde, ein stilisierter Sternprojektor und das Emblem der United Federation of Planets, aber mit dem Logo der Stiftung Planetarium Berlin.

Du hast Besuch von Freund:innen, die zum ersten und letzten Mal in der Stadt sind. Was macht ihr? Sonnenuntergang auf dem Tempelhofer Feld, Döner und Sterne gucken auf der Archenhold-Sternwarte mit einem guten Glas Wein in der Hand.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Den Wert der Wissenschaft und Forschung neu in der Gesellschaft verankern, so dass wir faktenbasiert gute Entscheidungen zum Wohle aller treffen. Und das können wir nur mit einer kosmischen Perspektive auf irdische Herausforderungen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Eine vom heimischen Testpublikum für sehr gut befundene Lasagne.

Was sollte niemand von dir wissen? Meinen täglichen Kaffeekonsum.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Welcher mein Lieblingsplanet ist.

Das letzte Wort: Wir Menschen durchschreiten alle gemeinsam das Universum samt Milliarden faszinierender Galaxien. Dennoch sollten wir uns stets darauf zurückbesinnen, dass unsere wunderschöne blaue Erde immer noch der einzige bewohnbare Planet ist, den wir kennen. Wir sitzen aber nicht klein mit Hut auf irgendeinem Krümel im Kosmos, sondern sind Statthalter des Universums und verantwortlich dafür, seine Schönheit und Einzigartigkeit durch Wissenschaft, Kunst und Kultur zu bewahren.

FOTO: Bernd Jaworek

Aline & Ina Eberz

Von SaLagne bis SinoDaurier – als Tiny Typo verwandeln Aline und Ina Eberz Kinderworte in tragbare Kunst. Aline ist der kreative Kopf des Duos – schon als Jugendliche hat sie einen eigenen Keramikzirkel geleitet – während Ina sich beruflich mit KI beschäftigt. Trubel ist bei den beiden vorprogrammiert: Zwischen Ninja-Kinder-Geburtstagspartys, Messevorbereitungen und Alltagschaos bleibt trotzdem immer Zeit für selbstgebackene Pizza. Laut Ina sind Alines Pizzen die besten außerhalb Italiens – da müssen selbst Inas Schwächen für Kinderschokolade und billige Kiosk-Süßigkeiten zurückstecken.

Name: Aline & Ina Eberz
Alter: 40 / 39
Wohnort: Hamburg
Beruf: Co-Founder von Tiny Typo, Account Managerin / Co-Founder von Tiny Typo, IT-Managerin
Schuhgröße: Wie unser Alter – wie lustig, ist uns noch nie aufgefallen: Also 40 und 39.
Lieblingsfarbe: petrol / bunt
Kontakt: info@tiny-typo.de

Beschreibe deinen Job in einem Satz:
Aline: Ich mache aus Kinderworten tragbare Kunst – mit Rakel, Sieb, Farbe und ganz viel Liebe im Gepäck.
Ina: Ich jongliere zwischen KI, Kinderworten, Website und Social Media – und irgendwie wird’s am Ende trotzdem schön bunt.
Wir beide: Vom Kinderworte zum Lieblingsstück: Wir gestalten die Designs unserer Shirts und Pullover auf Basis echter Kinderwort-Kreationen – wie „SaLagne“ für Lasagne oder „SinoDaurier“ für Dinosaurier. So wird jedes Stück einzigartig. Tiny Typo ist unsere Herzensmarke – und wächst mit jeder neuen Idee ein Stück weiter.

Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spaß?
Ina: Abends mit verrückten Ideen einzuschlafen und morgens mit noch verrückteren aufzuwachen…
Aline: …und sie dann einfach umsetzen zu können, weil es unser eigenes Herzensprojekt ist.

Womit kann man dich beeindrucken?
Aline: Menschen, die mit ihren Händen und ihrer Kreativität etwas erschaffen. Und Menschen, die einen Pizzateig hochwerfen können.
Ina: Ich bin leicht zu beeindrucken – man muss nur mit offenen Augen durch die Welt gehen. (Schon mal das gescheitelte Bauchfell eines Faultiers gesehen?)

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du dir gern einmal die Nacht um die Ohren schlagen?
Aline: Oprah Winfrey, weil sie wahrscheinlich die einzige Person ist, die einem eine Lebenslektion, ein Buch und ein Auto in einem Gespräch schenken könnte. („You get a car!“)
Ina: Geht auch Mittagessen? Ich muss nachts schlafen. Dann Elon Musk – dem müsste man mal ins Gewissen reden!

Deine größte Schwäche?
Aline: Meine Frau und mein Kind.
Ina: Ich neige zu Kurzschlussreaktionen, wenn mich was nervt.

In welcher Beziehung bist du eine Spießerin?
Aline: Witzigerweise auch das Klopapier, aber bei mir muss es nach vorn hängen. Und ich hänge es bei anderen auch um.
Ina: Klopapier. Muss vierlagig sein.

Woran merkst du, dass du erwachsen geworden bist?
Aline: Dass ich Kuchenreste lieber einfriere als wegwerfe. Und ja, wenn’s drauf ankommt, stehen wir unsere Frau.
Ina: Ich bin nicht erwachsen – nur volljährig. Es sei denn, es geht um meine Familie, dann werde ich zur Löwenmama.

Wenn du nicht mehr schlafen müsstest, was würdest du mit der zusätzlichen Zeit anfangen?
Aline: Kochen, Backen, Siebdrucken.
Ina: Trotzdem Schlafen. Ich liebe schlafen einfach sehr. Wenn ich es gar nicht bräuchte, würde ich an Tiny Typo arbeiten.

Aline, beschreibe Ina in drei Worten: Wundertüte. Kreativ-Chaos. Authentisch.
Ina, beschreibe Aline in drei Worten: Liebe. Meines. Lebens.

