Tim Florian Horn

Wenn uns der potentielle Interviewpartner auf unsere Anfrage antwortet, dass er gerne mitmacht und unter seiner Email „aus dem Orbit gesendet“ steht, dann kann es ja nur gut werden! Sagt also hallo zu Tim Florian Horn: Vorstand Stiftung Planetarium Berlin, Direktor der Archenhold-Sternwarte und des Zeiss-Großplanetariums, der uns zum Einsteig Folgendes erzählt hat: „Ich habe die tiefe Überzeugung, dass Planetarien besondere Orte sind, die zwischen Astronomie, gar allen Wissenschaften und der allgemeinen Bevölkerung vermitteln können. Ich habe gemerkt, dass es zu wenige Menschen gibt, die astronomische Inhalte richtig gut übersetzen können und die als Übersetzer:innen zwischen Wissenschaft und Bevölkerung arbeiten können. Es motiviert mich jeden Tag, dafür neue Wege zu finden und spannende Wissenschaft darzustellen.“ Den wollen wir genauer kennenlernen!

Name: Tim Florian Horn
Alter: 43
Wohnort: Berlin
Beruf: Vorstand Stiftung Planetarium Berlin, Direktor der Archenhold-Sternwarte und des Zeiss-Großplanetariums
Schuhgröße: 42
Lieblingstageszeit: Nachts, wenn man im Himmel Sterne, Planeten und vielleicht auch mal Sternschnuppen entdecken kann. Es ist ein tief archaisches und emotionales Bedürfnis, gemeinsam unterm Sternenhimmel zu sitzen.
Kontakt: Instagram

Beschreibe deinen Job in einem Satz: Mein Job ist für mich nicht Beruf, sondern Berufung: ich darf Menschen die Tür zum Kosmos öffnen und meine Begeisterung für die Wissenschaft weitergeben.

Was war dein allererster Job? Mit 14 Jahren habe ich meinen ersten eigenen Vortrag in einem Planetarium gehalten und seitdem haben mich die Sterne nicht mehr losgelassen.

Wie sieht es bei dir zu Hause aus? Dank meiner Kinder kosmisch kreativ.

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Ob die Person ein echtes Gespräch führen und mir auf Augenhöhe begegnen möchte.

Wann hast du zuletzt von Herzen gelacht? Zusammen mit meinen Kindern über Blödeleien des Alltags.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt: Ja!

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? Die Liste ist lang.

Das glaubt niemand von dir: Dass ich – glaube ich – ganz gut backen kann.

Wenn es eine persönliche Flagge für dich gäbe, wie würde sie aussehen? Blau wie der Neptun, der in Berlin entdeckt wurde, ein stilisierter Sternprojektor und das Emblem der United Federation of Planets, aber mit dem Logo der Stiftung Planetarium Berlin.

Du hast Besuch von Freund:innen, die zum ersten und letzten Mal in der Stadt sind. Was macht ihr? Sonnenuntergang auf dem Tempelhofer Feld, Döner und Sterne gucken auf der Archenhold-Sternwarte mit einem guten Glas Wein in der Hand.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Den Wert der Wissenschaft und Forschung neu in der Gesellschaft verankern, so dass wir faktenbasiert gute Entscheidungen zum Wohle aller treffen. Und das können wir nur mit einer kosmischen Perspektive auf irdische Herausforderungen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Eine vom heimischen Testpublikum für sehr gut befundene Lasagne.

Was sollte niemand von dir wissen? Meinen täglichen Kaffeekonsum.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Welcher mein Lieblingsplanet ist.

Das letzte Wort: Wir Menschen durchschreiten alle gemeinsam das Universum samt Milliarden faszinierender Galaxien. Dennoch sollten wir uns stets darauf zurückbesinnen, dass unsere wunderschöne blaue Erde immer noch der einzige bewohnbare Planet ist, den wir kennen. Wir sitzen aber nicht klein mit Hut auf irgendeinem Krümel im Kosmos, sondern sind Statthalter des Universums und verantwortlich dafür, seine Schönheit und Einzigartigkeit durch Wissenschaft, Kunst und Kultur zu bewahren.

FOTO: Bernd Jaworek

Yoga unterm Sternenhimmel

Mehr Entspannung geht kaum: Yoga unter den Sternen. Einmal im Monat tauscht das Mahalaya Yoga-Studio seine Mattenräume gegen die imposante Kuppel des Zeiss-Großplanetariums und verwandelt sie so in den wohl außergewöhnlichsten Yogaraum der Stadt. Hier ist kein Platz für Alltagsstress oder Großstadthektik. Stattdessen begleitet der funkelnde Sternenhimmel die Teilnehmenden durch eine Stunde sanfter Flows, die Körper, Geist und Universum miteinander verbinden. Niemand muss sich dabei mit Schwarzen Löchern, Sternbildern oder kosmischen Theorien befassen, denn die Projektionen schaffen einfach nur Ruhe, Tiefe und ein ganz besonderes Ambiente – mal beruhigend, mal sorgt die Bewegung für eine kleine Balance-Herausforderung, aber magisch ist es immer. Wir verlosen auf unserem Instagram-Account 1 x 2 Tickets. Um zu gewinnen müsst ihr uns einfach bei Instagram folgen und das aktuelle Gewinnspiel-Posting mit „Sternenyoga“ kommentieren.
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Yoga unterm Sternenhimmel | 20 €/Stunde | planetarium.berlin/yoga | FOTO: Steffen Junghanß