Seit April 2025 werden Berlins Straßen ein gutes Stück weiblicher. Denn während rund 90 % des Fahrgewerbes noch immer von Männern dominiert werden, gibt es jetzt frischen Fahrtwind: G-Cars, kurz für „Girls Cars“, ist ein Fahrdienst von Frauen für Frauen – und ein klares Statement für mehr Sicherheit und Selbstbestimmung in der Stadt. Gegründet wurde G-Cars von Nadin Güner, Mutter zweier Töchter. Die Idee ist eigentlich selbstverständlich: Frauen sollen nicht mit einem mulmigen Gefühl nachts in ein Auto steigen müssen – sei es Taxi, Mietwagen oder Uber. Denn dass sexualisierte Übergriffe im öffentlichen Raum zunehmen, ist keine neue Erkenntnis. Und trotzdem hat sich in den letzten Jahren in Sachen Mobilität für Frauen bisher kaum etwas verändert. Bei G-Cars dürfen ausschließlich Frauen mitfahren – auch Trans- und nicht-binäre Frauen sind ausdrücklich willkommen. Buchen kann jede*r, aber das Auto bleibt ein Safe Space. Die Sicherheit der Fahrerinnen und Gästinnen steht an oberster Stelle. Alle Fahrerinnen durchlaufen verpflichtende Schulungen in Kommunikation, Deeskalation und Selbstverteidigung. Und der Nutzen ist doppelt: Fahrgästinnen wissen genau, bei wem sie einsteigen – und auch die Fahrerinnen wissen, dass sie nicht ungewollt mit fremden Männern im Fahrzeug unterwegs sind.
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G-Cars | g-cars.co | FOTO: G-Cars