Welches Buch, welchen Film und welche Platte sollte jeder gelesen, gesehen und gehört haben?
Aline: Buch: Die Bücherdiebin (Markus Zusak). Film: Grüne Tomaten. Song: Ode an den Bass von Paul Wetz.
Ina: Buch: Momo (Michael Ende) und Die Stadt in der Wüste (Antoine de Saint-Exupéry). Film: Queen of the South. Musik: die alten Whitney-Houston-Songs.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Aline: Ich wünsche mir, dass Menschen einander wieder wirklich zuhören – ohne sofort zu urteilen. Das allein würde schon viel verändern.
Ina: Ich würde mir wünschen, dass Erwachsene sich ihre kindliche Fantasie bewahren – dieses Gefühl, dass alles möglich ist. Ich finde, die Welt braucht einfach mehr Glitzer – im besten Sinne. Deshalb haben wir gerade unsere „Glitzer im Stadtbild“-Edition entworfen. Eine kleine, liebevolle Antwort auf eine große, unschöne Diskussion. Ich finde, das Stadtbild muss bunt bleiben.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Aline: Selbstgemachte Pizza und Culurgiones (sardische Pasta).
Ina: Ich sorge für den Wein.

Was sollte niemand von dir wissen?
Aline: Dass ich meine Mails sortierter halte als meine Sockenschublade. Und ich hänge die Socken paarweise auf.
Ina: Dass ich heimlich immer noch Kinderschokolade im Kühlschrank verstecke – geteilte Schokolade ist halbe Schokolade.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
„Wie viele Farbflecken habt ihr gerade an den Händen?“ – das sagt bei uns meistens mehr als jede Statistik.

Das letzte Wort:
Hat bei uns immer Aline. (Und meistens auch das letzte Stück Pizza.)

FOTO: Ina Eberz

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 11. November 2025 | Tags: , , , Keine Kommentare

Andje Stamer

Alt eingesessene Leser:innen wissen es: Wir stellen unseren Interviewpartner:innen immer ein paar Eingangsfragen, die wir eigentlich so nicht veröffentlichen, über die wir aber immer eine Menge erfahren. Aber manchmal sind die Antworten so auf den Punkt, dass wir sie – frech wie wir sind – einfach übernehmen. Heute ist mal wieder so ein Moment. Los geht’s: Wer bist du? „Ich mag die Frage. Wir haben so viele Identitäten, die wir manchmal ganz vergessen, die aber unser Leben, unsere Erfahrung und unsere Haltung prägen. Ich bin Andje. Frau. Mutter. Hamburgerin aus dem Wendland kommend. Privilegierte Frau in Deutschland lebend. Mitgestalterin der Hamburger Klimaschutzstiftung, in der ich Räume für Bildung und gemeinsames Handeln für eine nachhaltige Zukunft öffne.“ Macht Neugier auf mehr? Dann schnell weiterlesen. Danke, Andje!

Name: Andje Stamer
Alter: 47
Wohnort: Hamburg
Beruf: Geschäftsführerin der Hamburger Klimaschutzstiftung – gemeinsam mit einem starken Team.
Schuhgröße: 37
Lieblingstageszeit: Habe ich nicht.
Kontakt: LinkedIn

Beschreibe deinen Job in einem Satz: Ich bin Brückenbauerin, Raumgeberin, Allianzenschmiedin und Mitgestalterin für eine Welt, die nur besser geht mit einer Bildung, die anders ist, nur mit echter Haltung und nur gemeinsam.

Mit welchen drei Worten würden dich deine Freund*innen beschreiben? Emotionsbombe. Reflektiert. Fröhlich.

Hamburg ist… am liebsten der beste Ort der Welt. Eben das, was man draus macht.

Wessen BRAVO-Poster hattest du an der Wand? Autsch. Fragt doch sowas nicht. Im Haus meiner Eltern herrschte strengstes BRAVO Verbot.

Was kann jeder heute tun, damit wir alle eine glücklichere Zukunft erleben? Dinge zu Ende denken. Konsequent sein. Zuhören, offen und freundlich sein. Und Bildung nutzen, um andere zu befähigen, selbst aktiv zu werden.

Welchen Wochentag magst du am liebsten und warum? Den, an dem ich am meisten lache.

Was ist dein verstecktes Talent? Ich kann meine Hand 360 Grad verdrehen. Nee, stimmt nicht: ich kann beide Hände um 360 Grad drehen.

Was ist gerade das Hintergrundbild auf deinem Telefon? Family pic: Kleine Menschen (meine) in kleiner Gasse (Italiens).

Was würdest du tun, wenn du pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung hättest? Sie genießen. Immer wieder neu, immer wieder anders.

Welches war das schönste Kompliment, das dir jemand einmal gemacht hat? Man sagte mir, ich schaffe es, dass Menschen sich gesehen und verstanden fühlen – als würden sie ein Stück von sich selbst wiederfinden. Das ist wunderschön, oder?

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Dass wir alle Verhalten mehr bewerten als das, was wir sagen. Danach würden so viele gute Dinge passieren.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Spaghetti mit samtig-goldenem Olivenöl, Cherry Tomaten und frisch geraspeltem Parmesan

Was sollte niemand von dir wissen? Ich bin eine echt miese Köchin.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Warum beginnt Zukunft mit Bildung?“ – Dann hätte ich antworten können: Na, weil wir sonst wie Welpen durchs Leben stolpern – oder schlimmer noch womöglich Lemminge-like eine unglückliche Richtung ansteuern. Bei der Hamburger Klimaschutzstiftung schaffen wir Räume, in denen Menschen lernen, gestalten und gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft aktiv werden können – und das ist nicht nur wahnsinnig sinngebend sondern macht dazu noch richtig Spaß.“

Das letzte Wort: Thank u for having me.

FOTO: Erik Brandt-Höge

Fanny Harms

Die Welt ist für Fanny Harms ein Spielfeld voller Möglichkeiten. Klare Strukturen und über den Rand hinaus malen? Für sie kein Widerspruch: Als Architektin sind präzise Linien ihr tägliches Handwerkszeug, als Künstlerin hingegen folgt sie nach Feierabend lieber der freien Assoziation – immer mit dem Anspruch, den Dingen mit mehr Leichtigkeit und Liebe zu begegnen. Derzeit arbeitet sie gemeinsam mit anderen Künstler:innen des neu gegründeten Berlin Art Collective an ihrer ersten Ausstellung, die sich den verschiedenen Dimensionen von Ultramarin widmet. Und unser neues MMW APARTMENT schmücken glücklicherweise ihre Kunstwerke auch. Hallo Fanny!

Name: Fanny Harms
Alter: 45
Wohnort: Berlin
Beruf: Architektin, Künstlerin, ganzheitlicher Coach
Schuhgröße: 39
Lieblingsfilmzitat: In meinem Lieblingsfilm ‘Alles eine Frage der Zeit’ sagt Tim: „Wir alle reisen zusammen durch die Zeit, jeden Tag unseres Lebens. Alles, was wir tun können, ist, diese bemerkenswerte Fahrt zu genießen.“
Kontakt: instagram.com/fanny_harms_

Beschreibe dich in drei Worten: Experimentierfreudig, intuitiv, mutig

Was war dein allererster Job? Mein erster Job war ein Ferienjob in einer Bar, und ich hab’s geliebt ✨ Bei unseren Kunstevents wie dem BAAM stehe ich immer noch gern hinterm Tresen.

Für welche Sache kannst du dich so begeistern, dass du Essen und Trinken vergisst? Wenn ich an einer neuen Serie arbeite, vergesse ich nicht nur Essen und Trinken, sondern auch Raum und Zeit.

Wie warst du als Kind? Kreativ-chaotisch und ganz schön wild, mit 1000 Ideen und am liebsten mit Farbe, Sand oder Werkzeug in der Hand.

Was bringt dich zum Lachen wann immer du daran denkst? Wenn ich an Situationen denke, die völlig schiefgelaufen sind, aber heute gute Geschichten sind. Mein Papa hat immer gesagt: Nur wenn’s schiefläuft, wird’s ne gute Geschichte 😅

Bist du ein Gefühls- oder ein Kopfmensch? Eindeutig beides. Ich denke viel nach und fühle stark – manchmal gleichzeitig, manchmal im Wechsel.

Eine Begegnung, die du nie vergisst: Als meine Mama meinen Sohn zum ersten Mal sah. Dieser Moment bleibt tief in mir, wahrscheinlich gerade weil sie ein paar Monate danach verstorben ist.

Was würdest du gerne besser können? Zeit anhalten. Oder wenigstens akzeptieren, dass der Tag keine 535 Stunden hat.

Welches Problem würdest du gerne lösen? Dass wir Gegensätze sehen, wo eigentlich Verbindung steckt, zwischen Kopf und Herz, Mensch und Natur, Du und Ich.

Glaubst du an Schicksal? Ich glaube nicht unbedingt an Schicksal, aber daran, dass vieles Sinn ergibt, wenn man zurückblickt – und ich übe mich im Vertrauen darauf, dass das Universum weiß, was es tut.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde die Welt ein bisschen langsamer drehen, damit wir wieder spüren, was wirklich wichtig ist.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Wir würden zusammen etwas Airfryer-Magic machen. Seit ich das Ding habe, kommt alles rein – von Gemüse über Lachs bis Halloumi. Am liebsten, wenn alle gemeinsam etwas schnippeln.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich zu viele Tabs offen habe – im Browser und im Kopf 💫

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wann ich das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht habe. Lebenslanges Lernen gehört für mich zum Glückskonzept dazu. Bei mir als Nächstes auf dem Plan: Elektrotango tanzen.

Das letzte Wort: Mein Lebensmotto: Ready for nothing, prepared for everything.

FOTO: privat

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 14. Oktober 2025 | Tags: , Keine Kommentare

Nina Hüpen-Bestendonk

Vorhang auf für Nina: Kommunikationsdesignerin, Content-Creatorin, Flummiweltmeisterin, kreative eierlegende Wollmilchsau, wie sie selbst über sich sagt. Klingt bunt? Ganz genau! Wenn sie nicht gerade ihren neuen Atelierplatz in Neukölln bezieht (alles Gute zum Einzug an dieser Stelle!), trifft man sie beim Jamskaten auf dem Tempelhofer Feld oder beim kreativen Austoben in diversen Projekten. Das hier alles aufzulisten sprengt den Rahmen unseres kleinen Intros. Checkt daher unbedingt ihre Website (inklusive wunderschönem Onlineshop!). Aber vorher noch das Interview zu Ende lesen. Lohnt sich! Hömma!

Name: Nina Hüpen-Bestendonk
Alter: 41
Wohnort: Berlin Neukölln
Beruf: Content Creative
Schuhgröße: 41
Lieblingsfarbe: Lilac
Kontakt: smaracuja.de / instagram.com/smaracuja

Beschreibe deinen Job in einem Satz: Kreative eierlegende Wollmilchsau.

Was war dein allererster Job? Blumentöpfe abstauben im Gartencenter.

Was macht dich richtig zufrieden? Wenn ich in die Heimat fahre und den rheinischen Dialekt höre.

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Knapp über den Wolken fliegen bei Sonnenuntergang.

Wenn es eine persönliche Flagge für dich gäbe, wie würde sie aussehen? Bunt, mit Herzen, Smileys, Blumen und Sternen.

Wer sitzt mit dir an deinem Traum-Stammtisch? Meine Girls. Und Pedro Pascal.

In welcher Beziehung bist du eine Spießerin? Ich habe die Ordnungsamt App.

Was würdest du gerne nochmal zum ersten Mal machen? In die Antarktis reisen.

Berlin ist… laut, dreckig, unfreundlich.

Würdest du lieber eine Woche lang dein Haus nicht verlassen dürfen oder eine Woche lang nicht nach Hause dürfen? Eine Woche lang das Haus nicht verlassen. Ich bin immer unterwegs und ich liebe es draußen zu sein. Ich bekomme schnell ein schlechtes Gewissen oder Angst was zu verpassen, wenn ich nicht raus gehe. Eine Woche das Haus nicht zu verlassen würde mir die Erlaubnis geben, genau das zu tun. Aber bitte auch nicht (mehr) länger als eine Woche!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Frauen die (alleinige) Macht geben.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Bolo!

Was sollte niemand von dir wissen? Hömma!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wo liegt das Glück?

Das letzte Wort: Ich kann gar nicht kochen.

FOTO: privat

Karlie Muehlbach

Karlie Muehlbach ist mehr als eine Stilberaterin. Sie versteht Kleidung nicht als bloßes Beiwerk, sondern als Spiegel der eigenen Identität. Als Stiltherapeutin und Gründerin von Deep Styling begleitet sie Menschen dabei, Schichten der Anpassung abzulegen und sich in ihrer ganzen Präsenz zu zeigen – authentisch, lebendig, echt. Ob im persönlichen Coaching, in ihrem kommenden Workbook oder ganz intensiv beim Retreat „Selbst. Stil. Sein. The Art of Being“ mit Irina Alex auf Rügen: Karlie lädt dazu ein, Stil als Ausdruck innerer Freiheit zu begreifen und begleitet ihre Kund*innen auf eine Entdeckungsreise zu sich selbst. Vorhang auf für Karlie!

Name: Karlie Muehlbach
Alter: 46
Wohnort: Ich lebe in Berlin Schöneberg. Ansonsten bin ich überall zu Hause wo ich Weite & Freiheit spüre.
Beruf: Stiltherapeutin | Identity & Style Coach | Gründerin von Deep Styling
Schuhgröße: 38
Lieblingsfilmzitat: Der Film zu meinem Lieblingszitat muss erst noch gedreht werden: „Beauty begins the moment you decide to be yourself.“ Coco Chanel
Kontakt: karliemuehlbach.de | LinkedIn

Beschreibe euer Retreat im November auf Rügen in einem Satz: Irina und ich öffnen einen Raum, in dem somatische Körperarbeit, Stil- und Persönlichkeitsentwicklung zusammenfließen – für ein Ankommen in deiner Essenz und ein Strahlen von Innen nach Außen.

Was war bis jetzt dein größter beruflicher Erfolg und warum? Dass ich den Mut hatte, meinen sicheren Managerjob in der Konzernwelt hinter mir zu lassen, um meine eigene Vision zu leben.

Was war dein allererster Job? Im Alter von 14 Jahren die Haare meiner Freundinnen zu schneiden :)

Wo verbringst du die meiste Zeit? In echten Gesprächen mit Menschen. Sie sind für mich Nährboden von Authentizität und Inspiration.

Was hättest du dir sparen können? Den Glauben, mich anpassen zu müssen, um „richtig“ zu sein.

Welche Farbe würdest du wählen, um dich selbst zu beschreiben? Und warum? Ein dynamisches Silber trifft auf ein elegantes Nachtblau. Silber steht für meine Energie und Wandelbarkeit, Nachtblau für meine Klarheit und Tiefe.

Was bewegt dich gerade wirklich? Wie wir Menschen lernen können, mehr zu fühlen als zu funktionieren – und wie sehr Kleidung uns dabei als Spiegel und Ausdruck dient.

Was würdest du gerne nochmal zum ersten Mal machen? Praktikum in San Francisco.

Was verbindest du mit deiner Heimat? Familie, Vertrauen, Natur.

Was war das beste Essen, das du je gegessen hast? Kaiserschmarrn auf der Edelrauthütte.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde dafür sorgen, dass finanzielle Bildung und gewaltfreie Kommunikation für alle zugänglich sind – von klein auf.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich würde Sushi kommen lassen, den Tisch liebevoll decken, frische Blumen dazu und Champagner kalt stellen.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich manchmal zu perfektionistisch bin, obwohl ich genau weiß, dass Echtheit viel schöner ist als Perfektion.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was ist deine Superpower?

Das letzte Wort: Don’t wear fashion, wear selfexpression!

FOTO: Elisa-Marie Schütz

Laurence Saunier & Marlena Hien

Laurence und Marlena, die Gründerinnen hinter Bears with Benefits, jonglieren nicht nur erfolgreich eine schnell wachsende Beauty-Brand, sondern auch Familie, Kinder, Hausbau, Altbausanierung – und schaffen es trotzdem, zwischendurch eine Coke Zero (Marlena) oder einen tiefen Atemzug (Laurence) einzubauen. Eigentlich wollte Laurence mal Nahost-Expertin werden, hat dann aber übers Ausprobieren und Umwege ihre Liebe fürs Gründen entdeckt – und in Marlena die perfekte Partnerin gefunden. Gemeinsam haben die beiden eine wilde, manchmal chaotische, aber vor allem unglaublich erfüllende Reise hingelegt, auf der Marlena mehr über Amazon-Algorithmen und Finanzbuchhaltung gelernt hat, als sie je wollte – und trotzdem eine Marke aufgebaut hat, die inzwischen international durchstartet.

Name: Laurence Saunier / Marlena Hien
Alter: 49 / 37 (gefühlt aber zwischen 25 und 80, je nach Schlaflage der Kinder)
Wohnort: Hamburg / München (born and raised)
Beruf: Gründerin & Unternehmerin / Unternehmerin
Schuhgröße: 39 / 42
Lieblingsfarbe: ein warmes, sonniges Gelb / Pink – was sonst?
Kontakt: linkedin.com/laurence-saunier / linkedin.com/marlenabraeu

Beschreibe Bears with Benefits in einem Satz:
Laurence: Vegane, hochwertige Nahrungsergänzung in Gummibärchenform – für Frauen, die Selfcare lieben, aber nicht das Gefühl brauchen „optimieren“ zu müssen.
Marlena: Vitamine, die wirken – und dabei so lecker sind, dass man fast vergisst, dass sie gesund sind.

Wer gab dir den besten beruflichen Rat und welcher war es?
Laurence: Meine Mutter. Sie ist Mathematikerin und hat mir früh mitgegeben: Hab keine Angst vor Unbekannten. Fang einfach an zu rechnen, der Rest ergibt sich Schritt für Schritt.
Marlena: Mein Vater: Echte Freiheit bekommst du nur in der Selbstständigkeit. Er hat mich früh dazu ermutigt, unternehmerisch zu denken und den Schritt in die Gründung zu wagen. Und stand mir während der ganzen Zeit immer mit Rat und Tat zur Seite!

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest?
Laurence: Ob da echtes Interesse ist. Ich merke schnell, ob jemand wirklich zuhört – oder nur wartet, selbst reden zu können.
Marlena: Händedruck, Blickkontakt und… Schuhe. Sorry, aber die verraten so viel über einen Menschen.

Was sollten alle über dich wissen?
Laurence: Ich bin introvertiert – aber umsetzungsstark. Ich muss nicht im Mittelpunkt stehen, sondern ziehe meine Energie daraus, Dinge ins Rollen zu bringen, die Sinn haben.
Marlena: Dass ich eigentlich nur bei drei Menschen ans Telefon gehe (mein Mann, mein Papa und Laurence). Der Rest kann mir gerne schreiben.

Laurence, beschreibe Marlena in drei Worten: Für mich ist Lena unfassbar verlässlich, wahnsinnig schnell und effizient – mit diesem besonderen Auge fürs Detail. Und sie macht all das ohne großes Aufheben um sich selbst, mit einer unglaublichen Ruhe und Ausstrahlung.
Marlena, beschreibe Laurence in drei Worten: Laurence ist weitsichtig, hartnäckig, loyal. Sie hat sich ihren Spitznamen „Terrier“ redlich verdient und bleibt dran, wenn andere längst aufgegeben haben.

Das glaubt niemand von dir:
Laurence: Niemand vermutet, dass ich in einer Hamburger Studentenkommune aufgewachsen bin, Islamwissenschaft studiert habe und eigentlich Nahost-Expertin werden wollte – bevor ich meine Leidenschaft fürs Gründen entdeckt habe.
Marlena: Dass ich fast jeden 90s-Song auswendig mitsingen kann.

Was war früher dein liebstes Schulfach?
Laurence: Geschichte. Mich hat fasziniert, wie Menschen und Gesellschaften sich entwickeln – und welche Muster sich wiederholen.
Marlena: Geschichte hätte ich 5 Stunden am Tag haben können.

Über welches Thema könntest du eine 30-minütige Präsentation halten ohne jede Vorbereitung?
Laurence: D2C-Brand-Building. Von der Idee im Wohnzimmer bis zur europaweiten Marke – mit allen Fehlern, Hacks und Aha-Momenten.
Marlena: „Warum mehr Frauen gründen sollten – und wie wir die Angst davor verlieren.“

Wo fühlst du dich zuhause?
Laurence: Da, wo meine Kinder sind. Egal welcher Ort. Aber am liebsten in Hamburg.
Marlena: Im Schützenzelt.

Was war deine letzte Frage an ChatGPT?
Laurence: Wie man eine Excel-Liste für unsere Baustellenkoordination am besten strukturiert.
Marlena: „Wie lange wackelt ein Wackelzahn?“ Bei unserem Großen ist es jetzt so weit.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Laurence: Dass Frauen überall auf der Welt die gleiche Chance haben, über ihre Gesundheit, ihren Körper und ihr Leben selbst zu bestimmen.
Marlena: Dass „Vereinbarkeit“ nicht nur ein Buzzword auf LinkedIn ist, sondern echte Realität für Eltern.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Laurence: Etwas Einfaches, aber Gutes – Pasta mit frischen Kräutern, Gemüse aus dem Ofen und einem Glas Wein.
Marlena: Penne à la Vodka (gelingsicher) und Tiramisu (weil man nie zu viel Tiramisu haben kann).

Was sollte niemand von dir wissen?
Laurence: Dass ich mehr über Pariser Apartments weiß als die gesamte Kretz-Familie zusammen – dank meines inoffiziellen Masterstudiums im endlosen Scrollen durch Pariser Immobilienanzeigen. Pariser Apartments sind mein Guilty Pleasure.
Marlena: Dass ich Trash-TV liebe und mich bei „Temptation Island“ besser auskenne als bei der Tagesschau.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Laurence: Ob ich schon mal ernsthaft über eine Karriere als Pariser Immobilienmaklerin nachgedacht habe?
Marlena: Was mich morgens wirklich motiviert – außer Kaffee und Deadlines?

Das letzte Wort:
Laurence: Gründen ist ständige Überforderung – mit Höhenflug und Rückschlag, manchmal alles am selben Tag. Aber genau das braucht es, damit etwas Tolles entsteht.
Marlena: Einfach machen – mehr als Scheitern kannst du nicht!

FOTO: Bears with Benefits

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 02. September 2025 | Tags: , , Keine Kommentare

Caroline von St. Ange

Caroline von St. Ange liebt das Lernen – doch noch mehr liebt sie es, diese Begeisterung weiterzugeben. Seit über 15 Jahren tut sie genau das: Zunächst als Schülerin in der Nachhilfe, heute als Lerncoach, Autorin und Bildungsinfluencerin. Auf ihrer eigenen Plattform bietet sie vielfältige Kurse für Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte an und wir freuen uns sehr, sie in diesem Jahr beim AckerFestival auf der Bühne sehen zu dürfen! Ihr neustes Thema: Wie lässt sich Künstliche Intelligenz sinnvoll fürs Lernen nutzen? Dabei geht es Caroline nicht nur um Spaß am Lernen, sondern vor allem um etwas Grundlegendes: mehr Chancengleichheit in der Bildung.

Name: Caroline von St. Ange
Alter: 36
Wohnort: Berlin
Beruf: Lerncoach, Autorin und Bildungsinfluencerin
Schuhgröße: 39
Lieblingstageszeit: 7-8 Uhr morgens
Kontakt: learnlearningwithcaroline.com

Beschreibe deinen Job in drei Worten: Wissen. Herz. Haltung.

Die ganze Welt hört dir zu: Was sagst du? „Leute! Jetzt reißen wir uns mal alle zusammen und kriegen das hin, okayyy?”

Was war früher dein liebstes Schulfach? Philosophie bei meinem Lieblingslehrer Herr Kreichelt.

Zu welchem Thema hast du erst kürzlich deine Meinung geändert? Dass offenes und selbstreguliertes Lernen immer das Beste ist.

Was war deine letzte Frage an ChatGPT? Für meinen Kurs: „Ich bin Schüler einer neunten Klasse und muss den Unterschied zwischen Säuren und Basen für Chemie lernen. Erkläre mir das in Form eines Raps.” Die Antwort war mega!

Worauf freust du dich in den nächsten Wochen besonders? Auf das AckerFestival!

Wofür brennst du? Für Chancengleichheit und Bildung für alle!

Welche Superheld*innenkraft hättest du gern? Ich würde gern auf Knopfdruck sämtliche unnötigen Meetings, überflüssige Bürokratie und Bildungs-Buzzwords einfach verpuffen lassen. Puff. Nur noch echte Gespräche und Zeit fürs Wesentliche.

Wovon hast du keine Ahnung? Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Welchen Wochentag magst du am liebsten und warum? Freitag, das Wochenende vor einem, stolz auf das, was man unter der Woche geschafft hat.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Jedem Menschen die Fähigkeit geben, sich tief in andere Menschen einfühlen zu können. Ich glaube, dann gäb’s ganz viel Mist auf der Welt nicht mehr.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Mangold aus dem Garten à la Ottolenghi – köstlich!

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich mir negative Kommentare nach Jahren noch zu Herzen nehme.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Was passiert, wenn man dich nicht fragt?“ – Antwort: Dann sage ich trotzdem was dazu :D

Das letzte Wort: Ich glaube an Kinder. Und an Erwachsene, die sie nicht vergessen haben.

FOTO: Paula Winkler

Tanja Ferkau

Tanja, was steht aktuell bei dir an? „Kurz mal die Welt retten, aber mit Spaß.“ Klingt super – die müssen wir euch vorstellen! Tanja ist Dreifachgründerin, zwei ihrer Unternehmungen sind gemeinnützige GmbHs. Allen liegt der ganz bescheidene Anspruch zugrunde: Wie können wir die Welt retten? Sie sozialer, gerechter, nachhaltiger, zukunftssicherer machen – und zwar für alle. Es geht bei Tanja immer um ganzheitliche systemische Veränderung, also dahin gehen wo es weh tut und wo die größten Hebel sind. Bei allem schwingt ein beruflicher Rat von Pippi Langstrumpf mit. Und David Bowie singt dazu in ihrem Ohr. Und wenn gar nichts mehr geht, dann gibt es erstmal Pilzrisotto. Ihr versteht nur Bahnhof? Dann lest selbst!

Name: Tanja Ferkau
Alter: 56
Wohnort: Hamburg
Beruf: Strategin
Schuhgröße: 41
Lieblingsfilmzitat: „Houston, wir haben ein Problem.“ (Apollo 13)
Kontakt: linkedin.com/tanja-ferkau

Beschreibe deinen Job in einem Satz: Ich bin Strategin, Brückenbauerin und „Wirkungsverstärkerin“ und nutze meine Fähigkeiten aus früheren Corporate-Jobs dafür, mehr Impact und Veränderung in unserer Gesellschaft zu schaffen.

Wer gab dir den besten beruflichen Rat und welcher war es? Pippi Langstrumpf: „Der Sturm wird stärker. Ich auch.“

Welche Eigenschaft schätzt du an einem Menschen? Ehrlichkeit, Klarheit und Humor.

Bist du besser darin Dinge anzufangen oder zu beenden? Meine Motivation etwas Neues zu beginnen ist dann am höchsten, wenn ich zuvor etwas erfolgreich abgeschlossen habe.

Was ist das schönste Wort in der deutschen Sprache? Sommersprosse.

Bei welchem kulturellen Ereignis wärst du gerne dabei gewesen? David Bowie, 1987, auf dem Konzert vor dem Reichstagsgebäude in Berlin. Nicht nur weil ich ihn als Künstler bewundere, auch weil das Konzert so grenz- bzw. mauerüberschreitend war.

Was würdest du gern besser können? Die Sekunden zwischen Reiz und Reaktion verlängern.

Wie trinkst du deinen Kaffee? Mit Hafer.

Was ist dein wertvollster Besitz? Die Uhr meines Vaters.

Was kann jeder heute tun, damit wir alle eine glücklichere Zukunft erleben? Seinen Hebel suchen, die Welt ein bisschen besser zu machen.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest? 1,5 Grad durchsetzen – jetzt, sofort.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Pilzrisotto.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich Struktur vor allem deshalb so liebe, weil mein Alltag so ein bisschen ist wie mit Dauerkarte “Wilde Maus” fahren.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Mhh, interessant hätte ich gefunden: „Welche Hebel haben Kreative für Klima und Demokratie?“

Das letzte Wort: Peace & happiness.

FOTO: Ferkau

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 05. August 2025 | Tags: , Keine Kommentare

Dominic Nemec & Benjamin Held

Gut Ding will Weile haben – klar. Aber manchmal muss es eben chop-chop gehen. Dominic und Benjamin vom Chop-Chop Studio liefern kreative Lösungen in Lichtgeschwindigkeit – ob Kampagnenvideo, AI-Content oder Social-Media-Clip. Wenn sie nicht gerade die Welt durch die Kamera betrachten, feilen sie an frischen Ideen und Visionen – und ergänzen sich dabei perfekt: Benjamin liebt Perspektivwechsel und findet mit Begeisterung Lösungen für die unterschiedlichsten Herausforderungen. Dominic bringt Ruhe ins kreative Chaos und spricht offen über sein Stottern. Zwei kreative Köpfe, die wissen, wie man Content mit Seele macht.

Name: Dominic Nemec / Benjamin Held
Alter: 43 / 36
Wohnort: Berlin / Berlin
Beruf: Unternehmer / Creative Producer & Geschäftsführer
Schuhgröße: 46 / 44,5
Lieblingstageszeit: morgens 5:30 Uhr / 10:30 Uhr
Kontakt: chop-chop.studio / benjamin@chop-chop.studio

Beschreibe Chop-Chop Studio in einem Satz:
Dominic: Contentagentur.
Benjamin: Die schnellste Kreativproduktion Berlins.

Wer oder was warst du in einem früheren Leben?
Dominic: Zauberer.
Benjamin: Mein altes „Ich“ ist noch nicht ganz ausgestorben. Ich merke, dass es immer schwieriger wird „Mich“ zurückzuholen. Ich war definitiv freier und spontaner.

Womit kann man dich beeindrucken?
Dominic: Selbstreflexion.
Benjamin: Mit Emotionen. Menschen und Geschichten.

Welche Farbe würdest du wählen, um dich selbst zu beschreiben? Und warum?
Dominic: Violett, wie mein Hut aus Mexico.
Benjamin: Gelb, das habe ich mir irgendwann als Kind ausgesucht und ich bin dabei geblieben. Die Farbe der Sonne.

Dominic, beschreibe Benjamin in drei Worten: Edgy und stilles Wasser.
Benjamin, beschreibe Dominic in drei Worten: Wikinger, Urgestein, Ruhepol.

Was war deine letzte Frage an ChatGPT?
Dominic: Verbessere das …
Benjamin: Copy paste: „how to use the flash from the konica hexar rf“

Ich bin der größte Fan von:
Dominic: Meinem Sohn.
Benjamin: Familie und freier Arbeit.

Was würdest du gerne nochmal zum ersten Mal machen?
Dominic: Ein Highlight war das erste Mal meinen Sohn in den Armen zu halten. Das kann man nicht oft genug machen, glaube ich. ❤️
Benjamin: Kuchen essen.

Welcher Ort bringt deinen Kopf sofort zum Sprudeln?
Dominic: Gym.
Benjamin: Der Ozean.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Dominic: Die Welt momentan…
Benjamin: Gleiche Vorraussetzungen für alle Menschen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Dominic: Maultaschen.
Benjamin: Linsensuppe.

Was sollte niemand von dir wissen?
Dominic: Niemand sollte wissen, dass ich nicht immer vegan esse.
Benjamin: Manchmal habe ich morgens richtig schlechte Laune und ich kann mir nicht erklären woran das liegt, aber ich arbeite daran.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Dominic: Wie meine zwei weiteren Vornamen sind.
Benjamin: Ihr habt eine super Auswahl an Fragen getroffen. Danke.

Das letzte Wort:
Dominic: Liebe Grüße!
Benjamin: Das gebe ich an meine Tochter, sie sagt: „Ein Eisbärbuch noch nicht lesen“.

FOTO: privat

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 22. Juli 2025 | Tags: , , , Keine Kommentare

Sebastian Schmidt

Dass Gerüche unsere Sympathie beeinflussen, ist wissenschaftlich belegt. Doch wie findet man den Duft, der wirklich zu einem passt? Für Sebastian (stets an der DHL-Jacke zu erkennen) und Gregor von breathe fresh cosmetics ist diese Frage eine Herzensangelegenheit. Sebastians Weg zur Parfümerie führte vom Innenarchitekturstudium, im wahrsten Sinne des Wortes über die Dächer Berlins in Gregors Leben und auch in seinen kuratierten Parfümladen – übrigens der erste seiner Art in Berlin. Düfte sind hier kleine Kunstwerke, die mit viel Leidenschaft für die Sache und vor allem mit guter Menschenkenntnis den perfekten Besitzer finden. Dabei ist eines, genau wie bei der Liebe, besonders wichtig: Geduld.

Name: Sebastian Schmidt
Alter: Ich werde immer älter geschätzt als bin, also verrate ich mein Alter nicht.
Wohnort: Berlin
Beruf: Unknown. Unser Beruf wurde noch nicht definiert. Ich war immer schon der Überzeugung, dass man einen Abschluss nicht um des Abschluss willens machen sollte. Sondern aus Überzeugung. Maitre de Parfume ist am Ende auch nur ein Stempel.
Schuhgröße: Ich lebe auf sehr kleinem Fuß
Lieblingsfarbe: Alle. Das ist wie bei Düften, in solchen Kategorien denken wir nicht. Weil es das Gegenteil von Individualität ist.
Kontakt: E-Mail kann untergehen, bitte anrufen: +49 (0)30 24342577

Beschreibe breathe fresh cosmetics in einem Satz: Oh, das ist schwierig. Ich würde sagen: „Breathe ist Beständigkeit.“

Worauf achtest du, wenn du jemanden zum ersten Mal begegnest? Auf die Kommunikation.

Welchen Wochentag magst du am liebsten und warum? Den Sonntag, weil ich da Zeit für mich habe. Auch wenn im Laden sein für mich wie Urlaub ist, brauche ich das zur Ruhe kommen.

Wenn du nicht mehr schlafen müsstest, was würdest du mit der zusätzlichen Zeit anfangen? Ich würde Projekte mit Kindern und Schulklassen starten. Die geben wahnsinnig viel Geld für TikTok-Düfte aus, ohne dass sie etwas darüber wissen. Ich würde ihnen gern das Bewusstsein vermitteln, dass Düfte keine Suchtmittel sind.

Was für eine Rolle hast du in deinem Freundeskreis? Mein Privatleben ist eher dünn ausgeprägt. Ich bin ein ruhiger Mensch und schlumpfe gern herum.

Was fasziniert dich? Unbekanntes.

Was war die beste Entscheidung deiner beruflichen Laufbahn? Dranzubleiben und nicht aufzugeben.

Bitte vervollständige den Satz: In Berlin… braucht man eine Aufgabe.

Für was kann man dich nachts wecken? Um ein Feuer zu löschen.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde mir wünschen, dass die Leute mehr ein Bewusstsein dafür hätten, wie gut es ihnen eigentlich geht. Dass sie sich mehr in eine andere Sicht hineinversetzen. Dass alles weniger egozentrisch wäre.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Was ihr möchtet.

Was sollte niemand von dir wissen? Das bleibt bei mir.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Da gibt es keine.

Das letzte Wort: Willkommen!

FOTO: Jana Edisonga / instagram.com/breathe.berlin

Tara Cancia

Tara Cancia ist Schauspielerin, Tänzerin und seit Kurzem auch Sängerin. Gerade hat sie ihre erste Single aufgenommen, das Musikvideo ist in Arbeit, das nächste Filmprojekt bereits in Planung. Was sie antreibt? Kreativer Ausdruck, der Mut zur Veränderung und der Wunsch, Klischees zu durchbrechen. Zwischen Filmset und Tonstudio, Tiefkühlpizza und Thai-Food träumt Tara groß – und vielleicht schreibt sie eines Tages sogar ihre eigenen Drehbücher.

Name: Tara Cancia
Alter: 22
Wohnort: Berlin
Beruf: Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin
Schuhgröße: 39/40
Lieblingstageszeit: 13 Uhr
Kontakt: Instagram: @taracancia / TikTok: @taracia_

Welcher Ort bringt deinen Kopf sofort zum Sprudeln? Wenn ich am Meer sitze oder im Flugzeug bin. Dann fühle ich mich ein Stück weit von der Gesellschaft losgelöst – und meine Gedanken können freier fließen, weil ich die Welt in dem Moment anders sehe.

Wo verbringst du die meiste Zeit? Leider viel zu oft zu Hause – um zu arbeiten, zu planen, weiterzukommen. Außerdem im Studio und beim Tanzen.

Wovor hast du keine Angst mehr? Das ist eine interessante Frage – weil ich merke, dass ich vor vielen Dingen Angst habe: vor der Zukunft, vor dem Scheitern, davor, Menschen zu verlieren. Aber ich glaube, ich habe keine Angst mehr vor Männern. Die können mir gar nichts. ;)

Was würdest du dir gerne abgewöhnen? Mich selbst so sehr zu kritisieren. Ich will lernen, zufriedener mit mir zu sein und aufhören, mich ständig mit anderen zu vergleichen – vor allem wegen Social Media und dem äußeren Druck.

Wie wäre ein Mensch, der das Gegenteil von dir ist? Sehr ruhig, introvertiert, schüchtern – jemand, der schnell aufgibt und sich mit wenig zufrieden gibt.

Was war das beste Essen, das du je gegessen hast? Ich LIEBE Thai Food! In Thailand, auf Ko Phi Phi, in einem kleinen, einheimischen Laden – das war einfach himmlisch.

Was treibt dich an? Der Gedanke, dass sich Menschen mit mir identifizieren können – auf ganz unterschiedliche Weise. Dass ich sie inspiriere, an sich selbst zu glauben oder Seiten an sich zu entdecken, die sie vorher nicht kannten. Und natürlich mein Wunsch, in dem, was ich liebe, immer besser zu werden. Es gibt kein „Ich bin jetzt perfekt“ – ich will nie stehen bleiben.

Was würdest du tun wenn du nicht scheitern könntest? Wow, starke Frage. Ich glaube, ich würde meine Träume noch größer denken – Musik machen, eigene Drehbücher schreiben, Regie führen, international auftreten. Schauspiel, Musik, Modeln – alles miteinander verbinden und voll ausleben.

Welches ist dein nutzlosestes Talent? Ich kann mit den Ohren wackeln. :D

Wer war die spannendste Persönlichkeit, die du bisher getroffen hast? Keine konkrete Person – aber ich finde Menschen faszinierend, die sich bewusst gegen die Norm entscheiden. Die ihre Gefühle nicht vom Mainstream bestimmen lassen, Social Media meiden und keine äußere Bestätigung brauchen. Solche Persönlichkeiten bewundere ich sehr.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde wollen, dass jedes Lebewesen dieselben Rechte hat – Mensch und Tier. Dass Armut und Reichtum abgeschafft werden, alle gleichgestellt sind. Und ganz ehrlich: Ich glaube, wenn Frauen das Sagen hätten, gäbe es keine Kriege.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich kann nicht wirklich kochen – also gäbe es Tiefkühlgerichte von Everyfoods, die überraschend gesund und vegan sind! Oder Eier mit Avocado, Obst und Vollkornbrot. Alternativ würde ich euch einfach zum Thai gegenüber einladen. Hehe.

Was sollte niemand von dir wissen? Vielleicht, dass ich tief in mir oft Angst habe, nicht gut genug zu sein. Dass ich anderen gefallen will – obwohl ich weiß, dass ich niemandem etwas beweisen muss.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Was würdest du deinem früheren Ich sagen?“ Dass es okay ist, wenn manche Menschen einem nicht guttun – und dass niemand das Recht hat, über meinen Körper zu bestimmen. Ich hätte öfter meinen Mund aufmachen und mich wehren sollen. Man muss sich selbst schützen und für sich selbst einstehen.

Letztes Wort: Dein Wert hängt nicht von anderen ab.

FOTO: Anna Reuter

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 24. Juni 2025 | Tags: , Keine Kommentare